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BLUTHOCHDRUCK IN DEN WECHSELJAHREN: WARUM DER BLUTDRUCK PLÖTZLICH STEIGT
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Durch die Wechseljahre verändert sich vieles im Körper. Und manchmal kommen gesundheitliche Probleme dazu, die vorher gar kein Thema waren. Ein Beispiel: In der Menopause verdoppelt sich das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln, heißt es von der Deutschen Herzstiftung.
Bluthochdruck in den Wechseljahren ist damit kein Randphänomen, sondern ein relevantes Gesundheitsrisiko.
Bluthochdruck in der Menopause: Warum der Blutdruck steigt
Was lässt den Blutdruck in der Menopause ansteigen? Das hat vor allem damit zu tun, dass der Östrogenspiegel in dieser Phase absinkt – und damit auch die schützenden Auswirkungen dieses Hormons abhandenkommen. Bluthochdruck in der Menopause steht somit in engem Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen.
So hilft Östrogen dabei, die Gefäße elastisch zu halten, wodurch das Herz weniger Kraft aufbringen muss, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten. Insgesamt wirkt das Hormon blutdrucksenkend und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fehlt dieser Effekt, steigt das Risiko für Bluthochdruck in der Menopause deutlich an.
Zugleich steigt in den Wechseljahren der Testosteronspiegel an. Das kann dazu führen, dass Frauen verstärkt in der Bauchregion Fett einlagern.
Dieses Fett kann laut der Deutschen Herzstiftung selbst Hormone produzieren, die
- erstens den Blutdruck ansteigen lassen und
- zweitens den Appetit anregen und dadurch Übergewicht begünstigen können – ein weiterer Risikofaktor für Bluthochdruck in der Menopause.
Bluthochdruck in der Menopause steht somit in engem Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen.
Wechseljahre und Blutdruck: Typische Begleitfaktoren
Auch Stress und Schlafstörungen erhöhen das Risiko, dass sich ein Bluthochdruck entwickelt. Beides sind für viele Frauen typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Wechseljahre und Blutdruck sind deshalb nicht nur hormonell bedingt, sondern wird auch durch Lebensstil und psychische Belastungen beeinflusst.
Tückisch: Bluthochdruck verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Er zahlt in dieser Zeit aber bereits auf das Risiko ein, eines Tages
- einen Herzinfarkt,
- eine Herzschwäche oder
- einen Schlaganfall
zu erleiden. Gerade beim Thema Wechseljahre und Blutdruck ist es daher wichtig, frühzeitig aufmerksam zu sein.
„Frauen sollten deshalb wachsam für ihren Blutdruck sein und ihn regelmäßig beim Arzt messen lassen oder ihn selbst messen“,
rät Professor Christiane Tiefenbacher, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung.
Ein guter Anfang: Wenn man ohnehin beim Gynäkologen oder bei der Hausärztin ist, nach einer Blutdruckmessung fragen – wenn das Praxispersonal nicht von sich aus die Manschette anlegt. So lassen sich Wechseljahre und Blutdruck besser im Blick behalten.
Frauen im Fokus:
Bluthochdruck bei Frauen früh erkennen
Sinnvoll ist der Deutschen Herzstiftung zufolge auch, den Vorsorge-Check-up in der Hausarztpraxis in Anspruch zu nehmen. Wer gesetzlich versichert ist, hat ab einem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre Anspruch darauf.
Bei dem Termin werden
- Blutdruck,
- Blutzucker,
- Blutfette (Cholesterin) und
- Körpergewicht kontrolliert.
„Dadurch lassen sich unerkannte Risikokrankheiten für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche aufdecken“, so Tiefenbacher. Gerade Bluthochdruck bei Frauen bleibt sonst häufig lange unbemerkt – auch während der Wechseljahre.
Bluthochdruck bei Frauen: Was das Herz schützt
Gesunde Lebensgewohnheiten aufbauen: Frauen, die dieses Ziel verfolgen, kommen nicht nur besser durch die Wechseljahre, sondern tun auch ihrem Herzen Gutes. Für Bluthochdruck bei Frauen spielen diese Faktoren eine zentrale Rolle:
- Regelmäßige Bewegung: Ideal ist Ausdauerbewegung wie schnelles Gehen, Radfahren oder Schwimmen, am besten an fünf Tagen pro Woche für mindestens 30 Minuten. Das kann helfen, Bluthochdruck in den Wechseljahren positiv zu beeinflussen.
- Ausgewogene Ernährung: „Mediterran“ lautet hier das Stichwort – viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, wenig Fleisch, dafür eher Fisch. Plus: Beim Würzen eher auf Kräuter als auf Salz setzen. Auch das wirkt sich günstig auf Bluthochdruck bei Frauen aus.
- Entspannung fördern: Stress lässt den Blutdruck ansteigen. Wichtig also: Inseln der Ruhe in den Alltag einbauen. Entspannungstechniken von Yoga bis hin zur progressiven Muskelentspannung können den Bluthochdruck in den Wechseljahren senken helfen.
Ebenfalls wichtig: Übergewicht vermeiden sowie auf Rauchen und Alkohol verzichten. Und es lohnt auch, am eigenen Schlaf anzusetzen. Vermiesen Schweißausbrüche und Hitzewallungen Frauen die Nächte, sollten sie das Thema bei Arzt oder Ärztin ansprechen.
Oft gibt es Möglichkeiten, diese Beschwerden zu lindern – und damit auch Bluthochdruck in den Wechseljahren günstiger zu beeinflussen.
Quelle: dpa












