Elternteil hilft Kind bei der SĂ€uberung einer SchĂŒrfwunde am Knie © Sasiistock / iStock / Getty Images Plus
Kleine SchĂŒrf- oder Schnittwunden sind leich zu behandeln.

Erste Hilfe

SCHÜRFWUNDEN BEI KINDERN RICHTIG BEHANDELN

SchĂŒrfwunden gehören zum Alltag vieler Kinder – doch wie behandeln? Reicht ein Pflaster aus und wann Ă€rztlichen Rat holen? Erfahren Sie, wie PTA mit Beratung Wundversorgung unterstĂŒtzen, Infektionen vorbeugen und Eltern Tipps geben, wie kleine Verletzungen optimal versorgt werden können.

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Kaum ein Kind kommt ohne Kratzer oder SchĂŒrfwunden durch die Kindheit. Ob beim Fahrradfahren, auf dem Spielplatz oder beim Toben im Hof und Garten – StĂŒrze gehören bei Kindern zum Alltag. Entsprechend hĂ€ufig suchen Eltern in der Apotheke Rat, wenn sie SchĂŒrfwunden behandeln mĂŒssen. FĂŒr PTA ist es deshalb wichtig, genau zuzuhören und die Grundlagen der modernen Wundversorgung zu kennen, damit sie Eltern und Erzieher*innen kompetent beraten können.

Besonders bei oberflĂ€chlichen Verletzungen besteht oft Unsicherheit: Muss die SchĂŒrfwunde desinfiziert und behandeln werden? Wann ist ein Pflaster ausreichend? Und woran erkennen Eltern die richtige Wundversorgung fĂŒr die Schnittwunde ihrer Kinder?

Platzwunde oder SchĂŒrfwunde? Verletzungen bei Kindern richtig einordnen

Wenn Eltern in die Apotheke kommen, schildern sie hĂ€ufig nur, dass ihr Kind „hingefallen“ sei. FĂŒr PTA lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Art der Verletzung. Beim adĂ€quaten Behandeln kommt es auf die richtige Einordnung an – jede Information und jedes Detail sind wichtig. Wie stark ist die Verletzung – geht es um eine Schnittverletzung, SchĂŒrfwunde oder sogar eine Platzwunde? Danach richtet sich die Wundversorgung bei Kindern.

Wundversorgung bei SchĂŒrfwunden
Eine SchĂŒrfwunde entsteht meist durch Reibung auf rauen OberflĂ€chen wie Asphalt oder Beton. Dabei werden die oberen Hautschichten abgeschĂŒrft. Die Verletzung kann zwar stark brennen und leicht bluten, heilt jedoch bei Kindern in vielen FĂ€llen komplikationslos ab. Die Wundversorgung ist mit Wunddesinfektionsmitteln wie Octenidin und einem Pflaster ausreichend.

Anders sieht es bei einer Platzwunde bei Kindern aus. Sie entsteht hĂ€ufig durch stumpfe Gewalteinwirkung, etwa wenn Kinder mit dem Kopf gegen eine Kante stĂ¶ĂŸt oder auf den Boden fallen. Platzwunden bluten oft viel stĂ€rker, sind offen und können klaffen. In solchen FĂ€llen sollten PTA Eltern auf die Notwendigkeit einer Ă€rztlichen AbklĂ€rung hinweisen oder den Rettungsdienst alarmieren.

Worauf ist zu achten beim Behandeln von SchĂŒrfwunden bei Kindern?

  • große und tiefe SchĂŒrfwunden vom Arzt oder Ärztin behandeln lassen
  • besonders, wenn starke, lang anhaltende Blutung vorliegt oder
  • die SchĂŒrfverletzung großflĂ€chig ist: ĂŒber weite Teile Arme oder Beine
  • Fremdkörper wie Glas oder kleine Steine können sich in der SchĂŒrfwunde befinden

Schnittverletzung bei Kindern richtig behandeln

Auch das Behandeln einer Schnittverletzung bei Kindern unterscheidet sich sehr stark von der Wundversorgung einer SchĂŒrfwunde. WĂ€hrend die WundrĂ€nder bei SchĂŒrfwunden unregelmĂ€ĂŸig sind, zeigt eine Schnittverletzung meist glatte Wundkanten. Je nach Tiefe der Schnittwunde kann zwischen der Selbstmedikation mit Pflaster und der medizinischen Wundversorgung gewĂ€hlt werden.
 

„In der modernen Wundversorgung heilt eine saubere und geschĂŒtzte Wunde bei Kindern Schnittverletzung in der Regel schneller und mit geringerem Infektionsrisiko als eine unversorgte Verletzung.“

Erstversorgung bei Kindern: SchĂŒrfwunden schnell behandeln

Wenn Eltern SchĂŒrfwunden bei ihren Kindern behandeln, ist die erste Maßnahme die Reinigung der Wunde. Schmutz, kleine Steinchen oder Sandkörnchen sollten möglichst vollstĂ€ndig entfernt werden, um Infektionen vorzubeugen. PTA können Eltern erklĂ€ren, dass sauberes Leitungswasser hĂ€ufig ausreicht, um die Verletzung vorsichtig auszuspĂŒlen. Anschließend empfiehlt sich eine geeignete Wunddesinfektion.

Das Behandeln mit modernen Antiseptika kann helfen, Keime zu reduzieren und die Wundheilung zu unterstĂŒtzen. Ein wichtiger Beratungspunkt ist, dass viele Eltern immer noch glauben, dass SchĂŒrfwunden möglichst „an der Luft trocknen“ sollten. Bei der Wundversorgung gilt heute der Grundsatz der feuchten Wundheilung. Spezielle Pflaster oder Wundauflagen schĂŒtzen die verletzte Haut bei Kindern vor Ă€ußeren EinflĂŒssen und schaffen ein gĂŒnstiges Heilungsmilieu.

Feuchte Wundversorgung bei Kindern

Wer SchĂŒrfwunden bei Kindern behandeln möchte, sollte auf eine zeitgemĂ€ĂŸe Versorgung setzen. Untersuchungen zeigen, dass feucht gehaltene Wunden hĂ€ufig schneller heilen und weniger Narben hinterlassen. Gerade Kinder profitieren davon, da die empfindliche WundflĂ€che durch ein sensibles Pflaster oder eine geeignete Auflage vor erneuten Verletzungen geschĂŒtzt wird. Zudem wird verhindert, dass Kinder an der Wunde kratzen oder Schorf frĂŒhzeitig ablösen.

PTA können Eltern darauf aufmerksam machen, dass ein regelmĂ€ĂŸiger Verbandswechsel wichtig ist. Gleichzeitig sollte die Wunde tĂ€glich kontrolliert werden. Eine sorgfĂ€ltige Versorgung reduziert das Risiko von Infektionen deutlich und unterstĂŒtzt eine schnelle Heilung. Ob Platzwunde bei den Kindern, Wundversorgung oder Schnittverletzung – eine fachliche EinschĂ€tzung hilft Eltern dabei, angemessen zu reagieren.

Wer SchĂŒrfwunden richtig behandeln kann, sorgt dafĂŒr, dass kleine Verletzungen schnell verheilen und Kinder schon bald wieder unbeschwert spielen, klettern und toben können.

Quellen:

https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/schnittwunden-und-schuerfwunden-behandeln/

https://www.praktischarzt.de/behandlung/Wundversorgung/schuerfwunde/

https://www.octenisept.de/wunden/wundarten/schuerfwunde

https://www.apothekerkammer.de/pressemitteilungen/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=10012&cHash=4f5b94c0e06faba0c805c2a18fecdb4

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