Vitamine und Co.
WANN SIND NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL WIRKLICH SINNVOLL?
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Nahrungsergänzungsmittel verbinden Konsumenten oft mit besserer Nährstoff-Versorgung, erhöhter Leistungsfähigkeit oder besonderer Gesundheitsvorsorge. Auch das Thema Longevity, also Lebensverlängerung, spielt eine Rolle.
Die Forschung spaltet sich. Während Nahrungsergänzungsmittel in manchen Situationen sinnvoll sein können, sehen Studien in anderen Bereichen keinen Nutzen. Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel wirklich und wann sollte man sie einsetzen?
Nahrungsergänzungsmittel sind ein Massenmarkt
Dass Nahrungsergänzungsmittel so beliebt sind, hat verschiedene Ursachen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, eine alternde Bevölkerung und die wachsende Popularität von vorbeugenden Gesundheitsstrategien zählen dazu. In den Industrieländern herrscht eine grundsätzlich gute Nährstoffversorgung. Braucht man da wirklich noch Zusätze?
Jein, sagt die Forschung. Manche Menschen, etwa wenn sie stark belastet sind oder Mängel aufweisen, können von gezielter Nahrungsergänzung durchaus profitieren. Supplemente ersetzen aber keinesfalls eine ausgewogene Ernährung. Trotzdem wächst die Nachfrage nach Vitaminen, Mineralstoffen und Sporternährungsprodukten kontinuierlich.
Nährstoffe sollten ausgewählt werden
Zahlreiche Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe spielen zentrale Rollen in unserem Körper. Sie arbeiten als Cofaktoren in Enzymen und unterstützen im Energie- und Knochenhaushalt, bei der Hormonproduktion und beim Sauerstofftransport sowie im Immunsystem.
Die meisten Menschen in den Industrieländern sind gut mit Nährstoffen versorgt. Epidemiologische Studien zeigen aber, dass einzelne Defizite relativ häufig vorkommen. Das Gesundheitsmonitoring des Robert-Koch-Institutes etwa zeigt: Rund 30 Prozent der erwachsenen Deutschen sind unterversorgt mit Vitamin D, also weisen Serumkonzentrationen von unter 30 Nanomol pro Liter auf.
Diese Personen profitieren von einer gezielten Nahrungsergänzung, denn nur 38 Prozent der Deutschen schaffen es, ihren Bedarf an Vitamin D zu decken.
Vitamin D ist wichtig im Knochenstoffwechsel, im Immunsystem, den Muskeln und für die Gefäßgesundheit.
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Nahrungsergänzung für Sportler und bei Mängeln sinnvoll
Nahrungsergänzungsmittel können auch sinnvoll sein, wenn der Körper großen Belastungen ausgesetzt wird. Im Sport zum Beispiel sind Supplemente weit verbreitet. Das Ziel der Nahrungsergänzungsmittel: Verbesserung der Regeneration und Leistungsfähigkeit und Ausgleich des durch die Belastung erhöhten Bedarfs.
Für Sportler können Nahrungsergänzungsmittel mit Kreatin sinnvoll sein. Der Stoff unterstützt die Leistungsfähigkeit bei kurzen, starken Belastungen und sein Einsatz ist gut untersucht.
Auch der Bedarf an Eisen oder Vitamin D kann durch intensives Training steigen und durch eine Nahrungsergänzung gedeckt werden. Das Internationale Olympische Komitee warnt aber: Nahrungsergänzungsmittel können keine ausgewogene Ernährung ersetzen, sondern, wie der Name sagt, bestenfalls ergänzen.
Das richtige Mittel finden
Nahrungsergänzungsmittel sollten also sinnvoll eingesetzt werden, am besten evidenzbasiert und nach individueller Diagnostik. Wer sich über die genauen Effekte informieren will, sollte auf hochwertige, randomisierte und kontrollierte Studien Wert legen. Und Werbeversprechen hinterfragen.
Bei nachgewiesenem Mangel, Risikogruppen und im Leistungssport ergänzen die Produkte die Ernährung und füllen individuelle Defizite wieder auf. Der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln hängt also stark vom jeweiligen Einsatz ab. Und eine ausgewogene Ernährung bildet die unverzichtbare Basis.
Quelle: Bild der Wissenschaft












