Junger Mann hält sich den Kopf mit beiden Händen. Im Hintergrund ist ein Zimmer zu sehen.© Pornpak Khunatorn / iStock / Getty Images Plus
Zu den klassischen Meningitis-Symptomen zählen unter anderem Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteife und Bewusstseinsstörungen.

Risiken erkennen

MENINGITIS SYMPTOME: DIESE ANZEICHEN SOLLTEN SIE ERNST NEHMEN

Meningitis Symptome können zunächst harmlos wirken, doch insbesondere eine bakterielle Infektion ist ein medizinischer Notfall. Welche Meningitis Anzeichen Sie erkennen sollten und wie die Meningitis Impfung schützt.

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Der Ausbruch in Südengland hat Schlagzeilen gemacht: In Kent sind zwei Menschen an den Folgen einer Meningitis-Erkrankung gestorben, Hunderte werden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.

Inzwischen liegt auch ein Rückkehrer aus Kent in Frankreich im Krankenhaus, Zustand stabil. Doch was genau ist Meningitis – und wann muss man bei Meningitis Symptomen aufmerksam werden?

Meningitis Symptome: Was steckt hinter der Erkrankung?

Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, also der Hüllen, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Typische Meningitis Symptome entstehen durch virale Infektionen, etwa mit Herpes, Grippe oder Covid, aber auch durch Bakterien und andere Erreger.

Viele Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen – also Husten, Niesen oder auch Küssen.

Wer sich infiziert, entwickelt unter Umständen Meningitis Symptome, wenn die Erreger über die Blutbahn zu den Hirnhäuten gelangen.

Typische Meningitis Symptome entstehen durch virale Infektionen, etwa mit Herpes, Grippe oder Covid, aber auch durch Bakterien und andere Erreger.

Meningitis Anzeichen früh erkennen

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und sehr alte Menschen sind anfällig für eine Meningitis. Erste Meningitis Anzeichen können unspezifisch sein, weshalb eine genaue Beobachtung wichtig ist. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem
- chronische Grunderkrankungen sowie
- Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung.

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und sehr alte Menschen sind anfällig für eine Meningitis.

Bakterielle Meningitis: Warum sie so gefährlich ist

Der Verlauf hängt stark von der Ursache ab. Während virale Formen oft mild verlaufen, kann eine bakterielle Meningitis dramatisch beginnen.

Sind Bakterien wie Meningokokken oder Pneumokokken die Auslöser, kann eine Meningitis „manchmal sehr plötzlich beginnen, sich rasch verschlechtern und schnell zum Tod führen“. Gerade die bakterielle Meningitis erfordert daher sofortiges Handeln. Häufig greifen die Erreger auch das Gehirn direkt an und verursachen eine Meningoenzephalitis.

Typische Meningitis Symptome im Überblick

Zu den klassischen Meningitis Symptomen zählen:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Nackensteife (Meningismus)
  • Bewusstseinsstörungen (etwa Benommen- und Verwirrtheit)

Weitere Meningitis Anzeichen können sein:

  • Lichtempfindlichkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall

Auch Hautveränderungen können Hinweise liefern. Solche Meningitis Symptome sollten ernst genommen werden, da sie auf unterschiedliche Erreger hinweisen können.

Was tun bei Meningitis Symptomen?

Besteht der Verdacht aufgrund typischer Meningitis Symptome, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen – das gilt besonders für kleine Kinder und ältere Menschen. Eine schnelle Diagnose ist entscheidend, um insbesondere eine bakterielle Meningitis frühzeitig zu erkennen. Ärztinnen und Ärzte führen dazu Gespräche, Blutuntersuchungen und häufig eine Lumbalpunktion durch.

Eine bakterielle Meningitis ist ein Notfall, der meist intensivmedizinisch behandelt werden muss.

Wie häufig treten Meningitis Symptome auf?

Bis zu 20 von 100000 Menschen in Deutschland entwickeln jährlich Meningitis Symptome durch virale Infektionen. Die deutlich seltenere, aber gefährlichere bakterielle Meningitis betrifft weniger als eine von 100000 Personen pro Jahr.

In Kent wurden die Fälle durch Meningokokken der Untergruppe B verursacht – laut RKI wurden in Deutschland in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils über 100 Meningokokken-B-Fälle registriert, 2026 bislang über 20.

Meningitis Impfung: Schutz vor schweren Verläufen

Eine wichtige Rolle spielt die Meningitis Impfung. Gegen einige Erreger wie
- Pneumokokken,
- Masern,
- Mumps und
- Windpocken

stehen Impfungen zur Verfügung, die einer Hirnhautentzündung vorbeugen können.

Die Meningitis Impfung ist Bestandteil der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Standardimpfungen im Kindesalter.

Laut RKI wurden in Deutschland in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils über 100 Meningokokken-B-Fälle registriert, 2026 bislang über 20.

Seit kurzem empfiehlt die Stiko zudem eine Meningitis Impfung gegen die Meningokokken-Untergruppen A, C, W und Y für Kinder zwischen 12 und 14 Jahren. Für Säuglinge ab zwei Monaten wird bereits seit Januar 2024 die Meningitis Impfung gegen Meningokokken B empfohlen.

Quelle: dpa

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