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Verschleimte Bronchien können ganz schön hartnÀckig sein.

Husten

TIPPS GEGEN VERSCHLEIMTE BRONCHIEN

Alle Jahre wieder sorgt die ErkĂ€ltungszeit fĂŒr den steilen Anstieg jener Apothekenkund*innen, die nach einem PrĂ€parat gegen Husten verlangen. Verschleimte Bronchien und lĂ€stiger Hustenreiz gehören jetzt zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden fĂŒr den Gang in die Apotheke.

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Der ErkĂ€ltungshusten, die am meisten verbreitete Variante des Symptoms Husten, wird ĂŒberwiegend durch ĂŒber Tröpfcheninfektion ĂŒbertragene Viren hervorgerufen. Sie wandern in die Bronchien, die dadurch verschleimt werden, besiedeln die SchleimhĂ€ute der oberen Luftwege und zwingen die Schleimhautzellen, neue Viren zu bilden. Es kommt zu EntzĂŒndungen und vermehrter Schleimbildung. Beides löst den Hustenreflex aus, der sich dann als Hustenreiz bemerkbar macht.

In den ersten Tagen einer ErkĂ€ltung fĂŒhrt die Reizung von Chemorezeptoren zur Freisetzung von EntzĂŒndungssubstanzen in den Atemwegen. Dadurch wird ein unproduktiver, trockener Husten ausgelöst. Dieser sogenannte Reizhusten ist oftmals schmerzhaft, da die Bronchien in diesem Stadium noch nicht verschleimt sind. Da stresst jeder Hustenstoß die entzĂŒndete Schleimhaut noch mehr. Ein spĂ€teres Auftreten von verschleimten Bronchien ist hier schon vorprogrammiert. Es entsteht ein Teufelskreis aus EntzĂŒndung und erhöhter Empfindlichkeit, der durch die Einnahme eines Hustenstillers unterbrochen werden sollte.

Hustenlöser unterstĂŒtzt gezieltes Abhusten bei verschleimten Bronchien

Im weiteren Verlauf reagieren die SchleimhĂ€ute auf die entzĂŒndungsbedingte Reizung mit einer vermehrten Bildung von dickflĂŒssigem Bronchialsekret: Aus dem anfĂ€nglichen Reizhusten wird nun ein sogenannter produktiver Husten. Das Abhusten bei stark verschleimten Bronchien bringt Patient*innen oft an ihre Grenzen.

Um die Atemwege von dem zĂ€hen Bronchialschleim zu befreien, stoßen die betroffenen Patient*innen bei einem Hustenanfall mitunter Luft mit einer Geschwindigkeit von sage und schreibe bis zu 480 Stundenkilometern aus. Das Abhusten des Schleims sollte mit einem Hustenlösergezielt unterstĂŒtzt werden, insbesondere wenn die Bronchien verschleimt sind.

Die große Dusche
Husten ist eine weitreichende Angelegenheit. Die nassen Tropfen, die dabei freigesetzt werden, fliegen bis zu acht Meter weit. Zudem schweben sie bis zu zehn Minuten in der Luft herum, bevor sie auf OberflĂ€chen niedergehen. Bei diesem Niederschlag handelt es sich um eine Art flĂŒssige Folie. Die hĂ€lt sich lĂ€nger, als einem lieb sein kann. Gerade bei besonders stark verschleimten Bronchien ist das Risiko der Verbreitung infektiöser Partikel erhöht.

Regeneration der gereizten SchleimhÀute nach Infektion

Nach sieben bis zehn Tagen lĂ€sst die ĂŒbermĂ€ĂŸige Schleimproduktion in den Bronchien langsam nach und die Bronchien verschleimen immer weniger. Durch die ĂŒberstandene Infektion sind die SchleimhĂ€ute in den Atemwegen jedoch noch immer gereizt und entsprechend empfindlich. WĂ€hrend sie abheilen, kommt es deshalb oftmals erneut zu einem trockenen und teils schmerzhaften Husten, auch bekannt als postinfektiöser Husten. Bereits unterschwellige Reize wie etwa kalte Luft oder körperliche Anstrengung können jetzt eine Hustenattacke auslösen. In dieser Phase ist wieder ein Hustenstiller angesagt, mit dessen Hilfe sich die angegriffenen SchleimhĂ€ute in Ruhe regenerieren können.

Was steckt hinter trockenem oder produktivem Husten?

Die hĂ€ufigsten Ursachen von Husten sind mit Abstand grippale Infekte und die Influenza, die echte Virusgrippe. Auch eine chronische NasennebenhöhlenentzĂŒndung, Sinusitis, wird in der Regel von einem meist trockenen Husten begleitet, der sich im Liegen oft noch verstĂ€rkt. Das Gleiche gilt fĂŒr eine Bronchitis. Hier tritt zunĂ€chst trockener, spĂ€ter produktiver Husten mit verschleimten Bronchien auf. Asthma bronchiale geht ebenfalls mit Husten, vorwiegend trockenem, einher.

Die auf dem Vormarsch befindliche chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), bei der die Atemwege in der Lunge chronisch entzĂŒndet und verengt sind, ist ein weiterer zunehmender Auslöser. Der chronische Husten tritt dabei mit Auswurf auf. Eine weitere Ursache von Husten kann eine LungenentzĂŒndung sein. Hierbei ist der Husten anfangs meist trocken, spĂ€ter wird Schleim mit abgehustet.

Die Dauer des Hustens ist entscheidend
FĂŒhrt man sich den hier dargestellten typischen Verlauf von Husten im Rahmen einer ErkĂ€ltung vor Augen, ist es gut verstĂ€ndlich, dass Experten heute bei der Beratung der Patienten fĂŒr eine neue Vorgehensweise plĂ€dieren. Stand bislang die Frage nach verschleimtem oder trockenem Husten am Beginn, sollte die Einstiegsfrage nun zuerst klĂ€ren, wie lange der Husten denn bereits andauert. Ob akut oder lĂ€nger anhaltend – verschleimte Bronchien gehören in jedem Fall zur AbklĂ€rung.

Seltene Auslöser wie Allergien und bakterielle Infektionen

Nun zu den selteneren Ursachen, die zu Husten fĂŒhren können: So geht eine RippenfellentzĂŒndung (Pleuritis) mit trockenem Reizhusten sowie starken, einseitigen und atemabhĂ€ngigen Brustschmerzen einher. Bei Lungenkrebs ist hartnĂ€ckiger Husten ein relativ frĂŒhes Symptom. Allergien stehen ebenso auf der Liste der Kandidaten. Allergisch bedingter Husten kann zum Beispiel bei einer Allergie gegen Pollen, Schimmelpilze, Nahrungsmittel und Hausstaubmilben auftreten.

Bei Keuchhusten (Pertussis), einer hochansteckenden bakteriellen Atemwegsinfektion, leiden die Patienten unter krampfartigen HustenanfĂ€llen mit anschließendem keuchendem Luftholen. Daher kommt auch der Name dieser schweren Erkrankung. Auch Diphtherie, ebenfalls eine schwere bakterielle Atemwegsinfektion, wird vielfach von bellendem Husten begleitet. Typisch fĂŒr Pseudo-Krupp, eine viral bedingte EntzĂŒndung der oberen Atemwege ist ein trockener, bellender Husten. Weitere Symptome sind Heiserkeit sowie pfeifende oder quietschende AtemgerĂ€usche beim Einatmen.

Leitlinie erkennt Bedeutung der Apotheke
Die aktuelle wissenschaftliche Leitlinie der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) betont ausdrĂŒcklich die Bedeutung der Selbstmedikation beim akuten ErkĂ€ltungshusten. Entsprechend kommt Apotheker*innen und PTA eine zentral wichtige Rolle bei der Beratung zu. Gerade deshalb, weil im Laufe einer ErkĂ€ltung ĂŒblicherweise verschiedene Hustenarten sowie verschleimte Bronchien auftreten und zur symptomatischen Therapie andere Wirkstoffe erforderlich machen.

Husten als Hinweis auf Lungenembolie und Mukoviszidose

Husten kann auch ein Anzeichen fĂŒr eine Lungenembolie sein, einer Verstopfung eines BlutgefĂ€ĂŸes in der Lunge durch ein Blutgerinnsel. Kleinere Lungenembolien verursachen meist nur kurzzeitigen Husten. Bei grĂ¶ĂŸeren Blutgerinnseln kann der Husten dagegen lange anhalten und zudem von blutigem Auswurf begleitet sein. Bei der angeborenen Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose ist die Absonderung von verschiedenen Körpersekreten wie Schleim und Schweiß gestört, wodurch die Bronchien dauerhaft verschleimt bleiben.

Aus diesem Grund wird unter anderem in den Atemwegen sowie den Bronchien vermehrt zĂ€her Schleim gebildet, was zunehmend Atemnot und chronischen Husten, oft mit Blut vermischt, bewirkt. Sowohl bei linksseitiger als auch beidseitiger (globaler) HerzschwĂ€che kann chronischer trockener Husten auftreten. Dieser verstĂ€rkt sich typischerweise im Liegen. Der RĂŒckfluss von MagensĂ€ure beziehungsweise saurem Mageninhalt in die Speiseröhre bei der Refluxkrankheit fĂŒhrt bei den Betroffenen zu chronischem trockenem Husten, der beim Hinlegen oft zunimmt.

Verschleimte Bronchien ade mit Mukolytika und Sekretomotorika

Beim unproduktiven Reizhusten, der zu Beginn oder im Nachgang eines grippalen Infekts auftreten kann, sind Antitussiva, also Hustenstiller angezeigt. Sie greifen entweder zentral im Hustenzentrum an oder lindern die Beschwerden durch Beeinflussung der Reizschwelle an den Hustenrezeptoren. In der Selbstmedikation werden Antitussiva in der Regel fĂŒr drei bis fĂŒnf Tage eingesetzt. Um die Nachtruhe zu gewĂ€hrleisten, können Sie Ihren Kund*innen in der Übergangsphase vom trockenen zum produktiven Husten mit verschleimten Bronchien zudem die Einnahme eines Expektorans vor dem Zubettgehen empfehlen.

Expektorantien setzen mit verschiedenen Wirkmechanismen gegen produktiven Husten an. Man unterscheidet entsprechend Sekretolytika, welche die Bildung von dĂŒnnflĂŒssigem Bronchialschleim fördern, und Sekretomotorika, die den Abtransport der BronchialfĂŒssigkeit anregen. Die sogenannten Mukolytika reduzieren die ZĂ€higkeit von verfestigtem Bronchialschleim – ideal also bei stark verschleimten Bronchien.

Ambroxol befreit verschleimte Bronchien zuverlÀssig

Neben Acetylcystein, das den zĂ€hen Schleim chemisch zerkleinert, besitzt vor allem Ambroxol eine Bedeutung als Hustenlöser. Es hat seine evidenzbasierte Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien nachgewiesen. UnabhĂ€ngig von der Art der Krankheitserreger befreit Ambroxol verschleimte Bronchien effektiv. Zudem schĂŒtzt er vor der Bildung von neuem Hustenschleim und fördert die mukoziliĂ€re Clearance, durch die Schleim und Partikel aus den Atemwegen herausbefördert werden.

Ist es COVID-19?
Ein durchwegs trockener Reizhusten ohne Schleimbildung könnte fĂŒr eine COVID-19-Infektion sprechen. Das trifft besonders dann zu, wenn der Patient oder die Patientin zusĂ€tzlich unter einer neu aufgetretenen Kurzatmigkeit leidet.

Behandlung von verschleimten Bronchien mit Phytotherapie

Eine DomĂ€ne der Phytotherapie ist Husten. Pflanzliche PrĂ€parate haben inzwischen den grĂ¶ĂŸten Stellenwert in der Selbstmedikation, um verschleimte Bronchien zu behandeln – die Nachfrage steigt kontinuierlich. Nur logisch, schließlich stehen sie in ihrer therapeutischen Wirksamkeit den synthetischen PrĂ€paraten in nichts nach. Zudem lĂ€sst sich auch mit den pflanzlichen Hustenmitteln den individuellen Vorlieben und BedĂŒrfnissen von Kunden aller Altersklassen mit verschleimten Bronchien nachkommen. So gibt es zum Beispiel PrĂ€parate ohne Alkohol, ohne Zucker, ohne Konservierungsmittel und ohne Farbstoffe.

Die Wirkstoffe Dextromethorphan (DMP) und Pentoxyverin (POV) wirken als zentrale Antitussiva. Sie erhöhen die Reizschwelle im Hustenzentrum des Gehirns, wobei der physiologische Hustenreflex erhalten bleibt. Auf diese Weise wird die IntensitÀt und HÀufigkeit der so belastenden Hustenattacken deutlich herabgesetzt. Ein positiver Effekt ist der schnelle Eintritt der Wirkung. Schleimlöser und Hustenstiller sollen bei verschleimten Bronchien nicht zeitgleich eingesetzt werden. Die zeitversetzte Gabe, also den Schleimlöser am Tag und den Hustenstiller zur Nacht, ist aber durchaus sinnvoll.

Husten auf Rezept
Eine Reihe von Medikamenten kann als Nebenwirkung einen chronischen trockenen Husten hervorrufen, der oft in Attacken auftritt. Zu diesen Arzneimitteln gehören zum Beispiel ACE-Hemmer und Betablocker. Daneben kann auch eine Einnahme des EntzĂŒndungshemmers Cortison (in Sprayform) Husten verursachen.

Effektive Schleimstoffdrogen gegen trockenen Husten

Pflanzliche Antitussiva kommen bei trockenem, unproduktivem Husten in Form von Schleimstoffdrogen zur Reiz- und Schmerzlinderung zum Einsatz. Ihre Wirkstoffe, die Polysaccharide, ĂŒberziehen in Verbindung mit Wasser die gereizten entzĂŒndeten SchleimhĂ€ute mit einer schĂŒtzenden Schicht. Diese deckt die hustenauslösenden Rezeptoren in den oberen Atemwegen ab und fĂŒhrt so zur Beruhigung: Der Hustenreiz lĂ€sst nach und die SchleimhĂ€ute werden besser befeuchtet.

Zubereitungen mit Schleimstoffdrogen sollten ĂŒber den Tag verteilt mehrmals eingenommen werden, um die reizlindernde Wirkung auf der Schleimhaut kontinuierlich zu erneuern. Hier die wichtigsten Vertreter der „grĂŒnen“ Hustenstiller: FĂŒr die antitussive Wirkung der Eibischwurzel ist vor allem ihr Inhaltsstoff Allantoin verantwortlich.

Hustenstiller aus der Natur: IslÀndisch Moos und Spitzwegerich

Der hohe Gehalt an Polysacchariden, die als Schleimstoffe vorliegen, unterstĂŒtzt den hustenstillenden Effekt der Pflanze. Die weiterhin enthaltenen Glykopeptide und RosmarinsĂ€uren wirken zudem entzĂŒndungshemmend und schmerzstillend. Im Flechtenkörper von IslĂ€ndisch Moos stecken neben reichlich Vitamin A, B1 und B12 eine Menge Schleimstoffe in Form der Polysaccharide Isolichenin und Lichenin. Auch bekannt als Flechten- oder MoosstĂ€rke sorgen sie fĂŒr die antitussive Wirkung von IslĂ€ndisch Moos. Seine Bitterstoffe und FlechtensĂ€uren entfalten zusĂ€tzlich antimikrobielle Effekte. IslĂ€ndisch Moos wird meist in Form von Lutschpastillen eingesetzt.

Der speziell bei Kindern bewĂ€hrte Spitzwegerich rĂŒckt mit mehreren Wirkmechanismen gegen den Hustenreiz vor. Die Iridoidglykoside entfalten antitussive sowie entzĂŒndungshemmende und antibakterielle Effekte. Die zahlreich enthaltenen Gerbstoffe wirken mit ihren adstringierenden Eigenschaften stabilisierend auf die SchleimhĂ€ute. Abgerundet wird das Portfolio des Spitzwegerichs durch seine spasmolytischen Eigenschaften. Sie entkrampfen die Atemwege und lindern auch auf diese Weise den Husten.

Hervorragende Datenlage
Zahlreiche Heilpflanzen mit spasmolytischen, antitussiven und antientzĂŒndlichen Effekten – wie unter anderem Efeu, Primel und Thymian – haben ihre gute Wirksamkeit bei akutem ErkĂ€ltungshusten in randomisierten und placebokontrollierten Studien unter Beweis gestellt. Wie die Leitlinie der DPG explizit erwĂ€hnt, ist „die Datenlage fĂŒr Phytotherapeutika bei der Indikation akute Bronchitis hĂ€ufig besser als fĂŒr synthetische Expektorantien“.

Ätherische Öle befreien verschleimte Bronchien

Schleimauswurffördernd und hustenlösend wirken die sogenannten Ätherisch-Öl- und Saponin-Drogen. Sie verflĂŒssigen den Schleim in den Bronchien, steigern die Sekretion in den Atemwegen und beschleunigen den Schleimtransport. Unter den Ätherisch-Öl-Drogen haben sich Eukalyptus und Thymian besonders bewĂ€hrt. Der wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff des aus frischen BlĂ€ttern und Zweigspitzen verschiedener Arten des Eukalyptus gewonnenen Öls ist das Cineol.

Es löst die verschleimten Bronchien sowie Nebenhöhlen und hat eine stark entzĂŒndungshemmende sowie keimtötende Wirkung. Zudem hemmt es Botenstoffe im Körper, die eine Verengung der Bronchien begĂŒnstigen. Damit können sich die Bronchien erweitern und die Lungenfunktionen infolge verbessert werden. Nicht zuletzt stimuliert Eukalyptusöl die KĂ€lterezeptoren an der Nasenschleimhaut, was subjektiv das GefĂŒhl einer verbesserten Nasenatmung vermittelt.

Thymianöl verflĂŒssigt den Bronchialschleim, sodass dieser leichter abgehustet werden kann. Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe sind Thymol und Carvacrol. Thymol wirkt stark desinfizierend sowie bakterizid und fungizid, Carvacrol stark entzĂŒndungshemmend. Zur Entspannung der Bronchialmuskulatur tragen Flavonoide bei.

Saponin-Drogen gegen verschleimte Bronchien

Saponin-Drogen haben zwei verschiedene Wirkmechanismen. Zum einen reizen sie mit ihren oberflĂ€chenaktiven Eigenschaften die SchleimhĂ€ute in den Atemwegen. Dadurch wird festsitzender Schleim in den Bronchien verflĂŒssigt und seine Sekretion gefördert. Zum anderen erregen Saponine sensible Nerven in der Magenschleimhaut. Dieser Reiz fĂŒhrt dazu, dass die Bronchialschleimhaut vermehrt Sekret produziert. Es wird dĂŒnnflĂŒssiger und kann leichter abgehustet werden.

EfeublĂ€tter haben unter den Saponin-Drogen zur Therapie von Husten die weitaus grĂ¶ĂŸte Bedeutung. Verantwortlich fĂŒr die gute Wirksamkeit sind verschiedene Hedera-Saponine. Sie lösen die verschleimten Bronchien, sodass der Schleim leichter abgehustet werden kann. Außer auswurffördernd wirken die Hedera-Saponine auch entzĂŒndungshemmend und entkrampfend. Mit diesem bronchodilatatorischen Effekt sorgen sie dafĂŒr, dass verengte Atemwege erweitert werden.

Auch die Primel bewĂ€hrt sich als Hustenlöser. Das geht auf ihre Triterpensaponine, Primulasaponin und Primacrosaponin zurĂŒck, die sowohl in den BlĂŒten als auch in den Wurzeln der Primel enthalten sind. Zubereitungen aus dem Wurzelstock von Pelargonium sidoides wirken ebenfalls expektorierend und fördern den Abtransport des Schleims aus den verschleimtem Bronchien. Zum Wirkspektrum gehören zudem antivirale, antibakterielle und zellschĂŒtzende Effekte.

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