Neurologie
RESTLESS LEGS SYNDROM IM FOKUS DER BEHANDLUNG
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Viele Betroffene schildern unruhige Beine, vor allem abends oder nachts, verbunden mit unangenehmen Schlafstörungen. Für PTA ist es daher wichtig, die Hintergründe des Restless Legs Syndroms zu kennen, Symptome richtig einzuordnen und sinnvolle Empfehlungen hinsichtlich der Behandlung zu geben. Eine fachlich versierte Beratung kann das Vertrauen der Kund*innen stärken und ihre Lebensqualität verbessern. Zudem unterstützt ist es Aufgabe der PTA, Grenzen der Selbstmedikation bei Restless Legs Syndrom zu erkennen und auf eine ärztliche Abklärung hinzuweisen.
Die Behandlung des Restless-Legs-Syndroms beruht auf mehreren Säulen. Neben den verordneten Medikamenten spielen auch Lebensstil, Schlafhygiene und Ernährung eine zentrale Rolle. Mit Ihrem fachlichen Know-how geben Sie Betroffenen Sicherheit. Genau hier können Sie aktiv beraten – indem Sie verständlich aufklären und wertvolle Tipps für den Alltag mitgeben.
Definition des Restless Legs Syndroms: ganz einfach erklärt!
Die Definition des Restless Legs Syndroms lautet wie folgt: Das Restless Legs Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, bei der ein nicht kontrollierbarer Bewegungsdrang der Beine und unangenehme Missempfindungen auftreten. Typisch: In Ruhe nehmen die Beschwerden zu.
Wenn Betroffene sich bewegen – sei es beim Laufen, Rennen oder einfach beim Umhergehen – bessern sich die Symptome oft kurzfristig. Das Restless Legs Syndrom ist chronisch, in ihrer Ausprägung jedoch sehr unterschiedlich und braucht spezielle Behandlung.
Restless Legs Syndrom an bestimmten Symptomen erkennen
Zu den klassischen Symptomen des Restless Legs Syndroms zählen Kribbeln, Ziehen, Brennen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Beinen. Die Betroffenen haben das Bedürfnis, ständig die Beine zu bewegen. Die Beschwerden werden in Ruhe meistens schlimmer.
Viele berichten zusätzlich über Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Wer unter dem Restless Legs Syndrom leidet, fühlt sich am nächsten Tag oft müde und weniger leistungsfähig bei der Arbeit oder im Alltag.
Für PTA ist es gut zu wissen: Die Symptome treten überwiegend früh am Abend oder nachts auf – ein entscheidender Hinweis, auf den Sie achten sollten.
Die Ursachen des Restless Legs Syndroms sind vielfältig
Unruhige Beine entstehen vermutlich durch eine gestörte Signalübertragung im Nervensystem, darauf verweist Dr. Anna Heidbreder hin. Die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind unbekannt, aber es gibt viele Faktoren, die eine Rolle spielen können. zum Beispiel sind Eisenwerte und der Neurotransmitter Dopamin von Bedeutung.
Beide Substanzen beeinflussen die Reizweiterleitung in den Nervenzellen. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn und steuert Bewegungsabläufe. Ist seine Wirkung gestört, können ungesteuerte Bewegungsimpulse entstehen. Eisen ist für die Bildung von Dopamin verantwortlich und ein Mangel kann die Signalübertragung im Nervensystem stören – und das führt zu den typischen Beschwerden des Restless Legs Syndroms.
Auch Schwangerschaft, Nierenerkrankungen oder bestimmte Arzneimittel können Beschwerden auslösen oder verstärken.
Zur Ruhe kommen:
Restless Legs Syndrom: Ernährung – oft unterschätzt
Die Ernährung kann bei der Behandlung des Restless Legs Syndrom Beschwerden lindern. Magnesium sowie die Vitamine C, E und B stärken die Nervenfunktion. Raten Sie Kund*innen möglichst, Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden – diese können die Symptome verschlimmern. Weisen Sie auf Eisen und Folsäure als wichtige Nährstoffe hin.
Informieren Sie Kund*innen gezielt zu Nahrungsergänzungsmitteln bei der Behandlung des Restless Legs Syndrom. Dabei sollten Sie immer auf mögliche Wechselwirkungen und die individuellen Bedürfnisse achten. Bestimmte Ratschläge bei der Schlafhygiene können hilfreich sein. Treten Beschwerden plötzlich sehr stark oder zusammen mit anderen Symptomen auf, sollten Sie zu einem zeitnahen Arztbesuch raten.
Diese 5 Tipps können Sie ergänzend zur Behandlung weitergeben:
Tipp 1: Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten
Tipp 2: Abends auf Kaffee, Energydrinks und Alkohol verzichten
Tipp 3: Leichte Bewegung oder Dehnen vor dem Schlafengehen können beim Restless Legs Syndrom Schmerzen verringern.
Tipp 4: Eisenwert regelmäßig beim Arzt/Ärztin überprüfen
Tipp 5: Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll einnehmen
Diagnose des Restless Legs Syndroms: Abklärung ist entscheidend
Die Restless-Legs-Syndrom-Diagnose erfolgt ärztlich anhand der typischen Symptome. Laboruntersuchungen, besonders zur Bestimmung des Eisenwertes, sind entscheidend. Für die Behandlung des Restless Legs Syndroms gilt: Eine ärztliche Abklärung ist unerlässlich, insbesondere bei starken oder neu auftretenden Beschwerden.
Das Restless Legs Syndrom ist mehr als nur ein harmloses Zappeln – ohne Behandlung kann es die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Fazit
Bei der Behandlung des Restless Legs Syndroms braucht es Geduld, fachliche Sicherheit und gute Zusammenarbeit zwischen PTA und Ärzt*innen. Mit Ihrem Wissen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Ernährung beraten Sie Ihre Kund*innen gezielt und helfen damit, ihre Lebensqualität zu steigern – einfühlsam und alltagsnah.
Quellen:
https://www.restless-legs.org/restless-legs/alltag/ernaehrung
https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/restless-legs-syndrom-rls-unruhige-beine-1032377.html
https://ada.com/de/conditions/restless-legs-syndrome/











