SKIURLAUB TIPPS: SO BLEIBEN SIE FIT UND VERLETZUNGSFREI AUF DER PISTE
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So spaßig die Pisten sind, so schön die Berglandschaft drumherum – wenn die Oberschenkel zittern und alle sprichwörtlichen Körner aufgebraucht sind, knickt die Stimmung ein. Was tun, damit das im Skiurlaub nicht passiert?
Klar ist eines: Für maximalen Spaß und minimale Verletzungsgefahr sollte man sich rechtzeitig vorbereiten. Wer diese Skiurlaub Tipps beherzigt, bleibt länger leistungsfähig – und hat deutlich mehr vom Tag auf der Piste.
Skigymnastik Ăśbungen als Vorbereitung
Sechs bis acht Wochen vor dem ersten Skitag lohnt es sich, mit gezieltem Training zu beginnen. Das bestätigen auch die Experten. „Geeignet ist hier der Klassiker: Skigymnastik Übungen“, sagt Tobias Baumgart, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Oberarzt an der Schön Klinik München Harlaching.
Diese Skigymnastik Ăśbungen steigern die Ausdauer, verbessern die Beweglichkeit und beugen Verletzungen vor. Die richtige Vorbereitung ist entscheidend, um auf der Piste nicht zu schnell an die eigenen Grenzen zu stoĂźen.
Auch vor Ort kann man einiges tun, damit der Körper durchhält. Diese Skiurlaub Tipps geben Antworten auf sechs wichtige Fragen:
1. Was verlangt so ein Skitag oder gar -urlaub unserem Körper eigentlich ab?
„Beim Skifahren haben wir eine Mischung aus Kraft- und Ausdauersport – das ist besonders“, sagt Tobias Baumgart. Neben unserem Herz-Kreislauf-System und unseren Muskeln muss auch der Kopf ganz schön arbeiten.
Der Sportmediziner vergleicht das mit dem Joggen, bei dem „der Kopf die einzelnen Schritte schon fertig gerechnet hat, bevor sie überhaupt geschehen“. Beim Skifahren hingegen muss der Körper blitzschnell auf Unebenheiten reagieren – das erfordert Konzentration und körperliche Fitness.
Beim Skifahren haben wir eine Mischung aus Kraft- und Ausdauersport – das ist besonders.
2. Ernährung beim Skifahren: So starten Sie richtig in den Tag
Zu den wichtigsten Skiurlaub Tipps gehört ein durchdachtes Frühstück. Um acht Uhr am Buffet, um zehn Uhr auf der Piste – so lautet das ideale Timing laut Baumgart. Etwa zwei Stunden vorher sollte gegessen werden.
Leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Haferflocken, Müsli oder Brot füllen die Glykogenspeicher. Auch Vollkornprodukte sind geeignet, wenn sie gut vertragen werden. Obst wie Apfel, Banane oder Trauben liefern zusätzlich Energie. Mit Proteinquellen wie Käse, Lachs oder Milchprodukten ist man gut versorgt.
Fettreiche Speisen wie Rührei mit Bacon oder Rohkost sollten eher gemieden werden – sie liegen schwer im Magen und können die Leistung beeinträchtigen.
Diese Ernährung beim Skifahren sorgt dafür, dass der Körper auch an langen Tagen gut durchhält.
Sport ist Mord?
3. Angekommen auf der Piste. Worauf kommt es beim Aufwärmen an?
Wichtig ist, dass man sich überhaupt aufwärmt – viele lassen das trotz klarer Skiurlaub Tipps aus. Tobias Baumgart empfiehlt: Fünf bis zehn Minuten für Übungen einplanen.
Klassiker wie Kniebeugen, Hampelmänner oder Rumpfdrehungen bringen den Kreislauf in Schwung und wärmen die Muskulatur auf. Johannes Hell von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ergänzt: Ein effektives Warm-up mobilisiert Gelenke und steigert die Durchblutung – damit ist man körperlich wie mental besser auf die Abfahrt vorbereitet.
4. Generell: Wie anstrengend darf es sein?
Auch wenn man mit Familie oder Freunden unterwegs ist – man sollte die Belastung stets an das eigene Können anpassen. „Nicht an die Gruppe“, betont Tobias Baumgart. Wer das beachtet, vermeidet Überforderung und erhöht die Sicherheit.
Diese Skiurlaub Tipps raten: Am besten mit blauen Pisten beginnen und sich langsam steigern. Wer merkt, dass er auf einer bekannten Piste plötzlich mehrmals stehen bleiben muss, sollte eine Pause einlegen – oder sogar für den Tag Schluss machen.
Gerade bei der ersten und letzten Abfahrt ist die Unfallgefahr besonders hoch – hier ist Aufmerksamkeit gefragt.
5. Ernährung beim Skifahren: Was eignet sich für die Mittagspause?
In der Mittagszeit gilt: Leicht verdauliche Mahlzeiten wählen, die rasch Energie liefern. Johannes Hell empfiehlt Vollkornnudeln mit Tomatensoße oder Kartoffeln mit Gemüse. Auch Saftschorlen gleichen den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust aus – denn oft trinkt man auf der Piste zu wenig.
Wer eine Skihütte besucht, darf sich aber auch den traditionellen Germknödel gönnen. „Das sind schnell verdauliche Kohlenhydrate, da ist viel Zucker drin – das nimmt der Körper schnell auf“, sagt Tobias Baumgart. Gute Skiurlaub Tipps schließen Genuss also nicht aus.
6. Regeneration nach dem Skifahren: So erholt sich der Körper
Nach einem langen Tag auf der Piste ist die Regeneration nach dem Skifahren essenziell. Dehn- und Lockerungsübungen helfen den Muskeln, sich zu entspannen. Der Klassiker: den Fuß Richtung Gesäß ziehen, bis es im Oberschenkel leicht zieht.
Ein kurzer Spaziergang oder ein paar lockere Minuten auf dem Laufband fördern den Abtransport von Abbauprodukten im Muskel. Auch Schwimmen, Sauna oder Massagen können den Regenerationsprozess unterstützen. Wer aktiv entspannen möchte, tut seinem Körper etwas Gutes.
Was viele nicht wissen: Alkohol verzögert die Regeneration nach dem Skifahren erheblich. Er entzieht dem Körper Flüssigkeit und stört den Schlaf – beides ist für die Erholung kontraproduktiv.
Die besten Skiurlaub Tipps schlieĂźen daher bewussten Alkoholkonsum ein.
Nach einem langen Tag auf der Piste ist die Regeneration nach dem Skifahren essenziell.
Quelle: dpa












