Darmbakterien
DARMGESUNDHEIT VON KINDERN MIT ADHS: EINFLUSS DER ERNĂHRUNG
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Die Vielfalt der Darmbakterien beruht auf einem Gleichgewicht zwischen nĂŒtzlichen und potenziell schĂ€dlichen Darmbakterien. Studien zeigen, dass ein gestörtes Gleichgewicht der Darmbakterien die psychische Gesundheit beeinflusst. Gleichzeitig wissen wir: Im Darm liegt nicht die Ursache fĂŒr ADHS. Jedoch ist er Teil eines gröĂeren Gesamtbildes. Viele Faktoren tragen dazu bei, die Darmgesundheit bei Kindern mit ADHS zu stabilisieren.
Um den Darm in Ballance zu bringen, können PTA Eltern von Kindern mit ADHS neben der medikamentösen Therapie eine gesunde ErnĂ€hrung und entsprechende NahrungsergĂ€nzungsmittel empfehlen. Die Verbindung zwischen Darmgesundheit und Gehirn wird bei Kindern mit ADHS zunehmend wissenschaftlich untersucht. Klar ist: Der Darm steht ĂŒber die Darm-Hirn-Achse in engem Austausch mit dem Gehirn. Dadurch beeinflusst er unter anderem Verhalten, Stimmung und Stressreaktionen. Gerade bei Kindern mit wiederkehrenden Darmproblemen zeigen sich VerĂ€nderungen im Mikrobiom, das einen wichtigen Baustein fĂŒr die Darmgesundheit darstellt.
Darmprobleme bei Kindern mit ADHS ernst nehmen
Die Entstehung von ADHS bei Kindern ist nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt. Viele Faktoren beeinflussen sie: Genetische Vorbelastungen erhöhen das Risiko deutlich â ADHS tritt familiĂ€r gehĂ€uft auf. Weitere Ursachen wie Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft stören die Hirnentwicklung. Die Symptomatik ist bei Kindern individuell. ADHS Ă€uĂert sich hyperaktiv, unaufmerksam, impulsiv â oft kombiniert, situationsĂŒbergreifend. Auch die Darmgesundheit spielt hierbei eine wichtige Rolle. Kinder mit ADHS klagen oft ĂŒber Darmprobleme.
Bei Kindern mit ADHS ist oft die Zahl nĂŒtzlicher Bifidobakterien im Darm erniedrigt, dafĂŒr die Zahl entzĂŒndungsfördernder Firmicutes erhöht.
Darm-Hirn-Achse: ZusammenhÀnge verstehen
Ăber die Darm-Hirn-Achse können entzĂŒndliche Prozesse im Darm Auswirkungen auf Verhalten und Aufmerksamkeit haben. Besonders bei Kindern mit Darmproblemen wird dieser Zusammenhang diskutiert. ADHS lĂ€sst sich nicht durch die ErnĂ€hrung heilen, aber bei vielen Kindern mit ADHS hilft die gesunde ErnĂ€hrung. Eine angepasste ErnĂ€hrung kann das Mikrobiom und die Zusammensetzung der Darmbakterien deutlich verbessern â konkret bedeutet das: bessere Konzentration, weniger Unruhe, stabilere Stimmung und in manchen FĂ€llen sinkt sogar der Medikamentenbedarf.
Diese 4 Tipps können PTA weitergeben, um die Darmgesundheit bei ADHS zu fördern:
Tipp 1: Gesunde ErnĂ€hrung mit Omega-3-FettsĂ€uren: aus Fisch oder Algenöl in geeigneter Menge fĂŒr Kinder
Tipp 2: Antioxidanzien aus Obst und GemĂŒse frisch verzehren
Tipp 3: Ballaststoffreiche ErnĂ€hrung mit HĂŒlsenfrĂŒchten wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen lindert Darmprobleme.
Tipp 4: Pro- und PrĂ€biotika aus fermentierten Lebensmitteln können die Anzahl nĂŒtzlicher Darmbakterien steigern
NahrungsergÀnzung vs. Methylphenidat bei Kindern mit ADHS
Eine Studie vergleicht NahrungsergĂ€nzungsmittel mit Methylphenidat (MPH) bei Kindern mit ADHS. Ihre Darmgesundheit wird durch unangenehme Symptome wie Durchfall, Verstopfung oder Ăbelkeit erschwert. 20 Kinder wurden ĂŒber vier Wochen beobachtet: Zehn von ihnen nahmen Methylphenidat ein, die anderen zehn stattdessen Supplemente. Beide Gruppen zeigten Ă€hnliche Verbesserungen â bessere Aufmerksamkeit, bessere Selbstkontrolle â trotz Darmprobleme und gestörter Darmbakterien.
Die zehn Kinder mit ADHS der Supplemente-Gruppe erhielten Vitamine, Mineralstoffe, AminosĂ€uren, Omega-3-FettsĂ€uren und Probiotika zur Stabilisierung der Darmgesundheit. FĂŒr PTA heiĂt das: NahrungsergĂ€nzung kann die ADHS-Therapie sinnvoll unterstĂŒtzen und die Darmgesundheit von Kindern mit ADHS stĂ€rken.
Niemals sollte eine Àrztlich verordnete Therapie mit Arzneimitteln abgebrochen werden, um eigenmÀchtig auf NahrungsergÀnzungsmittel umzustellen.
Bei Kindern mit starken Darmproblemen beeinflussen weitere Faktoren das Gleichgewicht der Darmbakterien. Stress stört das Mikrobiom sowie die Darmgesundheit der Kinder und verschĂ€rft ADHS-Symptome. Schlafmangel beeintrĂ€chtigt nĂŒtzliche Darmbakterien und erhöht Unruhe.
Wie PTA Eltern zu Darmproblemen beraten können
Bei Kindern mit ADHS-Diagnose fĂŒhlen sich Eltern oft allein gelassen. Als PTA können Sie ihnen verstĂ€ndlich die nicht-medikamentöse Therapie erklĂ€ren, um Darmprobleme anzugehen und die Anzahl nĂŒtzlicher Darmbakterien zu steigern.
Der Darm ist nicht die Ursache von ADHS, sondern ein relevanter Baustein im Gesamtbild der Darmgesundheit mit der Erkrankung bei Kindern.
Eltern sollten wissen: Der Darm beeinflusst das Verhalten ĂŒber das Gehirn, ist aber nicht allein verantwortlich fĂŒr ADHS bei Kindern. Die ErnĂ€hrung oder NahrungsergĂ€nzung kann Symptome von ADHS und die Darmgesundheit verbessern, heilt ADHS jedoch nicht. Extreme EinschrĂ€nkungen und DiĂ€ten sind hingegen nicht sinnvoll, da sie die Vielfalt der Darmbakterien schĂ€digen. Eine ausgewogene ErnĂ€hrung stabilisiert die Darmgesundheit bei ADHS langfristig.
Gute Darmbakterien fördern: ErnĂ€hrungstipps fĂŒr Kinder mit ADHS
Viele Eltern wissen nicht, wie stark die Darmgesundheit bei Kindern mit ADHS das Wohlbefinden, die Konzentration und Ruhe beeinflusst. Ein ausgeglichenes Darmmikrobiom verbessert die Stimmung und Konzentration bei Kindern. Als PTA können Sie sie mit kleinen Tipps fĂŒr die Routine bei der ErnĂ€hrung unterstĂŒtzen. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkorn, HĂŒlsenfrĂŒchte, GemĂŒse und Obst fördern gute Darmbakterien und stabilisieren die Darmgesundheit bei ADHS. Empfehlen Sie ein StĂŒck Obst nachmittags oder Vollkorn zum FrĂŒhstĂŒck.
Fermentierte Produkte wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi oder Kombucha liefern lebende Mikroorganismen fĂŒr die Verdauung und wirken sich positiv auf die Serotonin-Produktion aus. Sie können Eltern raten, diese Nahrungsmittel regelmĂ€Ăig in den Speiseplan einzubauen, um die Darmgesundheit ihrer Kinder zu unterstĂŒtzen.
Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel stören das Gleichgewicht der Darmbakterien. Diese fördern Darmprobleme und erhöhen bei Kindern mit ADHS Unruhe oder ImpulsivitĂ€t. Empfehlen Sie, darauf zu verzichten â das wirkt sich positiv auf die innere Ruhe aus.
Diese 5 Tipps können Sie auĂerdem an Eltern weitergeben:
Tipp 1: Achten Sie auf regelmĂ€Ăige Mahlzeiten.
Tipp 2: Reduzieren Sie stark verarbeitete Lebensmittel, die die Darmgesundheit belasten.
Tipp 3: Bieten Sie verschiedene Lebensmitteln an â die Vielfalt fördert die Anzahl gesunder Darmbakterien bei Kindern mit ADHS.
Tipp 4: Fördern Sie eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung fĂŒr eine gute Verdauung bei Darmproblemen.
Tipp 5: UnterstĂŒtzen Sie das Darmmikrobiom gezielt mit Probiotika fĂŒr die Darmgesundheit bei ADHS.
Was machen Antibiotika mit gesunden Darmbakterien bei Kindern?
Antibiotika wirken sich immens auf das Darmmikrobiom aus: Sowohl schĂ€dliche als auch gute Darmbakterien werden zerstört, was das Mikrobiom und die Darmgesundheit bei Kindern mit ADHS langfristig schwĂ€cht. Aber auch Umweltgifte wie Pestizide oder Mikroplastik fördern Darmprobleme und EntzĂŒndungen bei Kindern mit ADHS. Als PTA sollten Sie diese Aspekte in das BeratungsgesprĂ€ch einbeziehen und entsprechend immer zum Antibiotikum ein Probiotikum empfehlen. Das kann der Reduzierung guter Darmbakterien bei Antibiotika-Gaben entgegenwirken.
Quellen:
https://www.allergosan.com/de/blog/ad-hd-kombination-aus-probiotika/
https://gemeinsam-adhs-begegnen.de/was-ist-adhs/ursachen
https://happyhelden.de/pages/darmgesundheit-bei-adhs-und-autismus
https://www.adxs.org/de/page/495/darm-hirn-achse-und-adhs
https://www.urologie-peine-lehrte-wunstorf.de/aktuelles/gesundheit-medizin/artikel/18986
https://www.sempt-apotheke.de/adhs-und-darmflora/
Cryan, JF, and Dinan, TG: âMind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behaviour", Nature reviews neuroscience, Oktober 2012.












