Überforderter Junge schlĂ€ngt – umringt von BĂŒchern – HĂ€nde ĂŒber dem Kopf zusammen© Prostock-Studio / iStock / Getty Images Plus
SchĂŒler*innen fĂŒhlen sich zunehmend gestresst.

Belastung

SCHULSTRESS BEI KINDERN: WORAN ELTERN IHN ERKENNEN

Erstmals seit der Pandemie nimmt die psychische Belastung bei SchĂŒler*innen wieder zu. Auch Leistungsdruck spielt eine große Rolle. Was Sie besorgten Eltern raten können, um Schulstress bei Kindern besser zu erkennen und zu lindern.

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2025 fĂŒhlte sich ein Viertel der SchĂŒler*innen durch psychische Belastung stark beeintrĂ€chtigt, zeigt das Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung. Einer der möglichen GrĂŒnde fĂŒr den Schulstress bei Kindern ist den Autor*innen der regelmĂ€ĂŸig erscheinenden Befragung zufolge ein enormer Leistungsdruck. Das Thema Stress und Druck im Kontext der Schule löst auch bei Eltern hĂ€ufig Sorgen aus: Wie können sie erkennen, ob ihr Kind eine psychische Belastung aufweist? Und wie können sie Schulstress bei Kindern und den stetigen Leistungsdruck mindern?

„Jedes Kind reagiert anders auf Schulstress“, heißt es vom Familienportal NRW. Es gibt aber eine Reihe von Anzeichen, auf die Eltern bei ihren Kindern achten können, um eine psychische Belastung frĂŒh zu bemerken. Dazu können zum Beispiel unspezifische Bauchschmerzen zĂ€hlen, ein plötzlicher Leistungsabfall, sozialer RĂŒckzug oder Wut und Aggressionen. Auch Schlaf- oder Essstörungen zĂ€hlen zu den hĂ€ufigsten Stresssymptomen bei Kindern.

Stresssymptome bei Kindern: Probleme ernst nehmen

Wer Stresssymptome bei Kindern wahrnimmt, sollte sich auf Ursachensuche machen. Was löst den Schulstress bei Kindern aus? Wichtig ist, dass Eltern ihr Kind und seine Stresssymptome ernst nehmen. Am besten nehmen sich Eltern Zeit, Sohn oder Tochter in entspannter AtmosphÀre von den Problemen erzÀhlen zu lassen und aufmerksam zuzuhören, um die psychische Belastung zu verstehen.

Statt pauschaler Aufmunterungsversuche sollten Eltern signalisieren, dass sie ihr Kind unterstĂŒtzen und gemeinsam nach Lösungen fĂŒr den Schulstress suchen.

In einem ersten Schritt können Eltern laut Familienportal NRW auf einen verlĂ€sslichen Tagesablauf sowie einen geregelten Schlafrhythmus achten. Zeit fĂŒr Bewegung im Freien sorgt fĂŒr körperlichen Ausgleich und lindert Stresssymptome bei Kindern.

Die eigene Haltung zu Stress und Leistungsdruck prĂŒfen

Auch die eigene Haltung als Vater oder Mutter kann eine Rolle beim Thema Leistungsdruck spielen. Die sollten Eltern reflektieren, um Schulstress bei ihrem Kind zu vermeiden. Hilfreich sind Fragen wie:

  • Überfordere ich mein Kind mit Leistungsdruck?
  • Ist das Lerntempo individuell angemessen?
  • Kritisiere ich mein Kind – womöglich auch unbeabsichtigt oder unterbewusst – fĂŒr Fehler, was die psychische Belastung erhöht?
  • Bekommt es unabhĂ€ngig von schulischen Leistungen Lob?
  • Spielen Noten eine Rolle dabei, wie ich meinem Kind begegne und so Druck erzeuge?
  • Vergleiche ich mein Kind mit anderen?
  • Vermittle ich selbst Gelassenheit gegen den Schulstress?

Schlechte Noten sollten kein Anlass fĂŒr Strafen oder Liebesentzug sein.

Psychische Belastung zu groß? Externe Hilfe in Anspruch nehmen

Nicht zuletzt können Eltern Hilfe in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind unter Schulstress und starkem Leistungsdruck leidet. Erste Anlaufstellen bei psychischer Belastung können LehrkrĂ€fte sein. Der oder die Klassenlehrer*in oder ein*e Vertrauenslehrer*in können dabei helfen, das Ausmaß der Stresssymptome bei Kindern richtig einzuschĂ€tzen. Daneben begleitet und berĂ€t der schulpsychologische Dienst Kinder bei LernauffĂ€lligkeiten und Krisen, die durch Schulstress entstehen.

Angebote der Schulsozialarbeit und Schulpsychologie gibt es aber nicht an allen Schulen, was etwa von Schulleitungen regelmĂ€ĂŸig kritisiert wird. Zeigen sich gesundheitliche Probleme und Stresssymptome bei Kindern ĂŒber lĂ€ngere Zeit, sollten ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden – etwa bei Kinder- und JugendĂ€rzt*innen.

Wenn die psychische Belastung zu groß wird, helfen zudem spezialisierte Familienberatungsstellen oder die Elternberatung der Telefonseelsorge.

Quelle: dpa

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