Eine rothaarige Frau mit sonnenbrille steht im Schatten unter einem Baum und lugt zwischen den BlÀttern hervor.© William DondyK/iStock/Getty Images Plus
Wer empfindliche Haut hat, sollte sie im Sommer nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor Hitze schĂŒtzen.

Hautreizungen

HAUTPROBLEME IM SOMMER: WENN REKORD-HITZE UND HOHE UV-STRAHLUNG DIE HAUT BELASTEN

Schweiß, UV-Strahlung und extreme Hitze bringen die Haut im Sommer schnell aus dem Gleichgewicht. Von Hitzepickeln ĂŒber Mallorca-Akne bis hin zu Intertrigo, Schwitzpilz oder Sonnenallergie: PTA sind  gefragt, Hautprobleme im Sommer zu erkennen und ihre Kund*innen kompetent zu beraten.

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Sommer, Sonne und Freibad – fĂŒr viele die schönste Zeit des Jahres. FĂŒr die Haut von Kund*innen bedeuten hohe Temperaturen im Sommer Schwerstarbeit und fĂŒhren zu weiteren Hautproblemen wie Hitzepickel, WĂ€rmeurticaria und Sonnenallergie. Denn die Haut produziert mehr Schweiß, die TalgdrĂŒsen arbeiten auf Hochtouren und die Hautbarriere wird durch UV-Strahlung zusĂ€tzlich stĂ€rker belastet. Menschen mit empfindlicher Haut reagieren hĂ€ufig mit Rötungen, Hitzepickel, Juckreiz oder kleinen EntzĂŒndungen.

Auch in der Apotheke hĂ€ufen sich jetzt Fragen zu typischen Hautproblemen im Sommer. Kund*innen klagen ĂŒber juckende Pusteln, gerötete Hautfalten, Hitzepickel oder HautausschlĂ€ge bei Sonnenallergie nach dem Sonnenbad oder Schwimmbad. PTA können Betroffenen helfen, harmlose Hautprobleme im Sommer von behandlungsbedĂŒrftigen Hauterkrankungen zu unterscheiden. Eine gezielte Beratung macht dabei einen großen Unterschied, Beschwerden frĂŒhzeitig zu lindern und Folgeprobleme zu vermeiden.

Sommer: Hitzepickel und WĂ€rmeurtikaria setzen der Haut zu

Die Haut ist im Sommer nicht nur der Sonne ausgesetzt. Sie bringt viele Hautprobleme mit sich. Vor allem durch das Zusammenspiel aus Hitze, Schweiß und UV-Strahlung gerĂ€t die natĂŒrliche Schutzfunktion der Haut schnell aus der Balance und es entstehen Hitzepickel.

Wenn Schweiß zum Hautproblem wird, sind Hitzepickel und WĂ€rmeurtikaria im Sommer nicht weit entfernt. Medizinisch werden Hitzepickel als Miliaria bezeichnet. Bei einer Miliaria verstopfen die AusfĂŒhrungsgĂ€nge der SchweißdrĂŒsen, sodass der Schweiß nicht mehr ungehindert austreten kann. Die Folgen von diesem Hautproblem sind Ă€hnlich der WĂ€rmeurticaria: Kleine rote Hitzepickel oder klare BlĂ€schen, die hĂ€ufig stark jucken oder brennen – besonders im heißen Sommer. Besonders bei einer Miliaria in Hautfalten, unter enger Kleidung oder unter RucksĂ€cken entstehen schnell unangenehme Beschwerden.

Von den Hitzepickeln ist die WĂ€rmeurtikaria zu unterscheiden – ein weiteres Hauptproblem im Sommer. Die WĂ€rmeurtikaria ist eine seltene Form der Nesselsucht, die durch WĂ€rme ausgelöst wird.

Bei einer WĂ€rmeurtikaria reagiert die Haut unmittelbar auf WĂ€rme mit juckenden Quaddeln. Schon heiße Duschen, intensive Sonneneinstrahlung, Stress im Alltag oder körperliche Anstrengung können die WĂ€rmeurtikaria auslösen. WĂ€hrend eine Miliaria meist durch verstopfte SchweißdrĂŒsen entsteht, handelt es sich bei der WĂ€rme-Nesselsucht um eine Form der Nesselsucht. KĂŒhlende Maßnahmen können die Beschwerden einer WĂ€rmeurtikaria vorĂŒbergehend lindern.

Intertrigo: Wenn Reibung und Feuchtigkeit die Haut schÀdigen

Intertrigo ist eine entzĂŒndliche HautverĂ€nderung, die vor allem in Hautfalten durch Reibung, WĂ€rme und anhaltende Feuchtigkeit entsteht.  Besonders im Sommer fördern Schwitzen und enge Kleidung die Entstehung des sogenannten Hautwolfs. Eine Intertrigo entsteht schleichend und wird anfangs oft nur als leichtes Scheuern oder SpannungsgefĂŒhl wahrgenommen. Erste Anzeichen einer Intertrigo sind gerötete, brennende Hautstellen, die mitunter nĂ€ssen oder schmerzhaft werden.

Bleibt eine Intertrigo unbehandelt, können Bakterien oder Pilze die geschĂ€digte Haut zusĂ€tzlich besiedeln. Besonders bei hohen Temperaturen kann sich eine Intertrigo innerhalb weniger Tage verschlimmern. Hautprobleme im Sommer wie Intertrigo können vermieden werden, wenn Reibungen reduziert und atmungsaktive Kleidung getragen wird. Menschen mit Übergewicht, Diabetes oder starkem Schwitzen haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr eine Intertrigo. Bei einer ausgeprĂ€gten Intertrigo richtet sich die Behandlung nach der Ursache und möglichen Begleitinfektionen.

Schweiß, Feuchtigkeit und WĂ€rme begĂŒnstigen Schwitzpilz

Hohe Temperaturen und anhaltende Feuchtigkeit schaffen ideale Bedingungen fĂŒr einen Schwitzpilz im Sommer. Bei diesem Hautproblem können vor allem Hautfalten, Leisten, Achseln oder unter der Brust Hefepilze sich vermehren, wenn Schweiß nicht ausreichend verdunstet. Die Haut ist beim Schwitzpilz oft gerötet, juckt und zeigt feine Schuppen oder kleine Randherde. Typisch fĂŒr diesen Schwitzpilz sind scharf begrenzte Rötungen, feine Schuppung und ein ausgeprĂ€gter Juckreiz.

Die Abgrenzung zu Intertrigo, dem Hautwolf, ist wichtig, da sich beide Hautprobleme im Sommer Àhneln können, aber die HautverÀnderungen unterschiedlich behandelt werden.

BegĂŒnstigt wird ein Schwitzpilz durch starkes Schwitzen, enge Kleidung und eine dauerhaft feuchte Haut. Um Hautprobleme im Sommer zu vermeiden, sollten Hautfalten nach dem Duschen sorgfĂ€ltig abgetrocknet und atmungsaktive Textilien getragen werden. PTA sollten bei Verdacht auf einen Schwitzpilz auch nach Vorerkrankungen wie Diabetes oder einer erhöhten Schweißneigung fragen.

Schwitzpilz behandeln: Diese Tipps können PTA weitergeben

  • Hautfalten bei Schwitzpilz-Infektion: nach dem Duschen sorgfĂ€ltig trocknen – auch zwischen den Zehen und den Leisten
  • Lockere, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle im Sommer tragen und verschwitzte Kleidung zeitnah wechseln
  • Antimykotische Cremes oder Lösungen beim Schwitzpilz konsequent und ausreichend lange anwenden – auch ĂŒber das Abklingen der Beschwerden hinaus, sofern empfohlen
  • Bleibt das Hautproblem bestehen, sollte eine Ă€rztliche Untersuchung zur AbklĂ€rung vom Schwitzpilz schnell erfolgen.

Sonnenallergie: Polymorphe Lichtdermatose von Mallorca-Akne unterscheiden

Das hĂ€ufigste Hautproblem im Sommer ist die Sonnenallergie: So der umgangssprachliche Ausdruck fĂŒr die polymorphe Lichtdermatose, die meist nach den ersten intensiven Sonnenstunden des Jahres auftritt. Symptome bei Sonnenallergie sind stark juckende Papeln, BlĂ€schen oder gerötete Hautareale an sonnenexponierten Körperstellen wie DekolletĂ©, Armen oder Beinen.

Die Beschwerden treten nicht sofort auf, sondern hÀufig erst Stunden bis wenige Tage nach der UV-Belastung im Sommer. Wer an Sonnenallergie leidet, kann eine langsame Gewöhnung an die Sonne vornehmen und ein konsequenter UV-Schutz können das Hautproblem und das Risiko einer Lichtdermatose deutlich senken.

Mallorca-Akne: richtig einordnen!

Die Mallorca-Akne, die ebenfalls zu den typischen Hautproblemen im Sommer zĂ€hlt, ist von der polymorphen Lichtdermatose abzugrenzen. Durch das gleichzeitige Auftreten von UV-A-Strahlung, hauteigenem Talg und fetthaltigen Sonnenschutzprodukten wird diese begĂŒnstigt. Sie ist eine typische Reaktion der Haut auf intensive UV-Belastung.

Anders als ihr Name vermuten lĂ€sst, handelt es sich nicht um eine klassische Akne, sondern um ein anderes Hautproblem im Sommer – eine besondere Form der Lichtreaktion. Betroffen sind vor allem DekolletĂ©, Schultern, Oberarme und RĂŒcken. Klassische Symptome sind kleine, stark juckende Papeln oder Knötchen, die meist wenige Stunden bis Tage nach intensiver Sonneneinstrahlung auftreten und wie eine Sonnenallergie wirken können.

Viele Betroffene verwechseln im Sommer die Mallorca-Akne oder Sonnenallergie zunĂ€chst mit einfachen Hautproblemen wie gewöhnlichen Pickeln im Alltag. FĂŒr Sie ist deshalb eine gezielte Nachfrage im BeratungsgesprĂ€ch hilfreich. Wenn Beschwerden wie eine Sonnenallergie nach den ersten intensiven SonnenbĂ€dern wiederholt auftreten, spricht vieles fĂŒr diese unangenehme Hautreaktion.

Wie behandeln? Auf den richtigen Sonnenschutz kommt es an

Zur Vorbeugung eignen sich leichte, nicht komedogene Sonnenschutzprodukte mit hohem UV-Schutz. Fettreiche Cremes mit Emulgatoren sollten möglichst vermieden werden – wegen des zeitverzögernden Auftretens auch nach dem Sonnenbad. Um das Hautproblem in den Griff zu bekommen, ist eine langsame Gewöhnung der Haut an die Sonne im Sommer wĂŒnschenswert. LĂ€ngere Aufenthalte in der Mittagssonne sollten Sie Ihren Kund*innen raten zu vermeiden. Treten trotz dieser Maßnahmen wiederholt Hautreaktionen auf, kann es auch ein anderes Hauptproblem im Sommer sein.

Zur Vorbeugung kann eine rechtzeitig vor der Urlaubssaison begonnene Einnahme von Beta-Carotin bei manchen Menschen mit Hautproblemen die Haut auf die Sonneneinstrahlung im Sommer vorbereiten, ersetzt jedoch keinesfalls einen wirksamen Sonnenschutz. PTA sollten insbesondere bei Mallorca-Akne zu fett- und emulgatorfreien Sonnenschutzgelen, leichten Fluiden sowie Seren mit hohem Lichtschutzfaktor raten. Wenn die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage abklingen, sollte eine Àrztliche AbklÀrung in der dermatologischen Praxis erfolgen.

Das hilft bei Hautproblemen im Sommer

PTA können Betroffenen bei Hautproblemen im Sommer empfehlen, die Haut möglichst kĂŒhl und trocken zu halten, luftige Baumwollkleidung zu tragen und starkes Schwitzen zu reduzieren. KĂŒhlende Lotionen oder Gele können den Juckreiz zusĂ€tzlich lindern.

Diese 7 Tipps können Sie Ihren Kund*innen mitgeben

  • Tipp 1: Sonnenschutz tĂ€glich und großzĂŒgig auftragen
  • Tipp 2: Leichte, atmungsaktive Kleidung im Sommer bevorzugen
  • Tipp 3: Nach starkem Schwitzen duschen und die Haut gut abtrocknen
  • Tipp 4: Hautfalten trocken halten, um das Hautproblem fernzuhalten
  • Tipp 5: Nicht komedogene Sonnenpflege verwenden
  • Tipp 6: KĂŒhlende Gele oder Aloe-vera-Produkte können gereizte Haut beruhigen.
  • Tipp 7: Anhaltenden Juckreiz oder nĂ€ssende HautverĂ€nderungen Ă€rztlich abklĂ€ren lassen
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