Offenes Notizbuch mit Notizen, in der Mitte liegt ein Bleistift und nebendran steht eine rote Tasse mit Kaffee© marekuliasz / iStock / Getty Images Plus
Ein Tagebuch zu fĂŒhren kann sinnvoll sein, um bestimmte Dinge ĂŒber den Schlaf, die ErnĂ€hrung etc. festzuhalten und aus den Erkenntnissen bestimmte RĂŒckschlĂŒsse zu ziehen.

Selbstexperiment

BIOHACKING IM ALLTAG: SO VERBESSERN SIE SCHLAF, ENERGIE UND WOHLBEFINDEN

Biohacking liegt im Trend – und kann weit mehr, als nur die Leistung steigern. Wer seine SchlafqualitĂ€t verbessern und mit einem proteinreichen FrĂŒhstĂŒck in den Tag starten will, findet in dieser Methode hilfreiche Impulse. Einige der Hacks lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren.

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Biohacking ist weit mehr als nur ein gesunder Lebensstil. „Es ist der Versuch, natĂŒrliche VorgĂ€nge im Körper durch bestimmte Verhaltensweisen zu verbessern“, sagt Simone Koch, Medizinerin und Hormonexpertin. Ziel ist es, durch gezielte Selbstbeobachtung den individuellen biologischen Code zu entschlĂŒsseln. Maximilian Gotzler, Teil der Szene, erklĂ€rt: „Statt einen Computercode zu hacken, gilt es, den eigenen biologischen Code zu entschlĂŒsseln – zum Beispiel mittels Fitness- oder Schlaftracker.“ Biohacking wird so zu einem lebenslangen Selbstexperiment.

Dabei werden Erkenntnisse der Schulmedizin mit alternativen Methoden wie Ayurveda kombiniert. Wer sich auf Biohacking einlĂ€sst, lernt, sich und seinen Körper besser zu verstehen – der erste Schritt zur gezielten VerĂ€nderung.

SchlafqualitÀt verbessern: Warum guter Schlaf essenziell ist

Eines der wichtigsten Prinzipien im Biohacking ist ein gesunder Schlaf. Wer seine SchlafqualitĂ€t verbessern möchte, sollte Bildschirmzeit am Abend, Energy-Drinks und Alkohol möglichst vermeiden. Denn schlechter Schlaf bringt die Hormonbalance durcheinander, beeinflusst den Blutzuckerspiegel und stört viele wichtige Körperfunktionen.

Erholsamer Schlaf ist essentiell. Wer seine SchlafqualitĂ€t verbessern will, profitiert oft schon von kleinen Änderungen der Abendroutine. Denn ein ausgeglichener Schlaf-Wach-Rhythmus ist im Biohacking zentral.

Wer seine SchlafqualitÀt verbessern möchte, sollte Bildschirmzeit am Abend, Energy-Drinks und Alkohol möglichst vermeiden.

NahrungsergÀnzungsmittel gezielt einsetzen

Viele AnhÀnger von Biohacking greifen zu NahrungsergÀnzungsmitteln, um mögliche Defizite auszugleichen. Typisch sind Magnesium, Omega-3-FettsÀuren oder Vitamin D. Allerdings gilt: Einfach ins Regal greifen ist keine gute Idee.

Wer ĂŒber NahrungsergĂ€nzungsmittel nachdenkt, sollte sich Ă€rztlich durchchecken lassen, bevor er Substanzen einnimmt.

Auch Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfehlen einen gezielten Einsatz. NahrungsergĂ€nzungsmittel können das körperliche Wohlbefinden im Rahmen von Biohacking stĂ€rken – wenn sie individuell abgestimmt sind.

Proteinreiches FrĂŒhstĂŒck als einfacher Biohack

Simone Koch empfiehlt: „Ein proteinreiches FrĂŒhstĂŒck verĂ€ndert alles.“ Damit meint sie eine erste Mahlzeit, die satt macht, lange vorhĂ€lt und Energie liefert – wie Joghurt mit NĂŒssen oder Eier.

Ein proteinreiches FrĂŒhstĂŒck hilft, Heißhungerattacken zu vermeiden, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und macht leistungsfĂ€higer. Wer den Tag mit einem proteinreichen FrĂŒhstĂŒck beginnt, folgt damit einem der einfachsten Biohacks ĂŒberhaupt – ganz ohne Technik.

Weitere einfache Hacks fĂŒr den Alltag

Biohacking muss nicht teuer sein. Bereits ein Glas Wasser mit Zitrone am Morgen, kombiniert mit AtemĂŒbungen und Tageslicht, kann Energie fĂŒr den Tag liefern.

Wer zusĂ€tzlich Tagebuch fĂŒhrt, erkennt ZusammenhĂ€nge: Wann bin ich leistungsfĂ€hig? Was beeintrĂ€chtigt meinen Schlaf? Die Beobachtung solcher Muster gehört zu den Grundpfeilern von Biohacking. Daraus lassen sich RĂŒckschlĂŒsse ziehen – etwa dass spĂ€tes Fernsehen oder Alkohol am Abend die SchlafqualitĂ€t verschlechtern. VerĂ€nderungen lassen sich gezielt testen.

Was kann Biohacking leisten – und wo liegen die Grenzen?

Das Ziel: sich besser fĂŒhlen. Studien zeigen, dass sich neue Gewohnheiten innerhalb von drei Wochen im Gehirn festigen können. Doch auch beim Biohacking gilt: Der Mensch ist keine Maschine. Wenn körperliche Prozesse aus dem Gleichgewicht geraten, braucht es Ă€rztliche UnterstĂŒtzung.

Und: Weder NahrungsergĂ€nzungsmittel, noch Tracking, Meditation oder ein proteinreiches FrĂŒhstĂŒck ersetzen Lebensfreude. Dankbarkeit, soziale Kontakte und echte Pausen gehören zu den wichtigsten Faktoren fĂŒr mehr Wohlbefinden – auch im Biohacking.

Quelle: dpa

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