Blutzuckerspiegel
DIABETES AUF REISEN: SO ERKENNEN SIE GEFÄHRLICHE SYMPTOME RECHTZEITIG
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Übelkeit, Schwindel, Unwohlsein: Sich so auf Reisen zu fühlen, ist für niemanden schön. Wer Diabetes auf Reisen hat, wird aber womöglich schnell unruhig und fragt sich: „Ist mein Blutzucker auf Abwegen?“ Hinter solchen Beschwerden kann nämlich nicht nur Reiseübelkeit oder eine Magenverstimmung stecken – es könnte auch eine Reiseübelkeit oder Unterzuckerung sein. Darauf macht die Organisation DiabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aufmerksam.
Gut, wenn man als Diabetiker oder Diabetikerin vor der Reise das Gespräch mit Arzt oder Ärztin gesucht hat. Dort kann man vorab besprechen, bei welchen Symptomen unterwegs wie zu handeln ist – und wann es gefährlich wird. Generell raten die Diabetes-Experten: Wer sich auf Reisen flau fühlt, sollte rasch seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren. So lassen sich Unter- und Überzuckerung von anderen Ursachen abgrenzen – eine wichtige Maßnahme für alle mit Diabetes auf Reisen.
Grobe Orientierungshilfe: Was steckt hinter den Symptomen?
Hilfreich kann auch sein, genau auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Denn sie können Aufschluss geben. DiabetesDE liefert einen Überblick:
- Eine Reiseübelkeit oder Unterzuckerung kann sich durch Zittern, Schwitzen, Heißhunger, Herzklopfen, Gereiztheit, Übelkeit oder Müdigkeit bemerkbar machen. Bestimmte Verhaltensweisen im Urlaub können das Risiko dafür erhöhen, etwa ungewohnt viel körperliche Aktivität oder übermäßiger Alkoholkonsum.
- Auch eine Überzuckerung geht oft mit Übelkeit einher. Weitere Symptome sind Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Sehstörungen, ein starkes Durstgefühl und hoher Harndrang – auch hier hilft es, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
- Reiseübelkeit oder Unterzuckerung tritt typischerweise in Auto, Bus, Flugzeug oder Schiff auf. Sie entsteht, weil das Gehirn die Informationen von Augen und Gleichgewichtsorgan als widersprüchlich deutet. Typisch sind Schwindel, Blässe, kalter Schweiß und Übelkeit. Nach dem Aussteigen legen sich die Beschwerden wieder.
- Magen-Darm-Infekte setzen oft plötzlich ein. Typisch sind Übelkeit, Erbrechen, wässriger Durchfall und Bauchkrämpfe. Gut zu wissen: Magen-Darm-Infekte erhöhen das Risiko für eine Unterzuckerung. Der Grund: blutzuckersenkende Medikamente wirken weiter, obwohl der Körper wenig bis keine Nahrung aufnehmen kann – auch in solchen Situationen ist es entscheidend, regelmäßig den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
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Gut vorbereitet für den Urlaub – mit diesem Wissen
Wer Diabetes auf Reisen hat, sollte seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren – und das im Urlaub noch häufiger als im Alltag, lautet der Rat von DiabetesDE. Das gilt besonders bei Hitze, Kälte, ungewohnten Höhenlagen oder körperlicher Aktivität.
Wie im Alltag sollten Diabetiker auch auf Reisen für den Notfall Traubenzucker, glucosehaltige Getränke und ein Diabetes Notfallset griffbereit haben. Wer mit dem Flugzeug verreist, packt diese Dinge also unbedingt ins Handgepäck – ein Muss für Menschen mit Diabetes auf Reisen.
Auch Insulin gehört dorthin – schon aus dem Grund, weil die niedrigen Temperaturen im Frachtraum des Flugzeugs dem Medikament zusetzen können. Wichtig: Damit es keine Probleme am Flughafen gibt, sollten sich Diabetikerinnen und Diabetiker vorab eine ärztliche Bescheinigung ausstellen lassen. Experten raten übrigens, für den Urlaub die zwei- bis dreifache Menge an benötigten Medikamenten einzupacken – natürlich auch beim Diabetes Notfallset.
Und noch ein Tipp der Diabetes-Experten: Ist einem übel, spritzt man kurzwirksames Insulin besser erst kurz nach den Mahlzeiten – wenn also absehbar ist, ob das Essen im Körper bleibt. Spritzt man vor dem Essen und erbricht sich danach, droht sonst eine Reiseübelkeit oder Unterzuckerung. Auch hier hilft es, schnell den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, um Risiken zu vermeiden.
Quelle: dpa












