Gesunde Gewohnheiten
DIESE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DAS BRUSTKREBSRISIKO
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Dass eine gesunde Lebensweise auch das Brustkrebsrisiko beeinflussen kann, ist bei weitem keine neue Erkenntnis. Zum ersten Mal aber fassen Zahlen zusammen, wie groà der Anteil an beeinflussbaren Risikofaktoren tatsÀchlich ist.
Fachleute aus den USA sehen in den Erkenntnissen groĂes Potenzial fĂŒr die Zukunft. Allerdings warnen sie auch: Bis 2050 dĂŒrfte die Zahl der Neuerkrankungen weiter steigen. Vermeidbare Risikofaktoren sollten also im Fokus der Gesundheitspolitik stehen.
Brustkrebsrisiko senken durch Lebensstil
Wie hoch das individuelle Brustkrebsrisiko einer Frau ist, hat viele Einflussfaktoren. Ein Team um Dr. Lisa Force von der University of Washington in Seattle, USA, hat sich die Zahlen fĂŒr das Jahr 2023 genau angesehen. Rund 2,3 Millionen Frauen erhielten die Diagnose, 764000 starben.
Daraus konnten Force und ihr Team errechnen, dass durch eine Neuerkrankung oder frĂŒhzeitigen Tod durch Brustkrebs rund 24 Millionen gesunde Lebensjahre verloren gingen.
28 Prozent dieser verlorenen Lebensjahre konnten auf nur sechs vermeidbare Faktoren zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Diese Faktoren beeinflussen das Brustkrebsrisiko in unterschiedlichem MaĂe. 2023 fĂŒhrten sie zu deutlichem Verlust an gesunden Lebensjahren:
- Verzehr von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Ziege, Schaf): 11 %
- Rauchen oder Passivrauchen: 8 %
- Hoher Blutzuckerspiegel: 6 %
- Hoher Body-Mass-Index (Ăbergewicht): 4 %
- Hoher Alkoholkonsum: 2 %
- Bewegungsmangel: 2 %
Wissenswertes zu Krebserkrankungen:
Brustkrebs: vermeidbare Auslöser angehen
FĂŒr Brustkrebs sind neben dem Lebensstil noch andere Auslöser bekannt. So besteht etwa ein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch genetische EinflĂŒsse oder andere, nicht beeinflussbare Faktoren.
Eine gesunde Lebensweise hilft den Studienautoren zufolge aber, den Verlust an gesunden Lebensjahren zu verringern.
Zwischen 1990 und 2023 sank die durch Brustkrebs verursachte Krankheitslast, die auf die Auslöser Alkoholkonsum und Rauchen zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann. FĂŒr die anderen EinflĂŒsse auf das Brustkrebsrisiko lassen sich solche Tendenzen aber nicht erkennen, warnen die Studienautoren.
Politik auf PrÀvention ausrichten
Sie sehen in ihren Erkenntnissen zum Brustkrebsrisiko Potenzial fĂŒr die kĂŒnftige erfolgreiche Vorbeugung. So können die Gesundheitspolitik gezielter ausgerichtet und die Beratung Einzelner verbessert werden. Bis 2050 erwarten die Forschenden einen weiteren Anstieg der Neuerkrankungen.
Jeder gĂŒnstige Einfluss auf das Brustkrebsrisiko von Frauen kann also helfen, Leben zu retten.
Quellen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/diese-sechs-risikofaktoren-sind-vermeidbar-163232/
Bhangdia K, May M, Kocarnik J et al.: âGlobal, regional, and national burden of breast cancer among females, 1990â2023, with forecasts to 2050: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2023â, The Lancet Oncology, MĂ€rz 2026. https://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(25)00730-2/abstract












