Östrogenmangel
AMENORRHOE BEIM SPORT: WENN INTENSIVES TRAINING DIE PERIODE STOPPEN KANN
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Bleibt die Periode aus, steckt nicht immer eine Schwangerschaft dahinter. Die Einnahme bestimmter Medikamente oder der Pille können Gründe sein, aber auch Stress – oder intensives sportliches Training. Wenn die Periode durch Sport ausbleibt, wirkt das zunächst für manche Betroffene sogar praktisch. Doch Fachleute warnen davor, eine Amenorrhoe durch Sport zu unterschätzen.
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) appelliert, das sportbedingte Ausbleiben der Menstruation ernst zu nehmen. Denn eine Amenorrhoe durch Sport zeigt häufig, dass dem Körper Energie fehlt und ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt entsteht.
Periode bleibt aus durch Sport: Körper schaltet in den Sparmodus
Wenn die Periode durch Sport ausbleibt, hat das meist einen klaren Hintergrund: Der Körper verbraucht mehr Energie, als er über Nahrung aufnimmt. Bei einer Amenorrhoe durch Sport reagiert der Organismus mit einem Energiesparmodus. Funktionen, die nicht lebensnotwendig sind – etwa die Menstruation – werden heruntergefahren.
Laut DGE sind besonders sportlich sehr aktive junge Frauen von einer sportassoziierten Amenorrhö betroffen. Diese Form der sportassoziierten Amenorrhö tritt nicht nur bei Leistungssportlerinnen auf, sondern zunehmend auch bei ambitionierten Freizeitsportlerinnen. Chronischer körperlicher und mentaler Stress kann die sportassoziierte Amenorrhö zusätzlich verstärken.
Laut DGE sind besonders sportlich sehr aktive junge Frauen von einer sportassoziierten Amenorrhö betroffen.
Von einer Amenorrhö spricht man, wenn die Monatsblutung nach drei Monaten bei zuvor regelmäßiger Blutung oder nach sechs Monaten bei zuvor unregelmäßiger Blutung ausbleibt.
Gerade wenn die Periode durch Sport ausbleibt, sollten Betroffene aufmerksam werden.
Frauengesundheit im Fokus:
Sportassoziierte Amenorrhö: Risiken für Knochen und Gesundheit
Eine Amenorrhoe beim Sport ist kein harmloser Nebeneffekt intensiven Trainings. Durch die sportassoziierte Amenorrhö sinkt häufig der Hormonspiegel, insbesondere das Östrogen. Dadurch kann langfristig ein Östrogenmangel bei Frauen entstehen, der weit über den Zyklus hinaus Folgen hat.
Ein Östrogenmangel bei Frauen kann die Knochengesundheit beeinträchtigen, das Risiko für Knochenbrüche erhöhen und Osteoporose begünstigen. Auch Herz-Kreislauf-Probleme können durch einen Östrogenmangel bei Frauen häufiger auftreten.
Zusätzlich berichten Betroffene bei Amenorrhoe durch Sport häufiger über Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen.
Durch die sportassoziierte Amenorrhö sinkt häufig der Hormonspiegel, insbesondere das Östrogen
Östrogenmangel bei Frauen: Was Betroffene tun können
Die DGE rät, ärztlichen Rat einzuholen, wenn die durch Sport Periode ausbleibt und länger als drei Monate keine Menstruation auftritt. Treten zusätzlich Beschwerden wie häufige Verletzungen, Knochenbrüche oder starke Erschöpfung auf, sollte besonders schnell gehandelt werden. In manchen Fällen wird bei Amenorrhoe durch Sport eine Hormontherapie eingesetzt. Wichtiger ist jedoch, die Ursache zu beheben. Bei einer sportassoziierten Amenorrhö liegt häufig ein Energiedefizit vor.
Wer viel trainiert, sollte deshalb auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten. Wenn die Periode bleibt aus durch Sport, kann das ein deutliches Zeichen sein, dass der Körper mehr Energie benötigt.
„In manchen Fällen wird bei Amenorrhoe beim Sport eine Hormontherapie eingesetzt.“
Außerdem empfehlen Fachleute, den Trainingsumfang zu überprüfen. Weniger intensive Einheiten, zusätzliche Regenerationstage und eine ausgewogene Ernährung können helfen, eine Amenorrhoe durch Sport zu vermeiden und einen möglichen Östrogenmangel bei Frauen zu verhindern.
Quelle: dpa












