Nicht verletzen
ORTHOPĂDE GIBT TIPPS FĂRS LAUFEN IM WINTER
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Bei winterlichen Temperaturen in die Laufschuhe schlĂŒpfen? Dagegen spricht nichts â zumindest, wenn das Thermometer nicht minus zehn Grad oder sogar weniger anzeigt.
Bei derart eisigen Temperaturen â und auch bei GlĂ€tte â pausieren Joggerinnen und Jogger im Winter besser oder verlegen ihr Training aufs Laufband drinnen, wenn möglich. Dazu rĂ€t der OrthopĂ€de Martin Rinio von der Gelenk-Klinik Gundelfingen.
KÀlte erhöht die Verletzungsgefahr beim Laufen im Winter
Denn: Je kĂ€lter es ist, desto schlechter werden unsere Muskeln, BĂ€nder und Sehnen durchblutet. âSie sind somit weniger elastisch und anfĂ€lliger fĂŒr Verletzungenâ, so Martin Rinio. Dazu kommt, dass die trockene und eisige Luft die Atemwege belastet, was sich auf den ganzen Körper auswirkt. Gerade beim Joggen bei KĂ€lte ist das Risiko fĂŒr Muskelzerrungen, BĂ€nderdehnungen oder andere Beschwerden deutlich erhöht.
Damit es (sich) im Winter gut lÀuft, kann man diese Dinge beachten:
1. Laufkleidung im Winter: Schicht fĂŒr Schicht gegen die KĂ€lte
Beim Laufen im Winter ist die richtige Kleidung entscheidend. Das sogenannte Zwiebelprinzip â also mehrere, dĂŒnne Schichten â bietet Schutz vor KĂ€lte und verhindert Ăberhitzung.
Nah am Körper befinden sich dabei atmungsaktive Stoffe, die den SchweiĂ rasch vom Körper wegleiten, rĂ€t die Gesellschaft fĂŒr OrthopĂ€disch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS). Die FunktionswĂ€sche ist dabei die bessere Wahl als das Baumwollshirt.
Letzteres bleibt nĂ€mlich vergleichsweise lange feucht, wodurch der Körper schneller auskĂŒhlt.
Als Zwischenschicht eignet sich etwa ein langĂ€rmliges Shirt aus Merinowolle, da sie gut wĂ€rmt. DarĂŒber ist eine atmungsaktive Laufjacke optimal. Diese Kombination ist das A und O bei funktionaler Laufkleidung im Winter.
Wichtig: Das Sportoutfit sollte nicht so warm sein, dass man darin ĂŒbermĂ€Ăig schwitzt. Trocknet all der SchweiĂ, kĂŒhlen LĂ€uferinnen und LĂ€ufer nĂ€mlich schnell aus.
2. Sichtbarkeit wÀhrend des Joggens bei KÀlte
Sehen und gesehen werden â ein wichtiger Punkt beim Joggen bei KĂ€lte, insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Gerade, wer in DĂ€mmerung und Dunkelheit unterwegs lĂ€uft, sollte laut Martin Rinio mit einer Stirnleuchte und Reflektoren ausgestattet sein. Diese kleinen Hilfsmittel sorgen nicht nur fĂŒr Sicherheit, sondern auch fĂŒr ein gutes GefĂŒhl beim Laufen im Winter.
3. AufwÀrmen vor dem Laufen ist im Winter besonders wichtig
Knie hochziehen, Beine schwingen, lockeres Einlaufen â beim AufwĂ€rmen vor dem Laufen sollte man sich im Winter besonders viel Zeit nehmen. âDer Körper benötigt einfach lĂ€ngere Zeit, um auf die richtige Betriebstemperatur zu kommenâ, sagt Rinio.
Ein grĂŒndliches Warm-up reduziert die Verletzungsgefahr beim Joggen bei KĂ€lte deutlich. Deshalb lieber fĂŒnf Minuten mehr investieren, als spĂ€ter mit Zerrungen oder Schmerzen zu kĂ€mpfen.
4. Richtig atmen beim Joggen bei KĂ€lte
Atmen wir durch die Nase statt durch den Mund, kommt die Luft angewĂ€rmt in der Lunge an â das belastet die Atemwege weniger. Gerade bei Minustemperaturen ist es zudem eine gute Idee, ein dĂŒnnes Tuch ĂŒber Mund und Nase zu ziehen, um die Lunge zu schĂŒtzen.
So bleibt das Laufen im Winter auch bei frostigem Wetter gesund.
5. Nach dem Lauf: Dehnen in warmer Umgebung
Der Lauf ist geschafft, nun ist das Dehnen dran. Das sollte aber lieber in warmer Umgebung, also drinnen, stattfinden, rĂ€t der Experte. Das belastet BĂ€nder und Muskeln weniger â besonders nach dem Laufen im Winter.
Denn wer nach dem Training verschwitzt in der KĂ€lte steht, kĂŒhlt schnell aus. Und das erhöht wiederum die Verletzungsgefahr â ein vermeidbares Risiko nach dem Joggen bei KĂ€lte.
Quelle: dpa











