Hände einer Frau zu einem Herz geformt auf ihrem Bauch© Meeko Media / iStock / Getty Images Plus
Ein intaktes Darmmikrobiom beeinflusst das Immunsystem stark und ist ĂĽber die sogenannte Darm-Lungen-Achse eng mit Allergien wie Heuschnupfen verbunden.

Immunsystem

DARMMIKROBIOM: WENIGER HEUSCHNUPFEN DURCH PROBIOTIKA

Heuschnupfen beginnt möglicherweise im Darm: Neue Erkenntnisse zeigen, wie das Darmmikrobiom Allergien beeinflusst. Erfahren Sie, welche Rolle Probiotika spielen und wie PTA ihre Kund*innen kompetent zu Heuschnupfen und Darmmikrobiom beraten.

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Das Thema Darmmikrobiom und Heuschnupfen wird in der Forschung und in der Apotheke besonders wichtig. Studien zeigen: Zwischen Darmgesundheit und Allergien besteht ein enger Zusammenhang. PTA begegnen häufig Kund*innen, die unter tränenden Augen, Niesreiz oder verstopfter Nase leiden und nach natĂĽrlichen Möglichkeiten fragen. Genau hier, beim Heuschnupfen, rĂĽcken Probiotika und ein gesundes Darmmikrobiom gerade in den Mittelpunkt der Forschung.

Der Darm ist mehr als nur ein Verdauungsorgan. In ihm leben Milliarden von Mikroorganismen, die zusammen das Darmmikrobiom bilden. Dieses beeinflusst die Verdauung und auch das Immunsystem â€“ und damit möglicherweise die Entstehung von Allergien und Heuschnupfen. Allergien entstehen durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der harmlose Umweltstoffe wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare vom Immunsystem als potenzielle Gefahr eingestuft werden.

Warum das Darmmikrobiom bei Heuschnupfen wichtig ist

Das Immunsystem sitzt zum großen Teil im Darm. Gerät das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht, kann sich das auf die Immunabwehr auswirken und auch Heuschnupfen auslösen. Das Immunsystem wird im Darm täglich trainiert. Kommt der Körper mit Fremdstoffen in Kontakt, entscheidet das Immunsystem, ob Gefahr besteht oder nicht. Bei Allergiker*innen läuft diese Reaktion jedoch fehlerhaft ab. Forschende vermuten, dass ein gestörtes Darmmikrobiom mit geringer bakterieller Vielfalt allergische Reaktionen begünstigen kann. Genau deshalb wird der Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Heuschnupfen intensiv untersucht.

Ein vielfältiges Darmmikrobiom scheint eine wichtige Grundlage für ein gut reguliertes Immunsystem zu sein.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund erklärt, dass Menschen mit Allergien häufig eine veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien aufweisen. Besonders bestimmte nützliche Bakterienstämme scheinen bei Betroffenen seltener vorzukommen. Dadurch könnte das Immunsystem stärker auf harmlose Stoffe wie Pollen reagieren.

Insbesondere die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Entwicklung eines gesunden Darmmikrobioms. Faktoren wie Ernährung, Antibiotika-Einsatz oder Umweltbedingungen beeinflussen sowohl das Mikrobiom als auch Immunsystem nachhaltig.

Darmgesundheit: Welche Rolle spielt der Darm bei Allergien?

Bei Allergien wie Heuschnupfen spielt die Darmbarriere eine wichtige Rolle. Ist sie geschwächt, können unerwünschte Stoffe leichter durch den Darm in den Körper gelangen und Entzündungsreaktionen hervorrufen – der sogenannte Leaky Gut („löchriger Darm“), ein gestörtes Darmmikrobiom.

Die Theorie: Die Darmwand wird durchlässiger, sodass Fremdstoffe leichter in den Körper gelangen und Immunreaktionen sowie Allergien fördern.

Neue Forschungsergebnisse: Zusammenhang von Darm und Allergie

Laut aktueller Mikrobiom-Forschung zu Darmmikrobiom und Heuschnupfen beeinflussen Umweltfaktoren und Ernährung die bakterielle Besiedlung des Darms maßgeblich. Wissenschaftler*innen beobachten Zusammenhänge zwischen verringerter Bakterienvielfalt und allergischen Erkrankungen.

Die Forschung rund um Darmmikrobiom und Heuschnupfen entwickelt sich schnell. Neue Studien zeigen, dass bestimmte Bakterienstämme möglicherweise entzĂĽndungshemmende Eigenschaften besitzen. Dadurch können allergische Reaktionen abgeschwächt und der Leidensdruck gemildert werden. Der Darm beeinflusst das Immunsystem deutlich stärker als lange angenommen.

Bei Heuschnupfen Probiotika ergänzen: Können gute Bakterien helfen?

Das Interesse daran, Heuschnupfen mit Probiotika zu behandeln, ist ein modernes Beratungsthema für PTA. Ernährung und Darmgesundheit sollten bei Beratungsgesprächen zu Allergien und Darm stärker berücksichtigt werden.

Das Ziel: Probiotika sollen das Gleichgewicht von nützlichen sowie schädlichen Bakterien im Darm fördern und damit das Darmmikrobiom bei Heuschnupfen positiv beeinflussen. Besonders Kombinationen mit ballaststoffreicher Ernährung gelten als sinnvoll und können das Immunsystem stärken.

Wichtig ist jedoch: Probiotika sind kein Ersatz für eine ärztliche Therapie, sondern können bei Allergien ergänzend eingesetzt werden.

Diese 5 Tipps können PTA bei Allergien weitergeben

  1. Ballaststoffreiche Ernährung fördert die Vermehrung nützlicher Darmbakterien.
  2. Fermentierte Lebensmittel in den Alltag integrieren
  3. Antibiotika nur gezielt einsetzen
  4. Ausreichend schlafen und Stress reduzieren
  5. Probiotika individuell und langfristig anwenden
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