Menopause
WECHSELJAHRE UND HORMONE: WANN EINE HORMONTHERAPIE WIRKLICH SINNVOLL IST
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Derzeit sind in Deutschland etwa neun Millionen Frauen in den Wechseljahren, wie es von der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG) heiĂt.
Viele von ihnen beschĂ€ftigen sich mit der Frage, ob eine Hormontherapie wĂ€hrend der Wechseljahre sinnvoll ist â vor allem bei stark ausgeprĂ€gten Symptomen der Wechseljahre.
Symptome Wechseljahre: individuell, vielfÀltig und oft unterschÀtzt
âDie meisten Frauen denken, dass sie noch keine Wechseljahressymptome haben, solange ihre Periode halbwegs pĂŒnktlich kommtâ,
sagt DMG-PrÀsidentin Katrin Schaudig. Doch bereits erste ZyklusverÀnderungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen können auf den Beginn der Wechseljahre hinweisen. Solche Symptome der Wechseljahre zeigen sich oft schon mit Ende 30 oder Anfang 40.
In jeder Phase der hormonellen Umstellung treten Wechseljahressymptome sehr unterschiedlich auf. Manche Frauen leiden stark, andere kaum. Besonders belastend sind anhaltende Hitzewallungen oder stÀndige Schlafprobleme. Dann kann eine Hormontherapie wÀhrend der Wechseljahre hilfreich sein, um die LebensqualitÀt zu verbessern.
Aktuelles zu den Wechseljahren:
Ăstrogene wĂ€hrend der Wechseljahre: entscheidender Einfluss auf Beschwerden
Ein zentrales Thema in den Wechseljahren ist der RĂŒckgang der Ăstrogene. Der sinkende Ăstrogenspiegel verursacht viele der typischen Beschwerden, darunter Hitzewallungen, trockene SchleimhĂ€ute und Schlafstörungen. Gerade diese Ăstrogene wĂ€hrend der Wechseljahre stehen im Mittelpunkt der Behandlung mit einer Hormontherapie Wechseljahre.
âWenn erhebliche Wechseljahressymptome vorhanden sind, ist mit pflanzlichen Mitteln aber nicht viel zu bewirkenâ,
betont Ortmann. In diesen FĂ€llen kann die gezielte Gabe von Ăstrogenen helfen, die Symptome wĂ€hrend der Wechseljahre zu lindern. Kombiniert mit Progesteron â zum Schutz der GebĂ€rmutterschleimhaut â ergibt sich eine effektive Hormontherapie.
Die transdermale Aufnahme von Ăstrogene wĂ€hrend der Wechseljahre â ĂŒber Pflaster, Gel oder Spray â hat den Vorteil, dass die Leber umgangen wird. Dies senkt das Risiko fĂŒr Thrombosen und SchlaganfĂ€lle. Deshalb bevorzugen viele FachĂ€rztinnen und FachĂ€rzte in den Wechseljahren diese Form der Hormontherapie.
Bioidentische Hormone: natĂŒrlich gleich â aber nicht risikofrei
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass bioidentische Hormone harmloser seien als andere PrĂ€parate. Zwar entsprechen bioidentische Hormone strukturell den körpereigenen Ăstrogenen, doch auch sie können Risiken bergen â vor allem bei falscher Anwendung. Auch mit bioidentischen Hormonen ist eine Ă€rztlich ĂŒberwachte Hormontherapie wĂ€hrend der Wechseljahre unbedingt erforderlich.
Im Gegensatz dazu stehen equine Ăstrogene, die aus Stutenurin gewonnen werden. Diese unterscheiden sich strukturell, gelten aber bei gleichem Einnahmeweg als Ă€hnlich sicher oder riskant wie bioidentische Hormone. Auch hier ist entscheidend, wie die Hormontherapie innerhalb der Wechseljahre verabreicht wird â transdermal oder oral.
Langfristig kann eine individuell abgestimmte Hormontherapie die LebensqualitĂ€t wĂ€hrend der Wechseljahre verbessern, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten mĂŒssen â sofern Indikation, Dauer und Art der Hormone (einschlieĂlich bioidentische Hormone) sorgfĂ€ltig gewĂ€hlt werden.
Quelle: dpa












