Mutter uns Sohn beobachten Flugzeug am Flughafen © kieferpix / iStock / Getty Images Plus
Damit die Fernreise mit Kind entspannt und sicher verlaufen kann, sollten Eltern schon vorab das Malaria-Risiko in der Zielregion checken und bei der Reiseplanung mit einbeziehen.

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FERNREISE MIT KIND: LIEBER NICHT IN MALARIA-GEBIETE

Dem Baby oder Kleinkind die weite Welt zeigen? Für manche Eltern ist eine Fernreise mit Kind ein schöner Gedanke. Doch nicht jedes Fernreiseziel eignet sich – Stichwort: Malaria-Risiko. Was reisefreudige Familien beachten sollten, wenn sie eine Fernreise mit Kind planen.

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Beide sind in Elternzeit, das Fernweh ist groß und die Reisekasse gefüllt: Die perfekte Gelegenheit, um mit dem Nachwuchs etwas in der weiten Welt zu erleben. Doch gerade bei einer Fernreise mit Kind lohnt sich ein genauer Blick auf mögliche Gesundheitsrisiken.

Ist ein Baby oder Kleinkind dabei, sollten Familien für ihre Fernreise mit Kind lieber Ziele abseits von Regionen mit erhöhtem Malaria-Risiko wählen. Dazu rät das Centrum für Reisemedizin (CRM). Wer eine Fernreise mit Kind plant, sollte sich daher frühzeitig informieren, in welchen Regionen ein geringes Malaria-Risiko besteht.

Malaria-Risiko bei der Fernreise mit Kind beachten

Zu den malariafreien Ländern und Regionen zählen unter anderem:

  • Australien
  • Neuseeland
  • Nordamerika
  • Südafrika
  • die südlichen Länder Südamerikas wie Chile und Argentinien

Ein hohes Malaria-Risiko besteht hingegen in tropischen und subtropischen Regionen. Dazu zählen etwa Teile von Subsahara-Afrika mit Ländern wie Kenia und Tansania sowie äquatornahe Regionen in Asien und Südamerika.

Für Eltern, die eine Fernreise mit Kind planen, spielt dieses Malaria-Risiko eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Reiseziels. Die Tropenkrankheit wird durch Parasiten ausgelöst, die durch Stiche der Anopheles-Mücke in den menschlichen Körper gelangen. Diese Mücken sind bevorzugt in der Dämmerung und nachts aktiv – ein weiteres Argument, das Malaria-Risiko bei einer Fernreise mit Kind ernst zu nehmen.

Warum Malaria für Kinder so gefährlich ist

Weltweit sterben jährlich rund 600000 Menschen an Malaria, drei Viertel davon seien Kinder unter fünf Jahren, so Markus Frühwein, Tropen- und Reisemediziner in München. Gerade bei einer Fernreise mit Kind sollten Eltern deshalb das mögliche Malaria-Risiko besonders sorgfältig abwägen.

Gut zu wissen: Malaria zeigt sich bei Kindern oft anders als bei Erwachsenen. Neben Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und Husten haben die Kleinen häufig auch Bauchschmerzen und Durchfälle.

Wer nach einer Fernreise mit Kind entsprechende Beschwerden bemerkt, sollte auch ein mögliches Malaria-Risiko in Betracht ziehen. Bei Kindern bringt eine Malaria-Infektion zudem häufiger neurologische Symptome wie Krampfanfälle mit sich. Zudem droht Atemnot, wenn durch eine Übersäuerung des Blutes die Lungenfunktion gestört wird – eine ernsthafte Gefahr nach einer Fernreise mit Kind in Regionen mit erhöhtem Malaria-Risiko.

Schutzmaßnahmen bei einer Fernreise mit Kind

Soll die Reise doch in ein Gebiet mit Malaria-Risiko gehen, sollten sich Eltern besonders gründlich vorbereiten. Gerade bei einer Fernreise mit Kind gibt es bei der Prophylaxe weniger Möglichkeiten als bei älteren Kindern.

Die Expert*innen raten Familien daher, sich schon vor der Buchung von einem Reisemediziner oder einer Reisemedizinerin beraten zu lassen und dabei auch das Malaria-Risiko des Reiseziels zu berücksichtigen. Eine medizinische Beratung gehört bei jeder Fernreise mit Kind zur sorgfältigen Planung.

Guter Mücken- und Malariaschutz besteht aus mehreren Bausteinen:

  • Mücken fernhalten: Moskitonetze sollten sich über Betten und Spielflächen befinden, wie das Robert Koch-Institut online rät. Auch Fliegengitter an Fenstern reduzieren das Malaria-Risiko bei einer Fernreise mit Kind.
  • Mückenschutzmittel (Repellents): Eltern sollten beachten, dass sich der Wirkstoff DEET erst für Kinder ab zwei Jahren eignet, Icaridin für Kinder ab sechs Monaten. Gerade bei einer Fernreise mit Kind ist der richtige Mückenschutz entscheidend, um das Malaria-Risiko zu senken.
  • Kleidung: Helle und langärmlige Kleidung schützt am besten vor Mückenstichen. Für eine Fernreise mit Kind gibt es auch Kleidung, die mit Insektenschutz imprägniert ist und so zusätzlich das Malaria-Risiko reduzieren kann.
  • Medikamentöse Prophylaxe: Nicht jedes Medikament ist für kleine Kinder geeignet. Die Wirkstoff-Kombination Atovaquon/Proguanil ist beispielsweise erst ab einem Körpergewicht von 11 Kilogramm zugelassen. Gerade bei einer Fernreise mit Kind sollte eine mögliche Prophylaxe daher unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Und ganz wichtig: „Bei Kindern sollte deshalb grundsätzlich jeder fieberhafte Infekt nach einem Aufenthalt in Malaria-Gebieten im Labor abgeklärt werden“, so Markus Frühwein.

Quelle: dpa

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