Frau in Pyjama mit sich wild bewegenden Beinen im Bett© AndreyPopov / iStock / Getty Images Plus
Beim Restless Legs-Syndrom verspĂĽren die Betroffenen einen unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen, vor allem abends oder nachts.

Neurologie

RESTLESS LEGS SYNDROM IM FOKUS DER BEHANDLUNG

Unruhige, zappelige Beine rauben den erholsamen Schlaf? Die Behandlung von Restless Legs Syndrom ist ein wichtiges Beratungsthema fĂĽr PTA. Lernen Sie, die Symptome zu erkennen, Ursachen einordnen und Kund*innen kompetent zu unterstĂĽtzen.

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Viele Betroffene schildern unruhige Beine, vor allem abends oder nachts, verbunden mit unangenehmen Schlafstörungen. Für PTA ist es daher wichtig, die Hintergründe des Restless Legs Syndroms zu kennen, Symptome richtig einzuordnen und sinnvolle Empfehlungen hinsichtlich der Behandlung zu geben. Eine fachlich versierte Beratung kann das Vertrauen der Kund*innen stärken und ihre Lebensqualität verbessern. Zudem unterstützt ist es Aufgabe der PTA, Grenzen der Selbstmedikation bei Restless Legs Syndrom zu erkennen und auf eine ärztliche Abklärung hinzuweisen.

Die Behandlung des Restless-Legs-Syndroms beruht auf mehreren Säulen. Neben den verordneten Medikamenten spielen auch Lebensstil, Schlafhygiene und Ernährung eine zentrale Rolle. Mit Ihrem fachlichen Know-how geben Sie Betroffenen Sicherheit. Genau hier können Sie aktiv beraten – indem Sie verständlich aufklären und wertvolle Tipps fĂĽr den Alltag mitgeben.

Definition des Restless Legs Syndroms: ganz einfach erklärt!

Die Definition des Restless Legs Syndroms lautet wie folgt: Das Restless Legs Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, bei der ein nicht kontrollierbarer Bewegungsdrang der Beine und unangenehme Missempfindungen auftreten. Typisch: In Ruhe nehmen die Beschwerden zu.

Wenn Betroffene sich bewegen – sei es beim Laufen, Rennen oder einfach beim Umhergehen – bessern sich die Symptome oft kurzfristig. Das Restless Legs Syndrom ist chronisch, in ihrer Ausprägung jedoch sehr unterschiedlich und braucht spezielle Behandlung.

Restless Legs Syndrom an bestimmten Symptomen erkennen

Zu den klassischen Symptomen des Restless Legs Syndroms zählen Kribbeln, Ziehen, Brennen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Beinen. Die Betroffenen haben das Bedürfnis, ständig die Beine zu bewegen. Die Beschwerden werden in Ruhe meistens schlimmer.

Viele berichten zusätzlich ĂĽber Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Wer unter dem Restless Legs Syndrom leidet, fĂĽhlt sich am nächsten Tag oft mĂĽde und weniger leistungsfähig bei der Arbeit oder im Alltag.

FĂĽr PTA ist es gut zu wissen: Die Symptome treten ĂĽberwiegend frĂĽh am Abend oder nachts auf – ein entscheidender Hinweis, auf den Sie achten sollten.

Die Ursachen des Restless Legs Syndroms sind vielfältig

Unruhige Beine entstehen vermutlich durch eine gestörte SignalĂĽbertragung im Nervensystem, darauf verweist Dr. Anna Heidbreder hin. Die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind unbekannt, aber es gibt viele Faktoren, die eine Rolle spielen können. zum Beispiel sind Eisenwerte und der Neurotransmitter Dopamin von Bedeutung.

Beide Substanzen beeinflussen die Reizweiterleitung in den Nervenzellen. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn und steuert Bewegungsabläufe. Ist seine Wirkung gestört, können ungesteuerte Bewegungsimpulse entstehen. Eisen ist für die Bildung von Dopamin verantwortlich und ein Mangel kann die Signalübertragung im Nervensystem stören – und das führt zu den typischen Beschwerden des Restless Legs Syndroms.

Auch Schwangerschaft, Nierenerkrankungen oder bestimmte Arzneimittel können Beschwerden auslösen oder verstärken.

Restless Legs Syndrom: Ernährung – oft unterschätzt

Die Ernährung kann bei der Behandlung des Restless Legs Syndrom Beschwerden lindern. Magnesium sowie die Vitamine C, E und B stärken die Nervenfunktion. Raten Sie Kund*innen möglichst, Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden – diese können die Symptome verschlimmern. Weisen Sie auf Eisen und Folsäure als wichtige Nährstoffe hin.

Informieren Sie Kund*innen gezielt zu Nahrungsergänzungsmitteln bei der Behandlung des Restless Legs Syndrom. Dabei sollten Sie immer auf mögliche Wechselwirkungen und die individuellen BedĂĽrfnisse achten. Bestimmte Ratschläge bei der Schlafhygiene können hilfreich sein. Treten Beschwerden plötzlich sehr stark oder zusammen mit anderen Symptomen auf, sollten Sie zu einem zeitnahen Arztbesuch raten.

Diese 5 Tipps können Sie ergänzend zur Behandlung weitergeben:

Tipp 1: Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten

Tipp 2: Abends auf Kaffee, Energydrinks und Alkohol verzichten

Tipp 3: Leichte Bewegung oder Dehnen vor dem Schlafengehen können beim Restless Legs Syndrom Schmerzen verringern.

Tipp 4: Eisenwert regelmäßig beim Arzt/Ärztin überprüfen

Tipp 5: Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll einnehmen

Diagnose des Restless Legs Syndroms: Abklärung ist entscheidend

Die Restless-Legs-Syndrom-Diagnose erfolgt ärztlich anhand der typischen Symptome. Laboruntersuchungen, besonders zur Bestimmung des Eisenwertes, sind entscheidend. Für die Behandlung des Restless Legs Syndroms gilt: Eine ärztliche Abklärung ist unerlässlich, insbesondere bei starken oder neu auftretenden Beschwerden.

Das Restless Legs Syndrom ist mehr als nur ein harmloses Zappeln – ohne Behandlung kann es die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Fazit

Bei der Behandlung des Restless Legs Syndroms braucht es Geduld, fachliche Sicherheit und gute Zusammenarbeit zwischen PTA und Ă„rzt*innen. Mit Ihrem Wissen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Ernährung beraten Sie Ihre Kund*innen gezielt und helfen damit, ihre Lebensqualität zu steigern – einfĂĽhlsam und alltagsnah.

Quellen:
https://www.restless-legs.org/restless-legs/alltag/ernaehrung
https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/restless-legs-syndrom-rls-unruhige-beine-1032377.html
https://ada.com/de/conditions/restless-legs-syndrome/

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