Aromatherapie
AROMA-DIFFUSER REINIGEN: SO VERMEIDEN WIR KEIME IN DER LUFT
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Ein angenehmer Duft in der Wohnung, bessere Laune oder freies Durchatmen trotz Erkältung – das versprechen Aroma-Diffuser. Doch wer nicht daran denkt, seinen Aroma-Diffuser regelmäßig zu reinigen, riskiert die Verbreitung von Keimen und Pilzen.
Was es bei der Anwendung von Aroma-Diffusern zu beachten gibt, welche ätherischen Öle Sie bei welchen Beschwerden empfehlen können und wie Ihre Kund*innen sie richtig nutzen, schauen wir uns jetzt an.
Wie funktioniert ein Aroma-Diffuser?
Wasserbasierte Aroma-Diffuser arbeiten mit Ultraschallwellen. Sie vermengen ätherische Öle mit Wasser und geben diese Mischung als feinen Nebel an die Raumluft ab. Im Gegensatz zu sogenannten Direktverneblern, die ohne Wasser auskommen, können diese Geräte zusätzlich etwas Feuchtigkeit in die trockene Winter–Heizungsluft bringen.
Das macht sie besonders beliebt – birgt aber auch Risiken, wenn Ihre Kund*innen den Aroma-Diffuser nicht regelmäßig reinigen.
Keime in Luftbefeuchtern: Ein unterschätztes Risiko
In Tank und System der Geräte bleibt häufig Restflüssigkeit zurück – selbst, wenn sie nicht in Betrieb sind. Darauf weist die Aktion Das sichere Haus (DSH) hin. In diesem abgestandenen Wasser können sich Keime wie etwa Pilze ansiedeln.
Laut dem Mediziner Peter Kardos ist das „hygienisch und gesundheitlich bedenklich“, wie er gegenüber der DSH sagte. Keime in Luftbefeuchtern stellen ein Risiko für die Atemwege dar.
Was tun bei Asthma?
Aroma-Diffuser reinigen – so geht’s richtig
Nach jeder Nutzung sollte man den Aroma-Diffuser reinigen. Das bedeutet, den Tank zu leeren, mit klarem Wasser auszuspĂĽlen und gut zu trocknen.
Einmal wöchentlich empfiehlt sich zusätzlich eine gründliche Reinigung mit Essig.
Wer diese MaĂźnahmen beachtet, kann die Bildung von Keimen in Luftbefeuchtern deutlich reduzieren.
Ätherische Öle richtig nutzen
Neben der Reinigung spielt auch der Umgang mit den Ölen eine Rolle. Raten Sie Ihren Kund*innen, möglichst abgekochtes oder destilliertes Wasser zu verwenden und die ätherischen Öle richtig zu dosieren – sparsam nämlich. Zu viel davon kann die Atemwege reizen. Nach dem Benutzen des Aroma-Diffusers sollte man den Raum gründlich lüften.
Außerdem wichtig: Ihre Kund*innen vermeiden es besser, den Nebel direkt einzuatmen, und lassen das Gerät nicht länger als zwei Stunden täglich laufen. Da ätherische Öle von unten nach oben aufsteigen, ist es sinnvoll, den Aroma-Diffuser unten aufzustellen – also eher auf dem Fußboden als auf dem Schrank.
Ätherische Öle: Empfehlungen im Winter
Erkältung
- Eukalyptus: schleimlösend bei Husten, Keimreduktion
- Pfefferminze: bei Infekten der oberen Atemwege
- Zirbelkiefer: atemvertiefend
- Zitrone: bei FlieĂźschnupfen
Winterblues
- Grapefruit: euphorisierend, motivierend, aufmunternd
- Mandarine: Wohlbefinden
- Bergamotte: aufmunternd, belebend
Einschränkungen bei der Anwendung eines Aroma-Diffusers
Personen mit Asthma oder Allergien sollten vor der Anwendung von Aroma-Diffusern ärztlichen Rat einholen – unabhängig davon, ob ein Direktvernebler oder ein wasserbasiertes Modell zum Einsatz kommt.
Denn selbst wenn sie die ätherischen Öle richtig nutzen, können Duftstoffe in sensiblen Atemwegen Probleme verursachen.
Fazit: Aroma-Diffuser reinigen schĂĽtzt die Gesundheit
Ob für Wohlbefinden oder Raumklima – ein Aroma-Diffuser kann sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch die richtige Pflege.
Wer den Aroma-Diffuser regelmäßig reinigt, die ätherischen Öle richtig nutzt und die generellen Hygieneregeln beachtet, kann sich über angenehmen Duft und positive Gesundheitseffekte ganz ohne hygienisches Risiko freuen.
Quellen:
dpa
„Balsam für die Seele: TAOSASIS Aromatherapie natürlich – naturrein – biologisch“, Schulungsfolder Akademie der Düfte, um 2018.











