Neue Wege
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND ROBOTIK IN DER MEDIZIN
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Künstliche Intelligenz und Robotik in der Medizin werden nach Einschätzung der Dresdner Klinikdirektorin und Forscherin Esther Troost immer mehr im Gesundheitswesen Einzug halten. „Neue Wege von der Diagnose zur Therapie stehen im Mittelpunkt einer medizinischen Zukunft, die wir gerade auch in Dresden aktiv und verantwortungsbewusst mitgestalten wollen“, sagte die Dekanin der Medizinischen Fakultät an der Technischen Universität Dresden. KI präge die Medizin schon jetzt und werde künftig weiter ausgebaut.
Troost, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Dresden, verwies auf hier praktizierte Anwendungen wie KI-gestützte Diagnostik und Robotik in der Chirurgie. So besetze Stefanie Speidel seit 2017 eine Professur für Translationale chirurgische Onkologie. Forschungsschwerpunkt der Informatikerin sei die Entwicklung intelligenter Robotik-Assistenzsysteme für die Chirurgie durch die Verbindung von Technik und Künstlicher Intelligenz in der Medizin.
Robotik in der Chirurgie präziser planen
Gerade erst habe die junge Ärztin und Wissenschaftlerin Fiona Kolbinger für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz in der Medizin den mit 210000 Euro dotierten Jung-Karriere-Förderpreis 2026 erhalten, betonte Troost. „Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie sich Operationen bei Krebserkrankungen im Bauchraum präziser planen und individuelle Risiken besser abschätzen lassen. Dazu nutzt sie KI-Modelle, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge besser zu verstehen.“
„Seit 2019 haben wir zudem in Dresden mit Unterstützung der Else Kröner-Fresenius Stiftungsförderung das Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ) aufgebaut“, erläuterte die Professorin ein weiteres Projekt.
Es konzentriere seine Forschungen auf Künstliche Intelligenz in der Medizin und digitale Technologien an der direkten Schnittstelle zu den Patient*innen. Ziel sei es, das Potenzial der Digitalisierung voll auszuschöpfen, um die klinische Praxis und insbesondere die Robotik in der Chirurgie deutlich zu verbessern.
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Klinische Künstliche Intelligenz in der Medizin im Fokus
Das EKFZ bilde dabei die gesamte Bandbreite der Künstlichen Intelligenz in der Medizin ab. „So haben wir hier neben einer Professur für Klinische Künstliche Intelligenz seit 2022 auch eine Professur für Medical Device Regulatory Science – einzigartig in Deutschland. Sie hat zum Ziel, regulatorische Anforderungen besonders für Software als Medizinprodukt und künstliche Intelligenz in Medizinprodukten voranzubringen, um mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten“, so Troost.
Nach Angaben der Professorin ermöglicht Künstliche Intelligenz in der Medizin die Analyse großer und komplexer Datensätze etwa aus der Genomik, Bildgebung und aus klinischen Studien.
„Dadurch können neue Zusammenhänge schneller erkannt, Krankheitsmechanismen besser verstanden und innovative Therapieansätze entwickelt werden. Die Integration der KI erforschen wir vor allem in unseren Schwerpunkten onkologische, metabolische sowie neurologische und psychische Erkrankungen.“
Künstliche Intelligenz in der Medizin hilft bei Therapiewahl
In der Therapie werde Künstliche Intelligenz in der Medizin zunehmend dazu beitragen, die Wahl der Behandlung auf Grundlage großer Datenmengen zu individualisieren und klinische Entscheidungsprozesse zu unterstützen.
„Gleichzeitig bleiben Verantwortung, ethische Bewertung und die Kommunikation mit den Patient*innen eindeutig ärztliche Kernaufgaben“,
stellte Troost klar. So untersuche ein Forschungsteam am EKFZ, wie digitale Technologien und Robotik therapeutische Prozesse sowie die Chirurgie verändern. „Für die Hochschulmedizin als Ausbildungsstätte bedeuten diese Entwicklungen, zukünftige Ärzt*innen im kompetenten Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Medizin auszubilden sowie deren Chancen und Grenzen kritisch zu reflektieren“, sagte die Dekanin abschließend.
Quelle: dpa












