Schlafloser Mann hÀlt sich in Bett Hand vors Gesicht© kieferpix / iStock / Getty Images Plus
Viele Menschen haben Schlafprobleme und liegen nachts oft wach.

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SCHLAFPROBLEME: WIE WIR ZUR RUHE KOMMEN

Geht es um Schlafprobleme, können viele Menschen mitreden – oder eher: mitgĂ€hnen. Was die hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr schlechte NĂ€chte sind und welche Tipps einen Unterschied machen können.

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Gut einschlafen, gut erholt aufwachen: Viele Menschen können davon nur trĂ€umen. Schlafprobleme gehören fĂŒr viele zum Alltag. Betroffene wĂ€lzen sich lange, ehe sie in den Schlaf finden – oder sind mitten in der Nacht hellwach und bleiben es auch erst einmal. Gerade wiederkehrende Schlafprobleme können langfristig die LebensqualitĂ€t beeintrĂ€chtigen.

So berichten in einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag des Unternehmens Doctolib 63 Prozent der insgesamt 1447 Befragten von Schlafproblemen in den letzten 12 Monaten. Frauen sind etwas hÀufiger von Schlafproblemen betroffen als MÀnner (67 vs. 58 Prozent).

Ursachen fĂŒr Schlafprobleme: Wenn die Gedanken kreisen

Doch was raubt Betroffenen den Schlaf? Die wichtigsten Ursachen fĂŒr Schlafprobleme liegen oft im eigenen Kopf. Der Schlafkiller Nummer eins ist der Kopf, der im Bett gerne zu Hochtouren auflĂ€uft und uns in GrĂŒbelschleifen wie „Schaffe ich morgen alles?“ festhĂ€lt.

So geben die HĂ€lfte (50 Prozent) der von Schlafproblemen Betroffenen an, dass kreisende Gedanken und Sorgen zu den wichtigsten Ursachen gehören und sie vom Ein- und Durchschlafen abhalten. Gerade Stress und Sorgen zĂ€hlen zu den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr wiederkehrende Schlafprobleme.

28 Prozent identifizieren privaten Stress als Grund, fast ebenso hĂ€ufig (27 Prozent) erschweren Schmerzen oder andere gesundheitliche Beschwerden den Schlaf. Auch das sind typische Ursachen fĂŒr Schlafprobleme. Stress im Beruf nehmen 24 Prozent mit ins Bett – ebenfalls eine der hĂ€ufig genannten Ursachen.

Und manchmal ist es schlichtweg das SĂ€gen des Liebsten, das der Nachtruhe im Weg steht: 13 Prozent nennen Schnarchen oder Unruhe einer anderen Person im Zimmer als Ursachen fĂŒr ihre Schlafprobleme.

Die Umfrage wurde zwischen dem 17. und 23. Februar 2026 durchgefĂŒhrt. Die Ergebnisse sollen reprĂ€sentativ fĂŒr die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren sein.

Tipps gegen Schlafprobleme: Schlafhygiene verbessern

Wie gut wir schlafen, das haben wir zum Teil selbst in der Hand. Mit einfachen Tipps lassen sich Schlafprobleme manchmal deutlich reduzieren. Kleine VerÀnderungen im Alltag können helfen, besser zu schlafen.

Der Stiftung Gesundheitswissen zufolge können folgende Tipps helfen, Schlafprobleme zu verringern:

  • Koffein ab dem Nachmittag weglassen: Einer der wichtigsten Tipps bei Schlafproblemen ist es, stimulierende GetrĂ€nke zu reduzieren. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, verzichtet ab dem Nachmittag am besten auf Kaffee, GrĂŒntee, Cola und Energydrinks.
  • Rituale aufbauen: Weitere Tipps gegen Schlafprobleme sind feste Abendrituale. Eine kurze Dehn-Übung, eine heiße Tasse Tee oder Einkuscheln mit einem guten Buch. Wiederkehrende Anker am Abend geben dem Gehirn Sicherheit – und das Signal „Gleich kommen wir zur Ruhe“.
  • Eine gute Schlafumgebung schaffen: Zu den wichtigen Tipps bei Schlafproblemen gehört auch die richtige Umgebung. Das Schlafzimmer sollte dunkel genug sein, gut ist eine Temperatur von unter 18 Grad. Stören Schnarchen oder StraßenlĂ€rm den Schlaf, bieten Ohrstöpsel Abhilfe.
  • RegelmĂ€ĂŸiger Schlafrhythmus: Weitere Tipps: Gehen wir stets – ja, auch am Wochenende – zur gleichen Zeit ins Bett, gewöhnt sich der Körper an den festen Rhythmus. Das kann helfen, Schlafprobleme langfristig zu reduzieren.
  • Aufstehen statt wĂ€lzen: Wer wegen Schlafproblemen wachliegt und grĂŒbelt, sollte nach einer halben Stunde die Reißleine ziehen und das Bett verlassen. Zu den praktischen Tipps zĂ€hlen monotone, entspannende TĂ€tigkeiten wie Lesen oder WĂ€sche zusammenlegen. Ins Bett geht es erst wieder, wenn sich SchlĂ€frigkeit einstellt.
  • Wecker wegdrehen: Auch das gehört zu den einfachen Tipps bei Schlafproblemen. Wer die Leuchtziffern nachts nicht sehen kann, erspart sich Gedanken wie „Mist, erst eine Stunde geschlafen.“

Und wie lÀsst sich das Gedankenkreisen einfangen?

Kneginja Richter, ChefĂ€rztin der CuraMed Tagesklinik NĂŒrnberg und Professorin an der Technischen Hochschule NĂŒrnberg, gibt einen weiteren der praktischen Tipps gegen Schlafprobleme: rund zwei Stunden vor dem Schlafengehen Sorgen und negative Gedanken aufschreiben.

Das Heft, in dem man sie notiert hat, verschwindet dann in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers.

Wann Schlafprobleme behandlungsbedĂŒrftig werden

Doch was, wenn Schlafprobleme nicht nur fĂŒr miese NĂ€chte, sondern immer wieder auch fĂŒr miese Tage sorgen? Dann können hinter den Schlafproblemen auch ernstere Ursachen stecken.

Eine behandlungsbedĂŒrftige Insomnie liegt vor, wenn jemand ĂŒber einen Zeitraum von mehr als drei Monaten mehr als dreimal pro Woche Schlafstörungen erlebt.

Betroffene fĂŒhlen sich tagsĂŒber wie gerĂ€dert, sind weniger leistungsfĂ€hig. Halten Schlafprobleme lĂ€nger an, kann es sinnvoll sein, Ă€rztlichen Rat einzuholen. Dann ist es gut, das Thema einmal in der Hausarztpraxis zu besprechen. Womöglich ist eine Überweisung zu einem Schlafmediziner beziehungsweise einer Schlafmedizinerin sinnvoll.

Quelle: dpa

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