Entspannung
YOGASTILE IM VERGLEICH: SO FINDEN SIE DEN PASSENDEN YOGASTIL
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Den eigenen Körper spĂŒren, Stress loslassen, ganz bei sich selbst sein: Wer regelmĂ€Ăig Yoga macht, kennt das gute GefĂŒhl wĂ€hrenddessen â und auch danach, wenn die Matte lĂ€ngst wieder zusammengerollt ist.
Viele, die Yoga neu ausprobieren wollen, fĂŒhlen sich beim Blick in den Kursplan des Studios oder der Volkshochschule aber womöglich etwas ĂŒberfordert. Es gibt verschiedenste Richtungen â ein guter Ăberblick ĂŒber die Yogastile im Vergleich hilft dabei, die passende Wahl zu treffen. Zeit, drei beliebte Yoga-Stile im Detail anzuschauen â und zu klĂ€ren, fĂŒr wen sie sich eignen.
Hatha Yoga â ideal fĂŒr Einsteigerinnen und Einsteiger
Hatha Yoga gilt als Einstieg in die Welt der Asanas â und ist damit eine wichtige Basis, wenn man Yogastile im Vergleich betrachtet. âHatha Yoga ist die Basis fĂŒr alle modernen Yoga-Stileâ, so Uschi Moriabadi. Sie ist Dozentin an der Deutschen Hochschule fĂŒr PrĂ€vention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
Neben den KörperĂŒbungen, die sich Asanas nennen, gehören auch AtemĂŒbungen (Pranayama) und Meditation zu einer Kursstunde dazu. Meist baut die Yogalehrerin oder der Yogalehrer diese ruhigeren Elemente am Ende einer Stunde ein.
Und davor? Los geht eine Stunde Hatha Yoga typischerweise mit leichten, einfĂŒhrenden Ăbungen. Dann folgen Asanas, die oft eine Weile gehalten und mit dem Atem verbunden werden. Ideal fĂŒr Neueinsteiger, wie Uschi Moriabadi findet. SchlieĂlich bleibt genĂŒgend Zeit, um in die einzelnen Positionen zu finden und zu entdecken: Wie fĂŒhlt sich das eigentlich an?
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Vinyasa Yoga â flieĂende Bewegung im Fokus
Wem Hatha Yoga zu ruhig ist, der könnte bei Vinyasa Yoga fĂŒndig werden. Denn: Yoga ist nicht automatisch sanft. Wer Vinyasa Yoga ausprobiert, wird womöglich merken, wie dynamisch Yoga sein kann. âDas ist ein sehr aktiver Yoga-Stilâ, sagt Uschi Moriabadi. Verschiedene Asanas werden dabei zu einer Abfolge, im Yoga-Vokabular Flow genannt, kombiniert.
Es wird also dynamisch auf der Matte â und damit auch anstrengend. âFĂŒr Menschen mit wenig Bewegungserfahrung können diese Stunden sehr herausfordernd seinâ, sagt Moriabadi. Vor allem dann, wenn man mit der AusfĂŒhrung der einzelnen Asanas noch nicht so gut vertraut ist.
Doch wer dranbleibt, wird belohnt: Viele Menschen schĂ€tzen Vinyasa Yoga gerade wegen des Flow-Erlebnisses. Fans lieben an diesem Stil, dass beim FlieĂen durch die Bewegungen der Kopf Ruhe gibt â und man ganz im Moment ankommen kann. Im Yogastile-Vergleich ist Vinyasa Yoga besonders bei sportlich Aktiven beliebt.
Viele Menschen schÀtzen Vinyasa Yoga gerade wegen des Flow-Erlebnisses.
Yin Yoga â fĂŒr tiefe Entspannung und innere Ruhe
Wer es sich auf der Matte gern kuschelig und gemĂŒtlich machen möchte, ist beim Yin Yoga genau richtig. âDas ist ein sehr entspannender, eher passiver Yoga-Stilâ, sagt Moriabadi. Die Asanas werden sehr langsam eingenommen und lange gehalten â in aller Regel drei bis sechs Minuten. Hilfsmittel wie Kissen, Blöcke, Decken oder Gurte helfen dabei, die Positionen möglichst komfortabel zu gestalten.
Yin Yoga eignet sich laut Expertin gut fĂŒr Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger â und besonders fĂŒr alle, die ein groĂes BedĂŒrfnis nach Ruhe und Entspannung verspĂŒren. âGerade bei stressgeplagten Menschen kann Yin Yoga heilsam wirkenâ, so Moriabadi. In der Stunde liegt ein groĂer Fokus auf dem Loslassen â nicht nur auf körperlicher, auch auf mentaler Ebene.
Wer also Yogastile im Vergleich betrachtet und einen Kontrast zu aktivem Vinyasa sucht, findet mit Yin Yoga einen wohltuenden Gegenpol.
Darauf achten nach der Probestunde
Neben Hatha Yoga, Vinyasa Yoga und Yin Yoga gibt es zahlreiche weitere Yoga-Stile: Kundalini Yoga beispielsweise legt einen starken Fokus auf SpiritualitĂ€t â im Kurs werden etwa gemeinsam Mantren gesungen. Und beim Aerial Yoga fĂŒhrt man die Asanas in einem groĂen Tuch durch, das an der Decke befestigt ist. Vorsicht: Wer zu Seekrankheit neigt, dem könnte dabei etwas flau werden.
Was einem gefĂ€llt, mit welchem Stil man sich wohlfĂŒhlt, das kann man durch Probestunden herausfinden. Im Anschluss nimmt man sich am besten kurz Zeit, um in sich hineinzuhorchen. âWie fĂŒhlen Sie sich nach dem Training? Was ist Ihnen wĂ€hrend der Yoga-Stunde durch den Kopf gegangen und wie sympathisch ist Ihnen der Lehrer oder die Lehrerin? Wurden die Ăbungen verstĂ€ndlich erklĂ€rt? Wurde korrigiert?â, schlĂ€gt Uschi Moriabadi mögliche Fragen vor, die man dabei abklopfen kann.
Wenn sich die Yoga-Stunde gut angefĂŒhlt und Freude geschenkt hat, ist das ein gutes Zeichen. âNur dann können Körper, Geist und Seele eins werdenâ, so die Expertin.
Quelle: dpa












