Nährstoffe
ERNÄHRUNG IN DER SCHWANGERSCHAFT: DAS IST WICHTIG
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Viele Schwangere hören noch immer den Rat, sie müssten jetzt für zwei essen. Tatsächlich brauchen sie in der Regel nicht mehr Kalorien, sollten aber nährstoffreichere Lebensmittel zu sich nehmen. Denn ab Beginn der Schwangerschaft braucht der Körper insbesondere mehr Vitamine, Mineralstoffe sowie Proteine als sonst. Darauf macht das Netzwerk „Gesund ins Leben“ aufmerksam.
Damit rückt die Ernährung in der Schwangerschaft früh in den Fokus – und wird auch in der Apotheke zum Thema. Wenn Ihre Kund*innen fragen, worauf sie beim Essen achten sollten, geht es weniger um die Menge als um die Qualität. In der Regel können Schwangere ihren erhöhten Bedarf an Nährstoffen über eine ausgewogene und angepasste Ernährung in der Schwangerschaft abdecken. Nur bei einzelnen Nährstoffen reicht der Speiseplan allein nicht aus.
Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft steigt an
Der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft verändert sich bereits in den ersten Wochen. Vitamine, Mineralstoffe und Proteine sind stärker gefragt als sonst, während der Energiebedarf nur leicht ansteigt. Für die Ernährung in der Schwangerschaft heißt das: Qualität geht vor Quantität. Machen Sie Ihren Kund*innen deutlich, dass „für zwei essen“ überholt ist.
Wie sich der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft am besten decken lässt, hängt auch von der individuellen Ernährungsweise ab. Qualifizierte Fachkräfte wie Hebammen und Ernährungsberaterinnen können individuell angepasste Tipps geben, etwa wenn Schwangere sich vegetarisch oder vegan ernähren. Verweisen Sie Ihre Kundinnen bei solchen Fragen gezielt weiter.
Folsäure und Jod in der Schwangerschaft ergänzen
Eine Ausnahme machen die Expertinnen bei zwei Nährstoffen: Das benötigte Plus an Folat und Jod lässt sich durch die Ernährung alleine nur schwer abdecken. Folsäure und Jod in der Schwangerschaft gehören deshalb zu den häufigsten Supplement-Themen im Beratungsgespräch. Aber auch der Bedarf an Omega-3-Fettsäure DHA, Eisen und Vitamin D steigt. Raten Sie Ihren Kundinnen, mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt zu besprechen, welche Nährstoffe sie zusätzlich als Supplement brauchen – so empfiehlt es das Netzwerk, das Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) ist.
Wichtig für die Ernährung in der Schwangerschaft ist außerdem der Zeitpunkt: Folsäure sollten Frauen bereits einnehmen, wenn sie schwanger werden wollen – dies könne das Risiko für angeborene Fehlbildungen des Neuralrohrs nachweislich reduzieren. Sprechen Sie Kund*innen mit Kinderwunsch deshalb frühzeitig auf Folsäure und Jod an. So lässt sich der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft von Anfang an zuverlässig decken.
Ernährung in der Schwangerschaft: Was auf den Teller darf
Grundsätzlich steigt der Energiebedarf im Verlauf der Schwangerschaft nur leicht an. Statt um Quantität, sprich für Zwei zu essen, sollte es Schwangeren also um Qualität bei ihrer Ernährung gehen. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft. Dazu gehört:
- Reichlich pflanzliche Lebensmittel zu sich zu nehmen, also Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie täglich Nüsse, etwa eine Handvoll.
- Tierische Lebensmittel regelmäßig, aber in Maßen und bewusst zu genießen – etwa Milch, Milchprodukte, fettarmes Fleisch, fettarme Wurst, Eier sowie fettreichen Meeresfisch.
- Sparsam tierische Fette zu sich zu nehmen. Besser auf einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren achten. Rapsöl sei da etwa eine gute Wahl.
- Süße und salzige Snacks sind gelegentlich völlig in Ordnung.
Auf Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Aal oder Hai sollten Schwangere aber besser verzichten, da sie mit Schadstoffen belastet sein können. Dieser Hinweis lohnt sich in jedem Beratungsgespräch rund um die Ernährung in der Schwangerschaft. So bleibt der Nährstoffbedarf gedeckt, ohne dass unnötige Risiken entstehen.
Kaffee in der Schwangerschaft: Wie viel ist erlaubt?
Wasser ist als Getränk die beste Wahl. Für mehr Abwechslung eignen sich auch ungesüßte Getränke wie Tee. Auf Kaffee in der Schwangerschaft müssen Frauen aber nicht völlig verzichten. Bis zu 200 Milligramm (mg) Koffein pro Tag werden als unbedenklich angesehen.
Das entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee.
Fragen Ihre Kund*innen nach Kaffee, können Sie also beruhigen – solange die Menge im Rahmen bleibt. Damit fügt sich auch die Tasse am Morgen problemlos in eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ein.
Quelle: dpa












