Risiken und Schutzmaßnahmen
EBOLA IM OSTKONGO: FÜNF FAKTEN ZUM AKTUELLEN AUSBRUCH
Seite 1/1 3 Minuten
Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sorgt weltweit für Besorgnis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der Ausbreitungsgefahr in der Region den internationalen Gesundheitsnotstand aus.
Dies soll informieren, dass es ein dringliches Problem gibt, und die Zusammenarbeit zwischen Ländern stärken. Fünf wichtige Fakten zu Ebola:
Ebola-Symptome: Was bei einer Ebola-Infektion passiert
Die Krankheit beginnt oft mit grippeähnlichen Ebola-Symptomen wie
- Fieber,
- Kopf- und Muskelschmerzen,
- Schwäche oder
- Durchfall.
Später können Erbrechen, innere und äußere Blutungen sowie Organversagen auftreten. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwischen zwei Tagen und drei Wochen. Gerade die zunächst unspezifischen Ebola-Symptome erschweren eine schnelle Diagnose zu Beginn der Erkrankung.
Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwischen zwei Tagen und drei Wochen
Warum Ebola so gefährlich ist
Ebola gehört zu den tödlichsten bekannten Infektionskrankheiten. Je nach Virusvariante und Ebola-Ausbruch sterben laut WHO 25 bis 90 Prozent der Erkrankten. Die Bundibugyo-Variante hat nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstituts NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent.
Besonders schwierig ist die Eindämmung von Ebola in Krisenregionen mit schwachen Gesundheitssystemen und schlechter medizinischer Versorgung.
Steht die nächste Pandemie bevor?
Ebola-Ausbruch: Wie schnell sich das Virus ausbreiten kann
Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen – etwa
- Blut,
- Schweiß,
- Erbrochenes oder
- andere Sekrete.
Auch Tote bleiben ansteckend. Erkrankte sind jedoch erst mit Auftreten von Symptomen infektiös, was die Nachverfolgung von Kontaktpersonen erleichtert.
Experten halten auch deshalb großflächige Ebola-Ausbrüche oder gar eine weltweite Pandemie für eher unwahrscheinlich, weil Erkrankte meist rasch schwere Ebola-Symptome entwickeln und Infektionsketten dadurch leichter unterbrochen werden können.
Die Bundibugyo-Variante hat nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstituts NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent.
Ebola-Impfstoff und Schutzmaßnahmen
Wichtig sind Isolation von Erkrankten, Schutzkleidung für medizinisches Personal sowie die Überwachung von Kontaktpersonen. Gegen die häufigere Zaire-Variante gibt es bereits einen Ebola-Impfstoff.
Für die nun im Kongo nachgewiesene seltene Bundibugyo-Variante, von der erst zwei kleinere Ebola-Ausbrüche 2007 und 2012 bekannt sind, existieren laut WHO bislang weder ein zugelassener Ebola-Impfstoff noch eine spezifische Therapie.
Wie schlimm ein Ebola-Ausbruch werden kann
Experten halten eine großflächige Ausbreitung von Ebola in Europa derzeit für sehr unwahrscheinlich, warnen aber vor einer weiteren Ausbreitung in Afrika.
Der bislang schwerste Ebola-Ausbruch in Westafrika kostete zwischen 2014 und 2016 mehr als 11000 Menschen das Leben. Der zweitgrößte Ebola-Ausbruch ereignete sich von 2018 bis 2020 im Ostkongo mit mehr als 2200 Todesfällen.
Die bewaffneten Konflikte, die in den damals wie heute betroffenen kongolesischen Provinzen Ituri und Nord-Kivu die Arbeit für Helfer erschwerten, haben sich seitdem deutlich verschlimmert. Milizen kontrollieren große Teile der rohstoffreichen Gebiete.
Hilfsorganisationen wie das International Rescue Committee machen massive Kürzungen der Hilfsgelder für Gesundheits- und Vorsorgeprogramme, insbesondere der USA, mit dafür verantwortlich, dass der Ebola-Ausbruch wohl erst nach Dutzenden unbemerkten Infektionen erkannt wurde.
Quelle: dpa












