© Sabine Breuer

Nachbericht

ZU GAST BEI ABOCA

Im April hatten vier Leserinnen und ein Leser das Glück mit unserer Aktion „Zu Gast bei …“ das italienische Healthcare-Unternehmen Aboca zu besuchen und deren intensives Forschungsengagement und die besondere Philosophie näher kennenzulernen. Ein beeindruckendes Erlebnis!

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Der Hauptsitz von Aboca liegt in den Hügeln oberhalb des Städtchens Sansepolcro in der Toskana. Gegründet wurde Aboca 1978 von Valentino Mercati, dessen Überzeugung es schon damals war, dass die Lösung für alle unsere gesundheitlichen Beschwerden in der Natur zu finden sei. Damals, in der Hochphase der Forschung nach synthetischen Wirkstoffen und der konventionellen Landwirtschaft, war dies eine gewagte These. Doch der Erfolg gab ihm recht. Heute beschäftigt Aboca weltweit etwa 1800 Mitarbeiter, liefert seine Produkte in 26 Länder und ist dabei dieser Idee treu geblieben. Das Unternehmen erforscht Heilpflanzen mit modernsten Methoden und entwickelt wissenschaftlich fundierte, wirksame und sichere stoffliche Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Aboca baut den größten Teil seiner Heilpflanzen selbst an und zwar konsequent nach den Vorgaben des biologischen Anbaus. Synthetische Stoffe werden zu keiner Zeit der Produktion eingesetzt. So ist gewährleistet, dass die Produkte zu 100 Prozent natürlich und leicht biologisch abbaubar sind.

Ein herzlicher Empfang

So freundlich wie die toskanische Landschaft sind auch die Menschen bei Aboca. Davide und Lucrezia sowie der aus Deutschland angereiste Frederick nahmen die Gruppe im Hauptsitz des Unternehmens in Empfang – einem einladenden, in warmen Farben mit viel Holz gestalteten Gebäude im Toskanischen Stil, das inmitten eines Heilpflanzengartens liegt. Dort gab es einen ersten Überblick über die Geschichte, die Aktivitäten und die Arbeitsweise des Unternehmens. „Wir beschäftigen uns mit Heilpflanzen, auch mit alten, fast vergessenen, die wir mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden untersuchen (Evidence- based medicine) und mit modernsten technologischen Ververarbeiten.“ Die Mitarbeiter von Aboca suchen bei der Erforschung von Pflanzen nicht nach einzelnen Leitsubstanzen, sondern analysieren das gesamte Spektrum an Inhaltsstoffen sowie deren Metaboliten. Mithilfe aufwändiger Verfahren wird dabei ein sogenannter „Fingerabdruck“ der Pflanze erstellt. Durch das Zusammenspiel aller enthaltenen Substanzen entstehen die emergenten Eigenschaften der jeweiligen Formulierung. Im nächsten Schritt wird untersucht, wie diese komplexen natürlichen Stoffe mit physiologischen Systemen – insbesondere dem Zellstoffwechsel des Menschen – interagieren. Molekülkomplexe mit einem günstigen Nutzen-Risiko-Verhältnis werden anschließend in Kooperation mit Universitäten und Kliniken weiter erforscht.

Mit der VR-Brille durch die Produktion

Da die Produktionsräume von Besuchern nicht betreten werden dürfen, erhielt jeder Gast ein Headset mit VR-Brille, mit dem er virtuell durch die Produktion spazieren und sich alles erklären lassen konnte. Ein immersives Erlebnis! Den Mitarbeitern im Labor konnte die Gruppe aber über die Schulter schauen. Sie arbeiten dort mit Verfahren wie Gas- und Flüssigkeitschromatografie, Massenspektrometrie sowie mit Kernspinresonanzspektroskopie (NMR-Spektroskopie). Bis heute wurden in den metabolomischen Labors mehr als 1500 Pflanzen analysiert. Ein Erlebnis war auch der Anblick der Villa Aboca nur wenige Meter entfernt. Die Villa ist auf jeder Packung des Herstellers zu sehen, denn hier begann die Erfolgsgeschichte.

Das Aboca-Museum

Am Nachmittag ging es dann ins Städtchen Sansepolcro hinunter, dessen Gründung auf das 10. Jahrhundert zurückgeht. Ein Highlight in den malerischen alten Gassen ist das Aboca-Museum. Der Rundgang führt durch die Säle der Renaissance-Residenz Bourbon del Monte. Inmitten von Herbarien, aufwändig gestalteten Büchern über Heilpflanzen, abenteuerlichen Geräten zur Arzneimittelherstellung und künstlerisch gestalteten Mörsern und Glasgefäßen erschließt sich dem Besucher die Jahrtausende alte Nutzung von Heilpflanzen. Auch ein phytochemisches Labor, eine Apotheke aus dem 19. Jahrhundert und eine Giftkammer wurden im Museum rekonstruiert.

Der One-Health-Gedanke

Bei einem Spaziergang durch die historische Innenstadt und einem letzten gemeinsamen Abendessen blickten die Gäste nochmal auf das Erlebte, den Umgang des Unternehmens mit Menschen, Tieren und der Umwelt zurück. Ein Statement bringt es auf den Punkt:

„Wir glauben, dass ein Unternehmen nur dann erfolgreich sein kann, wenn es ihm gelingt, wirtschaftliches Wachstum, soziale Gerechtigkeit und einen respektvollen Umgang mit der Natur zu vereinen.“

Dabei geht es nicht nur um die eigenen Produkte. Es geht um die gesamte Wertschöpfungskette, denn die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt sind eng verknüpft – ein Gedanke, der bei den Gästen sehr gut ankam, auch weil sie spürten, dass er bei Aboca tatsächlich gelebt wird.

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