Wohnzimmer mit Sofa, Couchtisch und Laptop, im Hintergrund ein Rollator © Iryna Imago / iStock / Getty Images Plus
Nicht nur unterwegs lauern Stolperfallen, auch das eigene Zuhause muss fit fĂŒr den Rollator gemacht werden.

Unterwegs

STÜRZE MIT ROLLATOR VERMEIDEN – 4 TIPPS

Von der losen Teppichkante zur falschen Körperhaltung: All das kann zu StĂŒrzen fĂŒhren, wenn man mit einem Rollator durch den Alltag lĂ€uft. Pflege-Expert*innen verraten, wie es besser geht und sich Stolperfallen vermeiden lassen.

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Ob bei MuskelschwĂ€che oder Gleichgewichtsstörungen: Ein Rollator hilft dabei, sicherer von A nach B zu kommen. Handhabt man die Gehhilfe falsch, kann es allerdings gefĂ€hrlich werden – dann drohen StĂŒrze.

Was man tun kann, damit es nicht so weit kommt, erfahren Sie hier: 4 einfache Tipps, mit denen sich StĂŒrze vermeiden lassen, wenn man mit Rollator unterwegs ist.

Tipp 1: Zuhause fit fĂŒr den Rollator machen

Soll ein Rollator auch in Wohnung oder Haus zum Einsatz kommen, bereitet man das Zuhause darauf am besten vor.

Bleiben die RĂ€der nĂ€mlich an Kanten hĂ€ngen, ist es schnell vorbei mit dem Gleichgewicht. Das Zentrum fĂŒr QualitĂ€t in der Pflege (ZQP) rĂ€t, vorab folgende Handgriffe vorzunehmen, um StĂŒrze mit dem Rollator zu vermeiden:

  • lose Teppichkanten festkleben
  • dicke Teppiche am besten entfernen
  • (TĂŒr-)Schwellen mit kleinen Rampen ausgleichen
  • Möbel gegebenenfalls umstellen

Tipp 2: Rollator richtig einstellen lassen

„Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen BedĂŒrfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht“,

so Daniela Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP. Hat man sich nach der Beratung in einem SanitĂ€tsgeschĂ€ft fĂŒr ein Modell entschieden, sollte man es vor Ort passend einstellen lassen.

Entscheidend, um StĂŒrze zu vermeiden, sind dabei Griffhöhe und Bremsen.

Tipp 3: Auf die Körperhaltung achten

Die goldene Regel lautet: möglichst aufrecht. Man sollte sich, wenn man mit Rollator unterwegs ist, also weder noch vorn beugen noch die Schultern hochziehen, erklĂ€rt das ZQP. FĂŒr diese Haltung dankt auch der RĂŒcken. FĂŒr die grĂ¶ĂŸtmögliche StabilitĂ€t ist wichtig, dass sich die FĂŒĂŸe beim Gehen zwischen den HinterrĂ€dern befinden.

Anders ausgedrĂŒckt: Man geht also nicht hinter, sondern im Rollator. Das gilt ĂŒbrigens auch, wenn die Strecke bergauf oder bergab fĂŒhrt. Insbesondere im letzten Fall gilt: immer bremsbereit bleiben.

Apropos Bremsen: Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) rĂ€t, die Bremsen unbedingt festzustellen, wenn man sich auf den Rollator setzt. Noch sicherer wird die Verschnaufpause, wenn die VorderrĂ€der eine Wand berĂŒhren.

Tipp 4: Kritische Situationen mit Rollator ĂŒben

Bordsteine ĂŒberwinden, in Bus oder Bahn einsteigen, rĂŒckwĂ€rts am Rollator gehen oder durch TĂŒren: All das muss geĂŒbt sein, wenn man sicher unterwegs und StĂŒrze zuverlĂ€ssig vermeiden will.

Sinnvoll sind dafĂŒr Rollatortrainings, die etwa bei Kliniken, bei der Physio- oder Ergotherapie, von der Polizei, Verkehrsbetrieben oder der Deutschen Verkehrswacht angeboten werden.

Warum ein Rollator auch schaden kann

Übrigens: Die Entscheidung fĂŒr einen Rollator sollte man jedoch nicht auf eigene Faust treffen – sondern vorher einmal mit HausĂ€rzt*in, OrthopĂ€d*in oder Physiotherapeut*in ĂŒber das Thema sprechen, rĂ€t das ZQP. Denn einen Rollator sollte nur nutzen, wer ihn auch wirklich braucht.

Der Grund: Wer ĂŒber lĂ€ngere Zeit am Rollator geht, obwohl das gar nicht nötig ist, riskiert Gleichgewichtsstörungen und StĂŒrze. Auch die GehfĂ€higkeit kann abnehmen.

Quelle: dpa

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