Neue Studie
SCHLECHTER SCHLAF: RISIKO FĂR VIELE KRANKHEITEN STEIGT
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Besserer Schlaf macht nicht zwingend gesund, so die Forschenden. Aber zu wenig Schlaf steht statistisch in Verbindung mit zahlreichen Krankheiten. Auch die RegelmĂ€Ăigkeit spielt eine Rolle, ebenso wie die SchlafqualitĂ€t. Das zeigt eine Beobachtungsstudie aus GroĂbritannien mit fast 100000 Personen ĂŒber knapp neun Jahre.
Ganz einfach sind die ZusammenhÀnge nicht, aber sie betonen erneut, wie stark unser Schlaf das Krankheitsrisiko beeinflusst.
Schlaf und Risiko fĂŒr Krankheiten hĂ€ngen zusammen
Um zu erkennen, wie Schlaf und bestimmte Krankheiten statistisch verbunden sind, haben Forschende um Jingsong Luo von der School of Public Health in Peking untersucht. Sie nutzten dafĂŒr Daten aus Sensoren, die die 99559 Menschen eine Woche lang Tag und Nacht am Handgelenk trugen und verfolgten die Gesundheitsdaten der Personen anschlieĂend im Schnitt ĂŒber 8,9 Jahre. Aus den Sensorendaten schloss das Team mittels KĂŒnstlicher Intelligenz auf Dauer, QualitĂ€t und RegelmĂ€Ăigkeit des Schlafes. In den Gesundheitsdaten beobachteten sie, unter welchen Krankheiten die Personen spĂ€ter litten.
Das Team um Luo stellte fest, dass weniger als fĂŒnf Stunden Schlaf pro Nacht mit einem erhöhten Risiko fĂŒr 37 Krankheiten in Verbindung stehen. Das ist zwar kein Kausalzusammenhang, aber ein deutlicher Hinweis.
Auch die SchlafqualitĂ€t machte einen Unterschied. LĂ€ngere REM-Schlafphasen beispielsweise hingen zusammen mit geringerem Risiko fĂŒr insgesamt 83 Krankheiten. FĂŒr jede zusĂ€tzliche Minute des Traumschlafes sank die HĂ€ufigkeit von Herzinsuffizienz statistisch um 26, die von Demenz sogar um 46 Prozent. Mehr Tiefschlaf korrelierte mit geringerem Krankheitsrisiko in Bezug auf Depressionen oder Typ-2-Diabetes.
Auch unregelmĂ€Ăiger Schlaf ist nicht gesund
Viel Schlaf hilft aber nicht zwingend auch, gesund zu bleiben. Denn schwankende Schlafrhythmen, etwa durch stark unterschiedliche Einschlaf- oder Aufwachzeiten wÀhrend der Woche oder bedingt durch hÀufige Wachphasen in der Nacht, hÀngen mit Angststörungen oder Suchtproblemen zusammen. Mehr Schlaf bedeutet also nicht automatisch mehr Gesundheit und geringeres Krankheitsrisiko, sondern andere Faktoren entscheiden mit.
Allgemein lassen sich die Beziehungen zwischen Schlaf und bestimmten Krankheiten nicht so einfach belegen. Als sicher gilt: Gibt es statistisch belastbare ZusammenhÀnge zwischen Schlafdauer und bestimmten Krankheiten, ist das Risiko bei einer Schlafdauer von sechs bis acht Stunden am niedrigsten. Bei 69 von 86 Gesundheitsproblemen, bei denen die Schlafdauer wichtig ist, zeigt sich dieser Zusammenhang.
Wegen des Beobachtungscharakters der Studie lassen sich aus ihr keine direkten RĂŒckschlĂŒsse in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Schlaf und bestimmten Krankheiten ableiten. Andere gesundheitliche, verhaltensbezogene oder biologische Faktoren könnten eine Rolle gespielt haben. Allerdings zeigt die Untersuchung erneut, dass sechs bis acht Stunden Schlaf mit besserer Gesundheit verbunden sind. Die Forschenden betonen auĂerdem: Nicht nur die Dauer, auch RegelmĂ€Ăigkeit und SchlafqualitĂ€t können das Krankheitsrisiko beeinflussen.
Quellen:
https://de.euronews.com/2026/10/15/grosse-studie-schlafdauer-qualitat-und-rhythmus-beeinflussen-krankheitsrisiko
https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1005213












