Fit für die Beratung | Riopan®
SOFORTHILFE WENN ES BRENNT
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Es muss oft schnell gehen im hektischen Alltag: Man greift dann schon mal zu fettigem Fast Food, Snacks und süßen Getränken. Was erst gut schmeckt, macht kurz darauf nicht selten Beschwerden. Es brennt im Hals; man stößt sauer auf. Sodbrennen, das Hauptsymptom des gastroösophagealen Reflux, gehört zu den häufigen Beschwerden im Alltag.
In Deutschland leiden etwa 25 Prozent der Menschen an leichten und 18 Prozent an mäßig bis schweren Refluxsymptomen.3,5 Laut Leitlinie finden sich zudem bei rund 30 Prozent der Betroffenen mit mäßig bis schweren Beschwerden erosive Schleimhautveränderungen der Speiseröhre.1
Wie kommt es zu Sodbrennen?
Die Auslöser von Sodbrennen können individuell sehr unterschiedlich sein. Viele Betroffene reagieren jedoch empfindlich auf große Mahlzeiten, die den Magen stark dehnen, auf fettreiche, stark saure oder süße Speisen. Auch scharf gewürztes Essen, Alkohol, Kaffee und Nicotin können Beschwerden begünstigen. Ebenso kann zu viel Stress im Alltag Sodbrennen fördern. Diese Gewohnheiten können dazu führen, dass der untere Ösophagussphinkter, der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr zuverlässig schließt. Dann steigt Magensaft in die Speiseröhre auf und reizt dort die Schleimhaut. Häufige Symptome sind ein aufsteigendes Brennen vom Oberbauch bis in den Brustraum und saures Aufstoßen. Sodbrennen kann aber auch im Zusammenhang mit säurebedingten Magenbeschwerden entstehen, bei denen der Magenschleimhautschutz nicht mehr vollständig und überall intakt ist und die Magenschleimhaut durch die Magensäure angegriffen und gereizt wird. In solchen Fällen kann es dann auch häufiger zu Symptomen wie Druck im Oberbauch, Übelkeit und Völlegefühl kommen, wobei diese Beschwerden nur ein Hinweis und leider nicht eindeutig sind. Gelangt Magensaft bis in den Rachenraum und reizt die Atemwege, berichten Betroffene auch über Heiserkeit und Hustenreiz. Erreicht die Säure immer wieder den Mundraum, kann sie auf Dauer auch den Zahnschmelz schädigen. Tritt Sodbrennen gelegentlich auf, etwa nach üppigem oder fettreichem Essen, ist das in der Regel noch kein Grund zur Sorge. Halten die Beschwerden jedoch an, werden sie stärker oder stören sie Schlaf und Alltag, kann eine gastroösophageale Ref luxkrankheit (GERD) vorliegen.
Chronische Beschwerden
Wird die Speiseröhre dauerhaft gereizt und geschädigt, kann es zu ernsthaften Komplikationen wie einer Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) oder Geschwüren kommen. In sehr seltenen Fällen entwickelt sich ein sogenannter Barret-Ösophagus, der mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden ist. Dabei reagiert der Körper auf die dauerhafte Säurebelastung, indem er die Zellen im unteren Bereich der Speiseröhre so verstärkt, dass sie widerstandsfähiger gegenüber der Säure werden.
Damit es erst gar nicht zu ernsthaften Erkrankungen kommt, achten Sie in der Beratung auf folgende Alarmsignale: Schmerzen beim Schlucken, häufiges Erbrechen ohne erkennbare Auslöser, Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust oder starke Schmerzen im Brustbereich. Um Beschwerden richtig einzuordnen, braucht es Ihre gezielte Beratung in der Apotheke: Manche Betroffenen brauchen vor allem schnelle Hilfe, andere eine weiterführende ärztliche Abklärung. Zur Behandlung chronischer Langzeitbeschwerden verordnet der Arzt oder die Ärztin häufig Protonenpumpenhemmer (PPI) wie Omeprazol oder Pantoprazol. Diese hemmen das Enzym H+/K+-ATPase, die Protonenpumpe, in den Belegzellen der Magenschleimhaut und senken so die Säureproduktion. Für die Akuttherapie eignen sich PPI jedoch nicht. Nach der Einnahme werden sie zunächst im Dünndarm resorbiert und erreichen erst dann über die Blutbahn ihren Wirkort in den Belegzellen. Deshalb lindern sie Beschwerden nicht sofort, sondern meist erst nach einigen Tagen. Der dauerhafte Langzeiteinsatz von PPI wird in der aktuellen GERD-Leitlinie kritisch gesehen. Für viele Betroffene stellt eine dauerhafte PPI-Therapie eine nicht notwendige Übertherapie dar.1 PPI haben weiterhin ihren Sinn, der Einsatz sollte jedoch in ärztlicher Hand liegen und die Notwendigkeit der Langzeiteinnahme regelmäßig überprüft werden. Gerade bei akutem Sodbrennen suchen Betroffene jedoch eine sofortige Lösung, die schnell wirkt und die Symptome rasch lindert. Leider ist es anhand der Symptome nicht möglich, einen reinen Reflux von Sodbrennen in Kombination mit säurebedingten Magenbeschwerden zu unterscheiden, da die verschiedenen Symptome hierfür unspezifisch sind. Schnell wirksame Mittel sowohl gegen Sodbrennen als auch säurebedingte Magenbeschwerden sind Antazida.
Riopan® Magengel: Stark & praktisch für den Alltag
- stärkster Säurebinder mit 45,2 mval pro Dosierung
- lindert akute Beschwerden rasch
- unterstützt eine anhaltende Entlastung durch ausgeprägten Depot-Effekt
- praktisch als Bedarfsmedikation bei akuten Beschwerden
Wichtig in der Beratung: Nach Symptomen, Dauer und Häufigkeit fragen. Liegen keine Alarmsignale oder Vorerkrankungen vor, empfehlen Sie Riopan® Magengel zur kurzzeitigen Anwendung.
Dosierung: 1 Beutel bei Bedarf, maximal 4 pro Tag, auch ohne Wasser einzunehmen, 2 Stunden Abstand zu anderen Arzneimitteln. Vorsicht bei Nierenfunktionsstörung
Schnelle Linderung mit Riopan® Magengel
Zur kurzzeitigen Behandlung von akutem Sodbrennen in Folge von Reflux mit oder ohne säurebedingte Magenbeschwerden eignet sich Riopan® Magengel besonders gut. Das Schichtgitterantazidum mit dem Wirkstoff Magaldrat ist der stärkste Säurebinder aller Antazida in Deutschland: Mit seiner Säurebindungskapazität von 45,2 mval pro Einmaldosis kann es deutlich mehr überschüssige Säure als andere Antazida binden. Zudem wirkt es besonders schnell: In-vitro-Daten zeigen, dass bereits nach 7 Sekunden der pH-Wert von 1 auf 3 angehoben werden konnte.4
Diese schnelle Bindung von Protonen ist eine stoffspezifische Eigenschaft des Wirkstoffs Magaldrat in Riopan®. Magaldrat ist ein Schichtgitterantazidum. Es besteht aus positiv geladenen Magnesium- Aluminium-Schichten und wasseraffinen Zwischenräumen mit negativ geladenen Hydroxid- und Sulfat-Ionen. Diese Zwischenschichten können bei niedrigen pH-Werten besonders schnell mit Protonen reagieren und so die Magensäure zügig neutralisieren. Das Besondere an Schichtgitterantazida ist dabei eine pH-Wert abhängige Löslichkeit. Die Säurebildung endet, sobald der pH-Wert circa 5 erreicht. Riopan® hebt den pH-Wert also gezielt an, ohne ihn über das therapeutisch sinnvolle Maß hinaus zu verschieben. Somit ist Riopan® besonders gut verträglich und auch der gefürchtete Säure-Rebound-Effekt bleibt aus. Ihre Kunden profitieren zudem von einer langanhaltenden Wirkung: Bei Schichtgitterantazida bildet nicht sofort verbrauchter Wirkstoff im Magen ein Depot in Höhe der noch verfügbaren Säurebindungskapazität. Dieses Depot schützt vor erneuten Säureschüben, sobald der Magen wieder Säure nachproduziert hat und der pH-Wert unter 3 zu sinken droht. Dann wird der Wirkstoff aktiviert und der pH-Wert wieder auf 5 angehoben.
Riopan® Magengel besitzt wegen der höchsten Säurebindungskapazität einen besonders ausgeprägten Depot- Effekt mit lang anhaltender Wirkung. Riopan® neutralisiert nicht nur überschüssige Magensäure, sondern es werden auch weitere reizende Inhaltsstoffe des Mageninhalts wie Gallensäuren, Pepsin und Lysolecithin abgefangen. Das entlastet die angegriffene Schleimhaut zusätzlich. Darüber hinaus wird durch Riopan® die Schutzfunktion und Selbstheilung der Schleimhaut gefördert. Der Wirkstoff stimuliert im Magen die Prostaglandinsynthese, wodurch die Schleimbildung angeregt wird.
Optimal für die Hausapotheke
Gerade bei typischen Akutbeschwerden eignet sich Riopan® Magengel damit gut als Bedarfsmedikation: Es bindet Säure rasch, wirkt kontrolliert, ohne die natürliche Verdauungsfunktion zu beeinträchtigen, und sorgt durch seinen Depot- Effekt für eine langanhaltende Linderung. Auch für die Haus- und Urlaubsapotheke kann Riopan® eine sinnvolle Ergänzung sein. Das Magengel ist in praktischen Portionsbeuteln zu je 10 ml erhältlich, die auch ohne Wasser unterwegs eingenommen werden können. Pro Beutel enthält das Magengel 1600 mg Magaldrat. Da es keinen Zucker enthält, ist es auch für Diabetiker geeignet. Auch Menschen mit Unverträglichkeiten können Sie Riopan® Magengel guten Gewissens empfehlen: Es ist frei von Lactose, Gluten und enthält keinen Alkohol. Da das Produkt vegan ist, können auch Persn0en mit einer veganen Lebensweise Riopan® bedenkenlos einnehmen. Riopan® Magengel überzeugt auch geschmacklich: Durch seinen Karamell- Sahne-Geschmack ist es sehr angenehm in der Anwendung.
Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen bei Bedarf einen Beutel ein. Die Tageshöchstdosis beträgt vier Beutel. Alternativ stehen auch Riopan® Magentabletten zur Verfügung. Die Kautabletten sind in den Geschmacksvarianten Sahne-Karamell und Mint in der Apotheke erhältlich und können gekaut oder gelutscht werden. Die Einnahme von Riopan® erfolgt immer mit einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden zu anderen Arzneimitteln, da Antazida die Resorption anderer Wirkstoffe beeinträchtigen können. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von zwei Wochen, raten Sie zur ärztlichen Abklärung.
Sodbrennen vorbeugen: Diese Alltagstipps können Sie geben
Leiden Ihre Kunden häufiger an Sodbrennen, lohnt es sich, die Ess- und Lebensgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und vorbeugende Maßnahmen zu empfehlen: Zu den anerkannt wirksamen Allgemeinmaßnahmen gehören Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Erhöhung des Kopfendes des Bettes und Meiden später Mahlzeiten bei nächtlichem Reflux, Zwerchfelltraining, Rauchstopp und eine individualisierte Ernährungsberatung.1 Nicht alle Betroffenen reagieren auf dieselben Speisen oder Getränke. Deshalb kann es hilfreich sein, persönliche Trigger zu erkennen und möglichst zu meiden. In der Ernährungsberatung erfahren Betroffene zum Beispiel, wie einzelne Lebensmittel Beschwerden beeinflussen und bekommen Strategien an die Hand, wie sie gut verträgliche Lebensmittel gezielt in die Ernährung einbauen können. Unabhängig davon, halten es die Leitlinienautoren für sinnvoll, Fett und Zucker zu reduzieren und mehr Ballaststoffe in den Speiseplan aufzunehmen.1
Quellen
1 Madisch, A., Koop, H., Wielke, S., Leers, J., Lorenz, P., Lynen Jansen, P., Pech, O., Schilling, D., & Labenz, J. (2023). S2K-Leitlinie gastroösophageale Refluxkrankheit und eosinophile Ösophagitis der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). AMWF Online. register.awmf.org/assets/guidelines/021-013l_S2k_Gastrooesophageale-Refluxkrankheit-eosinophile_Oesophagitis_2023-09.pdf
2 Lammert, F., Lynen, P., Lerch, M. M., & Wedemeyer, H. (2023). Weissbuch Gastroenterologie 2023/24. doi.org/10.1515/9783110984330
3 Labenz, J., & Labenz, C. (2016). Prävalenz und natürlicher Verlauf der gastroösophagealen Refluxkrankheit. Der Gastroenterologe, 11(2), 102–109. doi.org/10.1007/s11377-016- 0045-0
4 InvitroAnalyse, durchgeführt vom unabhängigen Labor L&S, Bad Bocklet (2005)
5 Nocon, M., Keil, T., & Willich, S. N. (2006). Prevalence and sociodemographics of reflux symptoms in Germany – results from a national survey. Alimentary Pharmacology & Therapeutics, 23(11), 1601–1605. doi.org/10.1111/j.1365-2036.2006.02924.x
RIOPAN® Magen Gel 1600 mg Gel zum Einnehmen
RIOPAN® Magen Tabletten 800 mg Kautabletten
RIOPAN® Magen Tabletten Mint 800 mg Kautabletten
Wirkstoff: Magaldrat Zus.: RIOPAN Magen Gel: 1 Beutel zu 10 ml enth. 1600 mg wasserfreies Magaldrat. Sonst. Bestandt.: Silbersulfat, Chlorhexidindigluconat, Arabisches Gummi, Hypromellose, Natriumcyclamat, Simethicon-Emulsion, Karamell-Aroma, Sahne-Aroma, flüssig, 3-Hydroxy-2-methyl-pyran-4-on (Maltol), gereinigtes Wasser. RIOPAN Magen Tabletten: 1 Kautablette enth. 800 mg wasserfreies Magaldrat. Sonst. Bestandt.: Sorbitol, Macrogol 4000, Calciumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], 3-Hydroxy-2-methylpyran- 4-on (Maltol), Karamell-Aroma, Sahne-Aroma. RIOPAN Magen Tabletten Mint 800 mg Kautabletten: 1 Kautablette enth. 800 mg wasserfreies Magaldrat. Sonst. Bestandt.: Sorbitol, Macrogol 4000, Calciumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], 3-Hydroxy-2-methyl-pyran-4-on (Maltol), Krauseminzaroma, Menthol-Aroma, Aroma, Maltodextrin, Gummi arabicum (E 414), Propylenglycol (E 1520). Anw.: Sodbrennen u. säurebedingte Magenbeschwerden; symptomatische Behandlung von Magen- u. Zwölffingerdarmge-schwüren. Gegenanz.: RIOPAN Magen Gel, RIOPAN Magen Tabletten: Überempfindlichkeit gg. Magaldrat od. einen der sonstigen Bestandteile. RIOPAN Magen Tabletten Mint 800 mg Kautabletten: Überempfindlichkeit gg. Magaldrat, Menthol od. einen der sonstigen Bestandteile. Nebenw.: Sehr häufig: weicher Stuhl; sehr selten: Diarrhoe, Aluminium- und Magnesiumintoxikation bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Langzeitanwendung (Sympto-me sind z.B. Hautrötung, Durst, Hypotonie, Schläfrigkeit, Verlust der Sehnenreflexe durch neuromuskuläre Blockade, Schwäche, Atemdepression, Herzrhythmusstörungen, Koma und Herzstillstand); nicht bekannt: Abdominalschmerzen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Hypophosphatämie, Nierenrachitis, Osteomalazie (als Folge einer Aluminium- und/oder Magnesiumintoxikation), Neurotoxizität, Enzephalopathie (aufgrund der Einlagerung von Aluminium in das Zentralnervensystem) bei Langzeitanwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. RIOPAN Magen Tab-letten Mint 800 mg Kautabletten zusätzlich: Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Menthol Über-empfindlichkeitsreaktionen (einschl. Atemnot) ausgelöst werden. Warnhinw.: RIOPAN Magen Tabletten enthalten Sorbitol. RIOPAN Magen Tabletten Mint 800 mg Kautabletten enthalten Sorbitol und Menthol. Packungsbeilage be-achten. Stand: 10/2025 DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin












