Forsa-Umfrage
ANGST VOR KREBS: WAS BETROFFENE TUN KĂNNEN
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Die Angst vor Krebs ist jene gesundheitliche Furcht, vor der sich die Menschen in Deutschland am meisten fĂŒrchten. Das zeigt eine aktuelle, reprĂ€sentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit, fĂŒr die seit 2010 jĂ€hrlich 1000 Menschen ab 14 Jahren befragt werden. Rund 69 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass eine Krebserkrankung ihre gröĂte Sorge ist, was die weit verbreitete Angst vor Krebs unterstreicht. Auf Krebs folgen Alzheimer und Demenz.
Ausgewogene Informationen ĂŒber Krebs können helfen, mit der Angst umzugehen. Dazu gehört auch das Wissen darĂŒber, wie sich das persönliche Risiko aktiv senken lĂ€sst. Bei manchen Menschen wird die stĂ€ndige Angst vor Krebs allerdings zu einer enormen Belastung. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums erklĂ€rt, was dann helfen kann.
Diagnostik und Therapie stark verbessert
Dass die Angst vor Krebs so prĂ€sent ist, ist verstĂ€ndlich: Kaum eine andere Krankheit wird so stark mit groĂem Leid und einem tödlichen Ausgang verbunden. Viele Menschen haben zudem prĂ€gende Erfahrungen gemacht, etwa weil Familienmitglieder oder Freund*innen erkrankt sind. Auch die Medienberichterstattung kann dazu beitragen, dass diese Angst vor Krebs als besonders bedrohlich wahrgenommen wird.
Gleichzeitig ist wichtig zu wissen, dass sich Diagnostik und Behandlung in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt haben. âViele Krebserkrankungen können heute frĂŒh erkannt und erfolgreich behandelt werdenâ, sagt Dr. med. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum. âUnd selbst wenn eine Krebserkrankung nicht vollstĂ€ndig geheilt werden kann â mit entsprechender Behandlung können viele Betroffene noch ĂŒber lange Zeit ein aktives Leben fĂŒhren.â
Mit KrebsfrĂŒherkennung und PrĂ€vention Risiko senken
Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko zu verringern und so auch die Angst vor Krebs zu lindern. Menschen, die sich an den Empfehlungen des EuropĂ€ischen Kodex zur KrebsbekĂ€mpfung orientieren, erkranken statistisch gesehen seltener. Wer beispielsweise nicht raucht, sich regelmĂ€Ăig bewegt sowie gesund und ausgewogen ernĂ€hrt, profitiert enorm. Zudem bietet das gesetzliche Programm zur KrebsfrĂŒherkennung regelmĂ€Ăige Untersuchungen fĂŒr verschiedene Tumorarten an.
Ziel des gesetzlichen Programms zur KrebsfrĂŒherkennung ist es, Vorstufen oder Tumore in einem frĂŒhen Stadium zu erkennen. Fragen zu PrĂ€vention, KrebsfrĂŒherkennung oder Risikofaktoren beantwortet der Krebsinformationsdienst. Ărzt*innen sind telefonisch unter 0800 420 30 40 sowie per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichbar und informieren verstĂ€ndlich auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zur KrebsfrĂŒherkennung. Weitere Informationen gibt es unter www.krebsinformationsdienst.de.
Wenn die Angst den Alltag stark belastet
Eine gewisse Angst vor Krebs kennen die meisten Menschen. Sie kann auch dazu fĂŒhren, dass man sich im positiven Sinn mehr um die eigene Gesundheit und die KrebsfrĂŒherkennung kĂŒmmert. Manchmal entwickelt die Angst vor Krebs jedoch ein Eigenleben und wird zu einem hartnĂ€ckigen Begleiter. Dann kann sie viel Zeit und Energie beanspruchen und den Alltag stark belasten.
Mögliche Warnzeichen auf einen Blick:
- stĂ€ndiges GrĂŒbeln ĂŒber eine mögliche Erkrankung
- hÀufiges Kontrollieren und Abtasten des eigenen Körpers
- wiederholte Àrztliche Untersuchungen, die nicht beruhigen
- oder umgekehrt das Vermeiden von Untersuchungen aus Angst vor einer Diagnose
- intensive Recherchen im Internet zu Symptomen oder Risiken
- Schlafstörungen, starke Anspannung oder sozialer RĂŒckzug
Bei Bedarf professionelle Hilfe suchen
Wenn die Angst vor Krebs oder anderen schweren Erkrankungen zu viel Raum einnimmt und den Alltag bestimmt, mĂŒssen Betroffene sich damit nicht abfinden. Es gibt Möglichkeiten, den Umgang mit Sorgen und Ăngsten zu lernen, sodass sie das Leben weniger beeintrĂ€chtigen. Dabei können erfahrene Fachleute unterstĂŒtzen, zum Beispiel im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie.
Auch der Austausch mit anderen Menschen, denen es Àhnlich geht, kann hilfreich sein. Der Krebsinformationsdienst hilft bei Bedarf zudem dabei, Adressen von Psychotherapeut*innen und weiteren Ansprechpartner*innen zu finden.
Quelle: âAngst vor Krebs â was kann ich tun?â, Pressemitteilung von Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft, 27. Juli 2026.












