Nahaufnahme: Mann hält brennende Zigarette über Aschenbecher © Motortion / iStock / Getty Images Plus
Rauchen gilt als einer der größten Risikofaktoren für Lungenkrebs.

FrĂĽherkennung

KOSTENLOSER LUNGENKREBS-CHECK FĂśR STARKE RAUCHER*INNEN AB APRIL

Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der Todesfälle. Mit einem neuen Angebot soll Lungenkrebs erkannt werden, bevor Symptome auftreten. Der neue Lungenkrebs-Check soll genau das ermöglichen und die Früherkennung deutlich verbessern.

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Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der Todesfälle. Mit einem neuen Angebot soll Lungenkrebs erkannt werden, bevor Symptome auftreten. Der neue Lungenkrebs-Check soll genau das ermöglichen und die Früherkennung deutlich verbessern.

Ab April haben starke Raucher*innen Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Der Lungenkrebs-Check wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bis man einen Termin für den Lungenkrebs-Check bekommt, könnte es allerdings noch etwas länger dauern.

Das Angebot richtet sich an aktive und ehemalige Raucher*innen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) mitteilte. „Ziel ist es, bei diesem besonders gefährdeten Personenkreis Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen“, erklärt der GBA. Die Früherkennung soll mithilfe eines regelmäßigen Lungenkrebs-Check verbessert werden. Alle 12 Monate sei eine Untersuchung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) möglich. Dieser Lungenkrebs-Check kann Veränderungen in der Lunge schon früh sichtbar machen.

Früherkennung: Flächendeckendes Angebot kommt nicht sofort

Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen beruht auf einem Beschluss des GBA sowie der vorausgegangenen Lungenkrebs-FrĂĽherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums. Damit soll die FrĂĽherkennung von Lungenkrebs strukturiert ausgebaut werden. Der Lungenkrebs-Check gilt als wichtige MaĂźnahme, um Erkrankungen frĂĽher zu entdecken und Behandlungschancen zu verbessern.

Bis das neue Screening überall genutzt werden könne, sei noch etwas Geduld erforderlich, teilte Bernhard van Treeck, unparteiisches GBA-Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung, mit.

„Ärztinnen und Ärzte, die bei den Versicherten die Voraussetzungen für eine Screening-Teilnahme prüfen und anschließend an eine radiologische Praxis überweisen dürfen, benötigen eine besondere Fortbildung.“

Der Lungenkrebs-Check kann deshalb zunächst nicht überall sofort angeboten werden. Radiolog*innen bräuchten neben einer speziellen Fortbildung die Genehmigung einer Kassenärztlichen Vereinigung, eine NDCT-Aufnahme anfertigen und begutachten zu können.

Erst danach kann der Lungenkrebs-Check im Rahmen der FrĂĽherkennung flächendeckend stattfinden.

April: Wie Betroffene am Lungenkrebs-Check teilnehmen können

Versicherte können sich ab April an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die sich an der Lungenkrebs-Früherkennung beteiligt, wie es in der Mitteilung heißt. Dort wird geprüft, ob die Voraussetzungen für einen Lungenkrebs-Check erfüllt sind. Die Ärztin oder der Arzt klärt, ob die Kriterien auf die Person zutreffen.

Voraussetzung fĂĽr den Lungenkrebs-Check ist unter anderem eine lange Rauchvorgeschichte. Die Personen mĂĽssen mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre erreichen.

Das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag ĂĽber ein Jahr lang entspricht einem Packungsjahr. Expert*innen zufolge gibt es schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, die fĂĽr einen Lungenkrebs-Check im Rahmen der FrĂĽherkennung infrage kommen könnten.

Quelle: dpa

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