Soziale Medien
WELCHE AUSWIRKUNGEN HAT ENDLOSES SCROLLEN AUF JUGENDLICHE?
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âNur noch ein Video und dann gehe ich endlich schlafenâ â ein Vorsatz, den viele Personen kennen, auch Erwachsene. Doch vor allem bei Jugendlichen kann das Scrollen nach Entertainment Auswirkungen haben. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie die Menge an konsumierten Kurzvideos nicht mehr selbst kontrollieren können und die Nutzung sozialer Medien fĂŒr die Jugendlichen mehr Sucht als Lust wird.
Vor allem Plattformen mit Algorithmen, die sich durch personalisierten Content auf die eigenen Interessen spezialisieren, versuchen oft gezielt die Nutzungsdauer zu verlÀngern. Da stellt sich die Frage: Welche Auswirkungen hat das Scrollen dieser Kurzvideos auf Jugendliche? Ist die Aufmerksamkeit wirklich gefÀhrdet? Und wie viel bringt das EinschrÀnken der Bildschirmzeit?
Nutzung von sozialen Medien: Wie surfen Jugendliche das Internet?
Vor allem bei Jugendlichen ist die Nutzung von sozialen Medien stark ausgeprĂ€gt. Laut der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung wĂŒrden bereits 94 Prozent der 12- bis 13-JĂ€hrigen ein Smartphone besitzen. Bis zum Erwachsenenalter erhöht sich diese Nummer auf 99 Prozent. Dabei wĂŒrden 95 Prozent der befragten Jugendlichen tĂ€glich das Internet nutzen, hauptsĂ€chlich fĂŒr soziale Medien. Ein vermehrtes Scrollen kann allerdings auch vermehrte Auswirkungen mit sich bringen.
Doomscrolling: eine Definition
Der Begriff Doomscrolling wird hĂ€ufig von Jugendlichen benutzt, um ein endloses Scrollen auf sozialen Medien mit Kurzvideo-Formaten zu beschreiben. Hierbei werden die exzessive Nutzung und deren Auswirkungen negativ konnotiert: âDoomâ bedeutet so viel wie Unheil.
Welche Auswirkungen hat das endlose Scrollen auf Jugendliche?
Ein Kurzvideo nach dem anderen: sogenanntes Doomscrollen. Die Nutzung sozialer Medien zeigt einen Trend nach oben. Aber welche Auswirkungen hat das endlose Scrollen der Kurzvideos fĂŒr Jugendliche und deren FĂ€higkeit zur Aufmerksamkeit? Forscher der UniversitĂ€t Bayreuth haben sich dieser Frage angenommen.
In die Auswertung der Analyse der Wissenschaftler flossen insgesamt 42 Studien aus den Jahren 2015 bis 2025. Das Ergebnis: Eine unstrukturierte und intensive Nutzung von sozialen Medien, vor allem Kurzvideo-Plattformen, kann zu negativen Auswirkungen fĂŒr Jugendliche fĂŒhren. Darunter fallen vor allem mehr Stress, Angst und Depressionen sowie eine höhere ImpulsivitĂ€t und schlechtere Aufmerksamkeit.
Eine intensive Nutzung sei vorhanden, sollten vier oder mehr Stunden am Tag mit Scrollen verbracht werden. Unstrukturiert sei die Nutzung, wenn diese den Alltag stört, etwa durch spontane Nutzung oder das Hindern von Schlaf- oder Lernphasen.
Auswirkung von Kurzvideos auf die Aufmerksamkeit: Was tun?
Die Auswirkungen des Scrollens auf Jugendliche lassen sich nicht nur durch eine kĂŒrzere Bildschirmzeit einschrĂ€nken. Auch das Darlegen von klaren Routinen und Anlernen von Medienkompetenz hilft Jugendlichen mit der gesunden Nutzung von sozialen Medien. Die Forschenden appellieren auĂerdem daran, die Designs von Kurzvideo-Plattformen und deren Auswirkungen auf Nutzungsdauer und Aufmerksamkeits-Spanne schĂ€rfer zu beobachten. So soll es Jugendlichen gelingen, gezielt zu Scrollen, Online-Plattformen bewusst zu benutzen und Doomscrollen zu vermeiden.
Quellen:
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/medienkompetenz-355/523579/jugend-und-soziale-medien/
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/news-archiv/artikel/social-media-endloses-scrollen-durch-videoclips-kann-geistige-faehigkeiten-beeintraechtigen/
https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/was-ist-doomscrolling-und-was-hilft-dagegen/












