Leberentzündung
HEPATITIS AUF DER REISE: SYMPTOME, RISIKEN UND IMPFUNG IM ÜBERBLICK
Seite 1/1 4 Minuten
Eine Leberentzündung als Urlaubsmitbringsel? Das möchte niemand. Doch in vielen Reiseländern sind auch Hepatitis-A- oder -B-Viren unterwegs. Wer Reise plant, sollte sich über Hepatitis frühzeitig informieren.
Aktuelles Beispiel: Im Süden Italiens hat es seit Jahresbeginn überdurchschnittlich viele Hepatitis-A-Erkrankungen gegeben. Die Stadt Neapel hat daher der Gastronomie untersagt, rohe Meeresfrüchte zu servieren. Außerdem empfiehlt sie der Bevölkerung, auch zu Hause auf rohe Meeresfrüchte zu verzichten.
Gerade bei einer Hepatitis Reise zeigt sich, wie wichtig Vorsichtsmaßnahmen sind. Wir klären, was Reisende über Hepatitis auf einer Reise – und auch B – wissen sollten.
Hepatitis A Symptome: Übertragung und Krankheitsbild
Hepatitis-A-Viren werden vor allem über verunreinigtes Trink- und Badewasser und Lebensmittel übertragen. Bei letzteren sind beispielsweise
- Muscheln,
- Datteln,
- getrocknete Tomaten oder
- Salat
relevante Infektionsquellen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) im „Epidemiologischen Bulletin“ (14/2025) aufzählt.
Typische Hepatitis A Symptome treten häufig im Zusammenhang mit mangelhafter Hygiene auf – ein Hepatitis-Risiko bei jeder Reise.
Eine Infektion zeigt sich durch grippeähnliche Hepatitis A Symptome wie
- Fieber,
- ein allgemeines Krankheitsgefühl,
- Übelkeit,
- Erbrechen und
- Bauchschmerzen.
Diese Hepatitis A Symptome sollten insbesondere nach einer Reise in ein Hepatitis Gebiet ernst genommen werden.
Hepatitis-A-Viren werden vor allem über verunreinigtes Trink- und Badewasser und Lebensmittel übertragen.
Außerdem können sich Haut und Bindehaut gelb verfärben, weshalb Hepatitis A auch Reisegelbsucht genannt wird.
Die Hepatitis A Symptome klingen laut Deutscher Leberstiftung meist ohne Komplikationen ab, dennoch können Schäden bleiben – ein weiterer Grund, sich vor einer Reise vor Hepatitis zu schützen.
Hepatitis B Impfung: Risiken und Verlauf
Hepatitis-B-Viren werden über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Speichel übertragen. Anstecken kann man sich auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Rasierklingen, Sexspielzeug, Spritzen oder Zahnbürsten, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf dem Portal „infektionsschutz-info.de“. Ohne eine Hepatitis B Impfung steigt bei einer Reise in ein Hepatitis Gebiet das Risiko.
Auch Hepatitis-B-Viren können eine Leberentzündung mit grippeähnlichen Symptomen verursachen. Ohne Hepatitis B Impfung droht bei diesem Erreger ein chronischer Verlauf. Eine Hepatitis B Impfung kann daher entscheidend sein, um sich vor schweren Folgen während oder nach einer Hepatitis Reise zu schützen.
Der Erreger kann der Startpunkt für Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs sein. Deshalb spielt die Hepatitis B Impfung gerade bei längeren Reisen eine wichtige Rolle.
„Eine Hepatitis B Impfung kann entscheidend sein, um sich vor schweren Folgen zu schützen“
Reiseimpfung gegen Hepatitis: Schutz durch Impfung
Hepatitis-Infektionen lassen sich durch Impfungen wirksam verhindern, heißt es von der Deutschen Leberstiftung. Eine Reiseimpfung gegen Hepatitis sollte daher frühzeitig geplant werden. Um herauszufinden, welche Reiseimpfung gegen Hepatitis sinnvoll ist, hilft eine reisemedizinische Beratung. Die Deutsche Leberstiftung rät, sie sechs bis acht Wochen vor Reisebeginn in Anspruch zu nehmen – ein wichtiger Schritt vor jeder Reise in ein Hepatitis Gebiet.
- Hepatitis A:
Dem RKI zufolge besteht eine Impfempfehlung bei Reisen nach Mittel- und Südamerika, nach Afrika sowie nach Asien. Auch für Reisen in osteuropäische Länder ist eine Reiseimpfung gegen Hepatitis sinnvoll.
Eine Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen. Der zweite Piks ist dabei sechs bis zwölf Monate nach dem ersten dran. Bereits zwei Wochen nach der ersten Impfung haben die meisten Geimpften einen ausreichenden Schutz gegen Hepatitis aufgebaut – ein Vorteil für kurzfristige Reise-Planungen.
- Hepatitis B:
Grundlage ist eine individuelle Risikobeurteilung. Das RKI empfiehlt Reisenden eine Reiseimpfung gegen Hepatitis B nur, wenn ein oder mehrere Risikofaktoren vorliegen. Dazu zählt unter anderem eine Reisedauer von mehr als vier Wochen oder der Plan, sich im Reiseland operieren oder ein Tattoo stechen zu lassen.
Eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B besteht aus drei Dosen. Die zweite ist einen Monat nach der ersten dran, die dritte dann fünf Monate später. Auch hier kann eine Reiseimpfung gegen Hepatitis bereits frühzeitig Schutz bieten. Es gibt auch Kombi-Impfstoffe, die vor Hepatitis A und B schützen.
Gut zu wissen:
Was kann ich noch tun, um mich zu schützen? Wer in Gebieten unterwegs ist, in denen Hepatitis A verbreitet ist, sollte umso mehr auf eine sorgfältige Hände- und Lebensmittelhygiene achten, rät „infektionsschutz.de“. Das Infektionsrisiko lässt sich senken, indem man am besten nur Lebensmittel verzehrt, die ausreichend erhitzt wurden – ein zentraler Tipp für jede Reise in ein Hepatitis Gebiet.
Vor einer Ansteckung mit Hepatitis B schützen unter anderem Kondome und Lecktücher beim Sex. Auch diese Maßnahmen ergänzen die Hepatitis B Impfung sinnvoll.
Quelle: dpa












