Nahaufnahme: ältere Frau packt Koffer© DragonImages / iStock / Getty Images Plus
Ein Notfallgepäck sollte für mehrere Tage reichen – Medikamente und Dokumente gehören unbedingt hinein.

Ernstfall

NOTFALLGEPÄCK BEI EVAKUIERUNG: MEDIKAMENTE UND DOKUMENTE EINPACKEN

Ein Notfallgepäck sollte griffbereit sein, bevor eine Evakuierung ansteht – bei Waldbrandgefahr bleibt oft wenig Zeit. Welche Medikamente, Dokumente und Hygieneartikel hineingehören und worauf Ihre Kund*innen beim Verlassen des Hauses achten sollten. Eine Checkliste für Ihre Beratung.

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Die anhaltende Trockenheit erhöht vielerorts die Waldbrandgefahr. In einigen Orten kam es bereits zu Evakuierungen. Werden Bewohner*innen dazu aufgefordert, ihr Haus oder ihre Wohnung im Fall einer Evakuierung zu verlassen, sollten sie sich an diese Anweisung halten, heißt es vom Malteser Hilfsdienst. Im Handverkauf kommt dann schnell die Frage auf, was in ein Notfallgepäck gehört.

Gute Vorbereitung ist dann entscheidend. Denn selbst wenn noch etwas Zeit bleibt, kann es in stressigen Situationen schwierig sein, an alles zu denken, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Behörde rät daher, das Notfallgepäck möglichst frühzeitig und in Ruhe zu packen. Weisen Sie Ihre Kund*innen darauf hin, dass es unter Umständen länger dauern kann, bis man sein Zuhause wieder betreten kann – das Notfallgepäck sollte also besser für mehrere Tage reichen.

Checkliste: Diese Dinge gehören ins Notfallgepäck

Das BBK und die Malteser geben Tipps, was im Fall einer Evakuierung alles ins Notfallgepäck gehört. Diese Checkliste können Sie im Beratungsgespräch als Orientierung nutzen – sie fasst die wichtigsten Dinge zusammen. So bleibt beim Packen des Notfallgepäcks nichts Wesentliches liegen.

  • Dokumentenmappe mit Kopien, etwa vom Ausweis, Reisepass, Impfpass und weiteren wichtigen Unterlagen
  • Versichertenkarte der Krankenversicherung
  • Bargeld und Geldkarten
  • Handy und Ladegerät – um in Kontakt zu bleiben
  • Erste-Hilfe-Set sowie persönlich benötigte Medikamente – auch für die kommenden Tage
  • Kleidung für mehrere Tage und verschiedene Wetterlagen – am besten Teile für einen Zwiebel-Look zusammenstellen
  • Hygieneartikel für einige Tage nach Bedarf – Zahnbürste sowie unter Umständen etwa Monatshygiene, Windeln
  • Kopfbedeckung und Arbeitshandschuhe
  • Schlafsack oder Decke
  • Wasserflasche
  • Verpflegung für etwa zwei Tage in staubdichter Verpackung
  • Essgeschirr und Besteck
  • Schutzmaske (FFP2) oder anderer Atemschutz
  • Taschenlampe mit Reservebatterien
  • Multitool, Dosenöffner, Taschenmesser
  • Wer hat: batteriebetriebenes Radio mit Reservebatterien, um aktuelle Informationen zu erhalten, falls Mobilfunk, Internet und TV ausfallen sollten
  • Für Kinder Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift
  • Und natürlich: Schlüssel, etwa für die Haustür und das Auto

Tipp: Raten Sie Ihren Kund*innen, am besten vorab zu klären, wo sie im Fall der Fälle unterkommen können, etwa bei Freunden oder Verwandten.

Medikamente im Notfallgepäck: Ihr Beratungsthema

Besonders relevant für das Gespräch in der Apotheke sind die Medikamente im Notfallgepäck. Auf der Liste von BBK und Maltesern stehen ein Erste-Hilfe-Set sowie persönlich benötigte Medikamente – und zwar auch für die kommenden Tage. Machen Sie Ihre Kund*innen darauf aufmerksam, dass die Dauermedikation im Notfallgepäck nicht nur für einen einzigen Tag reichen sollte.

Ebenso wichtig ist die Versichertenkarte der Krankenversicherung.

Auch Hygieneartikel für einige Tage zählen zur Grundausstattung: eine Zahnbürste sowie unter Umständen Monatshygiene oder Windeln. Eine Schutzmaske (FFP2) oder ein anderer Atemschutz gehört ebenfalls dazu.

Wer Kinder hat, packt zusätzlich einen Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift ein. So sind neben den Medikamenten auch die übrigen Gesundheitsartikel im Notfallgepäck vollständig.

Evakuierung beginnt: Mit dem Notfallgepäck das Haus verlassen

Steht eine Evakuierung an, muss das Notfallgepäck griffbereit stehen. Nun heißt es Ruhe bewahren und auf Durchsagen etwa der Polizei oder Feuerwehr achten. Und woran sollte man denken, bevor man das Haus verlässt? Dazu geben die Malteser folgende Tipps:

  • Wasseranschlüsse schließen
  • Gasanschlüsse schließen
  • Elektrische Geräte ausschalten
  • Fenster und Türen schließen
  • Eintreffende Hilfsorganisationen gegebenenfalls über weitere Personen im Gefahrenbereich informieren

Bei einer Evakuierung bleibt für das Notfallgepäck und diese Handgriffe oft nur wenig Zeit. Erklären Sie Ihren Kund*innen deshalb, dass die Reihenfolge klar ist: erst die Anweisungen der Einsatzkräfte, dann alles Weitere.

Notfallgepäck frühzeitig packen: Sicherheit geht vor

Wichtig: Bei all diesen Maßnahmen sollte man darauf achten, dass man sich selbst nicht in Gefahr bringt – also nur durchführen, wenn dafür ausreichend Zeit bleibt. Und natürlich nicht vergessen, das Notgepäck mitzunehmen.

Ein rechtzeitig gepacktes Notfallgepäck nimmt Ihren Kund*innen im Ernstfall genau diesen Zeitdruck – und Sie können in der Beratung mit einer Checkliste für das Notfallgepäck konkret weiterhelfen.

Quelle: dpa

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