Raum zum Atmen
ERNĂHRUNG BEI COPD: 6 TIPPS FĂR DEN ALLTAG MIT LUFTNOT
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Wer beim Essen körperliche Beschwerden erlebt, dem vergeht gerne mal der Appetit. Viele Betroffene der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD kennen das. Einer der GrĂŒnde: Sie haben ohnehin schon eine eingeschrĂ€nkte Atmung, die vom Kauen und Schlucken nochmals unterbrochen wird. Eine zusĂ€tzliche Belastung, erklĂ€rt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB). Viele Betroffene schildern, dass Essen bei Luftnot sehr anstrengend ist. Gerade deshalb spielt die ErnĂ€hrung bei COPD eine wichtige Rolle.
Dabei ist wichtig, dass Betroffene mit COPD gut und ausreichend essen. Ihr Energieverbrauch ist nÀmlich erhöht, weil Atmen sie mehr Kraft kostet. Weisen Sie Ihre Kund*innen mit COPD auf diese sechs Aspekte hin, die bei der ErnÀhrung COPD wichtig sein können.
Tipp 1: Essen bei Luftnot: Kleine Mahlzeiten erleichtern den Alltag
Empfehlen Sie Ihren Kund*innen mit COPD, statt drei groĂer Mahlzeiten am Tag fĂŒnf bis sechs kleinere Mahlzeiten zu essen. Dazu rĂ€t die Patientenorganisation COPD â Deutschland. GröĂere Mahlzeiten bedeuten nĂ€mlich oft mehr Luftnot beim Essen. Und: Sie nehmen mehr Raum im Magen ein, was der Lunge Platz wegnimmt. FĂŒr die ErnĂ€hrung bei COPD können kleinere Portionen deshalb eine sinnvolle UnterstĂŒtzung sein.
Tipp 2: Essen mit Luftnot: BlÀhende Lebensmittel vermeiden
Klagt Ihre Kundschaft nach bestimmten Lebensmitteln ĂŒber ein VöllegefĂŒhl oder einen BlĂ€hbauch, kann es sinnvoll sein, diese Lebensmittel zu meiden. Durch die Gasbildung im Verdauungstrakt erhöht sich nĂ€mlich der Druck auf das Zwerchfell â und damit auf die Lunge. Wer unter Luftnot beim Essen leidet, kann von dieser MaĂnahme profitieren.
Menschen mit COPD haben oft eine verringerte Muskelmasse. Damit der Körper nicht noch mehr davon abbaut, sollten ausreichend Proteine den Weg auf den Teller finden. SchlieĂlich sind Proteine der wichtigste Baustein der Muskulatur.
Raten Sie Ihren Kund*innen also, möglichst jede Mahlzeit mit einer EiweiĂquelle zu ergĂ€nzen â zum Beispiel Quark, Joghurt, HĂŒttenkĂ€se, Eier, Fisch, Fleisch, HĂŒlsenfrĂŒchte, Tofu oder NĂŒsse und Samen.
Proteine sind zwar ein wichtiger Bestandteil der ErnĂ€hrung bei COPD. Allerdings: ErnĂ€hrung allein baut keine Muskeln auf â dafĂŒr ist zusĂ€tzlich Bewegung erforderlich.
Tipp 4: Calcium: Knochen bei COPD gezielt unterstĂŒtzen
Menschen mit COPD haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr Osteoporose, also Knochenschwund. Entsprechend sollten sie unbedingt genug vom Knochenbaustein Calcium zu sich nehmen. Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder KĂ€se sowie calciumreiches Mineralwasser (ab 250 Milligramm Calcium pro Liter) können zur Calciumversorgung bei COPD beitragen. Calcium ist ein wichtiger Aspekt der ErnĂ€hrung bei COPD.
Tipp 5: Bei Untergewicht energiereich essen
Beim sogenannten Emphysem-Typ einer COPD verlieren Betroffene hÀufig ungewollt an Gewicht. Gegensteuern lÀsst sich, indem gezielt Lebensmittel auf dem Teller landen, die viel Energie und viele NÀhrstoffe liefern.
Beispiele sind Vollfett-Milchprodukte, Pflanzenöle, Avocado und NĂŒsse. Empfehlen Sie bei Kaubeschwerden gegebenenfalls Nussmus als Alternative zu ganzen NĂŒssen. Auch energiereiche Trinknahrungen können eine Option sein. FĂŒr die ErnĂ€hrung bei COPD kann dies ein wichtiger Baustein sein.
Das ist wichtig, damit sich der zĂ€he Schleim in den Atemwegen leichter löst â und besser abhusten lĂ€sst. Zwei Liter am Tag sind ein Richtwert, an dem sich Betroffene orientieren können â vorzugsweise stilles oder kohlensĂ€urearmes Wasser, ungesĂŒĂte Tees oder dĂŒnne Saftschorlen.
Quelle: dpa












