Umfrage
ZUKUNFT DER PTA-AUSBILDUNG: SCHULEN FORDERN HĂ–HERE VERGĂśTUNG
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Der Bundesverband PTA e. V. (BVpta) hat 57 PTA-Schulen aus ganz Deutschland zu ihrer Einschätzung zur Zukunft der PTA-Ausbildung befragt.
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Ausbildung braucht grundlegende Veränderungen, um praxisnaher, attraktiver und zukunftsfähiger zu werden.
Klares Signal aus den Schulen
Eine Mehrheit der befragten Schulen kann sich zwar vorstellen, die Ausbildungsdauer auf drei Jahre zu verlängern – allerdings nur dann, wenn damit auch eine tiefgreifende inhaltliche Reform einhergeht.
Anja Zierath, Bundesvorsitzende des BVpta, ordnet die Ergebnisse ein: „Die Ergebnisse senden ein deutliches Signal an die Politik: Die PTA-Schulen sind bereit, Veränderungen mitzutragen. Sie erwarten aber Reformen, die die Ausbildungsqualität verbessern und den Beruf nachhaltig stärken. Eine längere Ausbildung allein macht den Beruf weder attraktiver, noch löst sie den Fachkräftemangel.“
Mehr Praxisbezug gewĂĽnscht
Besonders deutlich äußern sich die Schulen zum Thema Praxisnähe. Sie sprechen sich für eine engere Verbindung von schulischem Unterricht und praktischer Ausbildung in der Apotheke aus. Frühzeitige Praxiseinsätze, eine kontinuierliche praktische Begleitung über die gesamte Ausbildungszeit sowie moderne Lehrkonzepte sollen die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden fördern, deren Motivation stärken und den Berufseinstieg erleichtern.
Konsequenterweise ist auch die Zustimmung zu einem dualen Ausbildungsmodell groĂź, das Theorie und Praxis deutlich enger miteinander verzahnt.
AusbildungsvergĂĽtung als zentraler Baustein
Ein weiteres zentrales Thema der Befragung ist die Frage nach einer Ausbildungsvergütung. Die große Mehrheit der Schulen sieht sie als entscheidenden Faktor, um den PTA-Beruf wieder attraktiver zu gestalten. Nach Einschätzung der Befragten würde eine Vergütung mehr junge Menschen für den Beruf gewinnen, finanzielle Hürden abbauen, Ausbildungsabbrüche verringern und die gesellschaftliche Wertschätzung des Berufs steigern.
Bei der Frage der Finanzierung sehen viele Schulen den Staat in der Pflicht – gleichzeitig werden Modelle, bei denen sich Apotheken und Apothekerkammern beteiligen, als sinnvoll bewertet.
Rahmenbedingungen und Wertschätzung
Trotz der breiten Reformbereitschaft weisen die Schulen auch auf notwendige Voraussetzungen hin. Eine erfolgreiche Neuausrichtung der Ausbildung erfordert ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen, genügend Ausbildungsapotheken sowie eine enge Abstimmung zwischen Schulen und Praxisbetrieben. Auch modernisierte Lehrpläne und eine dauerhaft gesicherte Qualität der praktischen Ausbildung werden als unverzichtbar angesehen.
Darüber hinaus wünschen sich viele Schulen eine stärkere öffentliche Wertschätzung des PTA-Berufs.
In den Freitextantworten der Umfrage wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass die Wahrnehmung von Apotheken und insbesondere von PTA in der Öffentlichkeit häufig zu einseitig sei. Verantwortungsvolle Tätigkeiten wie die Arbeit in Rezeptur und Labor seien in der Bevölkerung kaum bekannt.
Zudem sprechen sich die Schulen fĂĽr verbindliche Aufstiegsqualifikationen mit anerkanntem Abschluss und einer angemessenen finanziellen Anerkennung aus.
BVpta bringt Ergebnisse in den politischen Dialog
FĂĽr den BVpta liefert die Umfrage wichtige Impulse fĂĽr die laufende Debatte ĂĽber die Zukunft der PTA-Ausbildung.
Der Verband will die gewonnenen Erkenntnisse in den politischen Dialog einbringen und gemeinsam mit Schulen, Berufsverbänden, Kammern und weiteren Beteiligten auf eine Reform hinwirken, die den Anforderungen einer modernen Arzneimittelversorgung gerecht wird und den PTA-Beruf langfristig stärkt.
Quelle: „BVpta-Umfrage zur Zukunft der PTA-Ausbildung PTA-Schulen sehen deutlichen Reformbedarf bei der Ausbildung!“, Pressemitteilung von Bundesverband PTA e. V. (BVpta), Saarbrücken, 25.08.2026.












