Erstversorgung
ERSTE HILFE BEI INSEKTENSTICH UND TIERBISSEN
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Im Sommer werden wir hĂ€ufig von Insektenstichen oder Tierbissen wie zum Beispiel von Zecken geplagt. Meist ist so ein Stich fĂŒr den Betroffenen nur lĂ€stig und kann lokal mit einem Antihistaminikum behandelt werden. Ist der Insektenstich im Mund- und Rachenraum oder kommt es zu einer allergischen Reaktion, wird Erste Hilfe nötig.
Erste Hilfe: Nach Insektenstich richtig handeln!
Kommen Betroffene mit der Bitte um Erste Hilfe nach einem Insektenstich zu uns in die Apotheke, sollten wir prĂŒfen, ob der Stachel noch steckt. Dieser wird vorsichtig mit einer Pinzette entfernt, ohne auf den Giftsack zu drĂŒcken. Sonst könnte vermehrt Gift in die Haut eindringen und es könnte zu einer allergischen Reaktion nach dem Insektenstich kommen. Die Stelle sollte als Erste Hilfe auĂerdem desinfiziert werden, um eine Infektion zu verhindern.
Um zu verhindern, dass ein Insektenstich zu einer allergischen Reaktion fĂŒhrt damit Erste-Hilfe-MaĂnahmen gar nicht erst nötig sind, sollten Speisen und GetrĂ€nke im Freien gut abgedeckt werden und wir sollten nicht nach den Insekten schlagen.
Welche allergische Reaktion gibt es nach einem Insektenstich?
Bei manchen Personen kommt es zu allergischen Reaktionen nach einem Insektenstich, die weitergehende Erste-Hilfe-MaĂnahmen erfordern. Es kommt zu schnellauftretenden groĂen Hautschwellungen, Zungenbrennen, Juckreiz. Auch Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen können als allergische Reaktion auftreten.
Der Rettungsdienst sollte als Erste Hilfe angefordert werden, wenn es nach dem Insektenstich zu Atemnot oder Bewusstlosigkeit kommt. Viele Betroffene haben bereits ein Notfall-Set aus einem Adrenalinpen, einem Antihistaminikum und einem Glucocorticoid, bei deren Anwendung wir helfen dĂŒrfen.
Wer bereits mit einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich reagiert hat, sollte ein Notfall-Set als Erste Hilfe immer dabeihaben.
Bisswunden unterscheiden sich von deutlich von Insektenstichen, daher ist es wichtig, sie als Erste Hilfe richtig zu behandeln. Zu einer allergischen Reaktion kommt es, wie nach einem Insektenstich, nicht. Bei Bisswunden erhöhen Keime im Speichel die Gefahr einer Infektion. Um dies zu verhindern, sollten wir die Bisswunde gut ausspĂŒlen und mit Desinfektionsmittel behandeln.
AnschlieĂend können wir die Bisswunde mit einem sterilen Verband, bei starken Blutungen mit einem Druckverband behandeln. Bisswunden sollte immer medizinisches Fachpersonal weiter behandeln. Durch Quetschen oder ReiĂen mit den ZĂ€hnen kommt es bei Bisswunden oft zu tieferliegenden GewebeschĂ€den, die Laien nicht allein behandeln sollten. AuĂerdem muss das Tetanus- oder Tollwutrisiko eingeschĂ€tzt werden, um schwere Infektionen zu verhindern.
Infektionen verhindern beim Zecke entfernen!
So können Betroffene die Zecke selbst entfernen:
â Möglichst schnell die Zecke entfernen, um eine Infektion zu verhindern. Krankheitserreger werden oft erst nach einigen Stunden abgegeben.
â Am einfachsten geht es mit einer Zeckenzange oder- karte, aber auch eine spitze Pinzette ist geeignet.
â Kein Ăl, Alkohol oder Nagellackentferner auf das Tier geben, es erhöht die Gefahr, dass Bakterien abgesondert werden.
â Zecke knapp ĂŒber der Haut greifen und langsam und gleichmĂ€Ăig ziehen. Es muss nicht gedreht werden.
â Zecke auf einem Blatt Papier begutachten, ob alles entfernt wurde, danach vorsichtig zerdrĂŒcken, z. B. mit einem Glas.
â Bisswunde mit Desinfektionsmittel behandeln und ca. 6 Wochen beobachten. Rötet sich die Stelle Tage bis Wochen nach dem Stich, könnte eine Infektion vorliegen. Unbedingt Ă€rztlich abklĂ€ren lassen, um FolgeschĂ€den zu verhindern!
Quellen:
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/insektenstiche/
https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/zecken-richtig-entfernen-stiche-behandeln-713599.html
https://www.netdoktor.de/krankheiten/bisswunden/












