Pilz
MUNDSOOR BEI ERWACHSENEN: WOHER ER KOMMT UND WAS HILFT
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Mundsoor betrifft nur Babys oder Kleinkinder? Nein, auch Mundsoor bei Erwachsenen kommt vor. Den Auslöser für eine solche Pilzinfektion im Mund habe jeder zweite Mensch in seinem Körper, sagt Julia Thome, Zahnärztin vom Kölner Zahnmedizinzentrum Carree Dental. Die gute Nachricht bei Mundsoor: Den meisten Erwachsenen macht er nicht zu schaffen.
Mit der Zahnbürste wird der weiße Belag oft einfach weg gebürstet. Wenn die weißen Flecken aber häufiger auf Zunge oder Mundschleimhaut auftauchen, sollte der/die Haus- oder Zahnärzt*in zur genauen Klärung der Ursachen einen Abstrich machen. Steht der Erreger fest, ist eine gezielte Behandlung wichtig. Erwachsenen müssen für einige Tage Antimykotika (Anti-Pilzmittel) gegen den Mundsoor anwenden.
Behandlung: Antimykotika bei Mundsoor Mittel der Wahl
Bei Erwachsenen mit Mundsoor sind Antimykotika mit den Wirkstoffen Miconazol und Nystatin die Standard-Behandlung. Sie stehen als Mundgele, Lutschtabletten oder Suspensionen gegen die Pilzinfektion im Mund zur VerfĂĽgung.
Weisen Sie Ihre Kund*innen bei der Behandlung darauf hin, dass Suspensionen vor dem Schlucken möglichst lange im Mund behalten werden sollten. So wird die gesamte Mundhöhle benetzt, was bei Mundsoor entscheidend ist.
Mundgele wiederum werden direkt auf die befallenen Schleimhautareale aufgetragen und haften dort gut, um die Pilzinfektion im Mund effektiv zu bekämpfen.
Tipps zur Mundpflege:
Begleitende MaĂźnahmen bei Pilzinfektion im Mund
Unterstützend zur Behandlung sollten Erwachsene möglichst wenig Zucker- und Hefehaltiges essen und trinken, da Zucker zu den Ursachen für Pilzwachstum zählt. Hilfreich gegen Mundsoor ist auch, mit verdünntem Apfelessig oder warmem Salzwasser zu spülen oder probiotischen Joghurt dünn auf die betroffenen Stellen aufzutragen.
Bei einer länger bestehenden Pilzinfektion im Mund kann es außerdem wichtig sein, den Darm mit Medikamenten und passender Ernährung zu regenerieren, um tiefere Ursachen zu beheben.
Ursachen: Welche Faktoren erhöhen das Risiko?
Dass manche Erwachsene mehr und andere weniger von Mundsoor betroffen sind, kann laut der Expertin zum Beispiel an einem schwachen Immunsystem liegen – einer der häufigsten Ursachen. Eine Pilzinfektion im Mund kann auch eine Nebenwirkung von Stoffwechselerkrankungen oder Antibiotika-Einnahme sein. Stress erhöht ebenfalls das Risiko und zählt zu den Ursachen, dass die Mundflora gestört wird und eine Behandlung nötig wird.
Nicht zuletzt kann es an mangelnder Mundhygiene liegen, dass sich der Pilz ausbreitet und Mundsoor bei Erwachsenen entsteht.
„Putze ich mir regelmäßig gründlich die Zähne und reinige zudem die Zunge mit einem speziellen Schaber, haben schädliche Ablagerungen kaum eine Chance“,
sagt die Zahnärztin über die Vorbeugung einer Pilzinfektion im Mund. Auch schlecht sitzende Zahnprothesen gehören zu den Ursachen und bieten Pilzen einen guten Nährboden.
Die Prothesen daher zur Vermeidung einer Behandlung am besten nach jedem Essen grĂĽndlich reinigen.
Quelle: dpa












