Seniorin überprüft selbst ihren Puls am Handgelenk© Jacob Wackerhausen / iStock / Getty Images Plus
: Wer seinen Puls regelmäßig misst, kann Unregelmäßigkeiten aufdecken und ein unentdecktes Vorhofflimmern oft frühzeitig erkennen.

Herzrhythmusstörung

VORHOFFLIMMERN ERKENNEN UND SCHLAGANFALL VERHINDERN

Hilfe, was ist mit meinem Herzen los? Symptome sind oft beängstigend. Lesen Sie, wie Sie rechtzeitig Vorhofflimmern erkennen können und warum es so wichtig ist, diese Herzrhythmusstörung zu behandeln, um gefährliche Schlaganfälle zu vermeiden.

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Bei vielen Krankheiten gilt: Werden sie rechtzeitig bemerkt, kommt man im besten Fall dem großen Knall zuvor. Das trifft auch zu, wenn Ärzt*innen Vorhofflimmern erkennen, denn es ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Bleibt diese Erkrankung unerkannt und unbehandelt, steigt nämlich das Risiko für Schlaganfälle. Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung gehen 20 bis 30 Prozent der Schlaganfälle, bei denen ein Blutgefäß im Gehirn verstopft, darauf zurück, dass Betroffene nicht rechtzeitig ihr Vorhofflimmern erkennen konnten.

Bei dieser Herzrhythmusstörung kommt es zu ungeordneten elektrischen Impulsen in den Vorhöfen der Herzkammern. Kurz: Das Herz gerät aus dem Takt. Die Folge sind gestörte Blutströmungen, wodurch sich im Herzen Blutgerinnsel bilden können, wie die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erklärt. Wandert so ein Blutpfropf ins Gehirn, wird es gefährlich. Umso wichtiger ist es, Warnsignale zu deuten und Vorhofflimmern zu erkennen.

Atemnot, Brustschmerzen? Rechtzeitig Vorhofflimmern erkennen

Gut also, wenn man die Signale des eigenen Körpers ernst nimmt. Wer aufmerksam ist, kann oft selbst frühes Vorhofflimmern erkennen. Typische Anzeichen für diese Herzrhythmusstörung sind der Deutschen Herzstiftung zufolge:

  • Herzstolpern
  • unregelmäßiger und schneller Puls
  • Atemnot
  • Druckgefühl oder Schmerzen im Brustkorb
  • Schwindel

In aller Regel setzen die Symptome plötzlich ein und hören innerhalb von 24 Stunden von einem Moment auf den nächsten wieder auf. Wer diese Symptome erlebt, sollte sich einmal von Arzt oder Ärztin durchchecken lassen. Mithilfe eines EKG beziehungsweise Langzeit-EKG lässt sich feststellen, ob sich hinter den Beschwerden eine Herzrhythmusstörung verbirgt und Fachleute sicher das Vorhofflimmern erkennen.

Pulsmessung kann die Herzrhythmusstörung aufdecken

Tückisch: Man kann nicht immer anhand von Symptomen ein Vorhofflimmern erkennen. Die Deutsche Herzstiftung verweist auf Schätzungen, wonach bei bis zur Hälfte der Betroffenen die Herzrhythmusstörung keine oder kaum merkliche Beschwerden mit sich bringt. Daher raten Herz-Expert*innen, regelmäßig den Puls zu messen – vor allem, wenn man über 65 Jahre alt ist und/oder Bluthochdruck hat. Zeigen sich dabei Unregelmäßigkeiten, kann das den entscheidenden Hinweis liefern, um ein unentdecktes Vorhofflimmern zu erkennen.

So lässt sich das Vorhofflimmern erkennen und behandeln

Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, sobald Mediziner*innen das Vorhofflimmern erkennen. Eine Möglichkeit bei diesem Befund sind Medikamente, die den Herzschlag wieder in einen normalen Takt bringen. Oft kommen auch sogenannte „Blutverdünner“ zum Einsatz. Das sind Medikamente, die das Risiko für Blutgerinnsel – und damit für Schlaganfälle – senken, nachdem Fachleute ein Vorhofflimmern erkennen konnten.

Zudem gibt es die Möglichkeit einer Katheterablation. Das ist ein minimalinvasiver Eingriff am Herzen, bei dem die elektrischen Störfelder im Vorhof verödet werden. In anderen Fällen wird in einem operativen Eingriff die Lungenvene isoliert, um die Herzrhythmusstörung „abzuschalten“, wenn Medikamente nicht ausreichen, nachdem Ärzte das Vorhofflimmern erkennen.

Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko deutlich

Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich viel für die Gesundheit des Herzens tun. Und damit auch das Risiko senken, dass Sie überhaupt erst an einer Herzrhythmusstörung erkranken oder Ärzt*innen bei Ihnen Vorhofflimmern erkennen müssen. Das Portal „gesundheitsinformation.de“ nennt als Maßnahmen unter anderem einen Rauchstopp, eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht und regelmäßige Bewegung.

Quelle: dpa

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