Atemwegsschutz
GEFÄHRLICHE FELD- UND WALDBRÄNDE: RAUCH BLOSS NICHT EINATMEN
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Waldbrände sind nicht nur durch ihre zerstörerischen Flammen gefährlich. Auch der Rauch, der bei einem Feld- oder Waldbrand entsteht, stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Rauch einatmen kann selbst dann gefährlich sein, wenn das Feuer weit entfernt lodert. Die Stadt Monschau hat ihren Bürger*innen genau aus diesem Grund empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.
Die bei einem Waldbrand entstehenden Rauchschwaden sind ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Gasen und sehr feinen Teilchen. Sie entstehen, wenn Bäume, Sträucher, aber auch Gebäude und andere Materialien brennen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind besonders Feinstaubpartikel namens PM2.5 besorgniserregend, weil sie eingeatmet werden und so tief in die Lunge gelangen können. Rauch einatmen ist vor allem wegen dieser winzigen Partikel gefährlich.
Waldbrand: Warum der Rauch gefährlich ist
Der Feinstaub kann laut WHO Husten, Augen- und Halsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Atemlosigkeit auslösen. Da die Teilchen aber sogar in den Blutkreislauf gelangen können, können sie prinzipiell alle menschlichen Organe betreffen. Beim Waldbrand bleibt der Rauch also nicht auf die Atemwege beschränkt. Für Ihre Beratung heißt das: Rauch einatmen ist auch dann gefährlich, wenn die Beschwerden zunächst harmlos wirken.
Die Partikel lösen dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge Entzündungen und Stress in Zellen aus. Je nachdem, wie lange dies anhält, können Erkrankungen die Folge sein.
Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Demenz oder Diabetes Typ II werden laut dem UBA mit Feinstaub in Verbindung gebracht. Rauch einatmen ist damit nicht nur kurzfristig gefährlich, sondern kann langfristige Folgen haben.
Rauch einatmen: gefährlich für Risikogruppen
Bei Menschen mit Asthma, chronischen Lungen- oder Herzkrankheiten könnten sich die Symptome verstärken, heißt es von der WHO. Zudem seien Ältere und Babys sowie Kinder stärker als andere gefährdet, bei den Kleinen entwickle sich die Lunge erst noch. Auch Menschen mit Behinderung und Schwangere gehören zu den Risikogruppen – und nicht zuletzt Einsatzkräfte, die an vorderster Front die Brände bekämpfen.
Sprechen Sie diese Kund*innen im Beratungsgespräch gezielt an: Gerade für sie ist Rauch einatmen besonders gefährlich. Zieht der Rauch eines Waldbrandes über die Region, sollten sie die Belastung so weit wie möglich meiden.
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Wie nah am Waldbrand wird der Rauch gefährlich?
Weil unterschiedliche Witterungsbedingungen – wie etwa Wind – aber auch verschiedene persönliche Reaktionen auf Schadstoffe eine Rolle spielen, lässt sich kein pauschal sicherer Abstand zu Waldbränden festlegen, schreibt das Umweltbundesamt. Mit zunehmendem Abstand zum brennenden Bereich nehme jedoch die Wahrscheinlichkeit für akute Auswirkungen durch die Rauchbelastung ab.
Ab einigen hundert Metern würden eher die oben beschriebenen Auswirkungen durch Feinstaub relevant. Eine feste Grenze, ab der Rauch einatmen nicht mehr gefährlich ist, gibt es demnach nicht.
Die WHO weist darauf hin, dass der Rauch von Waldbränden sich über weite Regionen und sogar Länder oder Kontinente hinweg ausbreiten und die Luftqualität von Orten in der entsprechenden Windrichtung deutlich verschlechtern kann – auch für Menschen, die weit entfernt wohnen. Beim Waldbrand zieht der Rauch also unter Umständen viele Kilometer weit. Rauch einatmen wird dadurch auch fernab der Flammen gefährlich.
Schutz vor Rauch: Diese WHO-Tipps helfen
Diese Empfehlungen der WHO können Sie Ihren Kund*innen mitgeben, wenn der Rauch eines Waldbrandes die Luft belastet:
- Empfehlungen der lokalen Behörden befolgen.
- Möglichst drinnen bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.
- Klimaanlagen nicht in einem Modus nutzen, in dem sie Außenluft hineinlassen und in den Innenräumen zirkulieren lassen.
- Draußen eine FFP2-Maske tragen.
- Bei Symptomen medizinischen Rat suchen.
Weisen Sie Ihre Kund*innen darauf hin, dass Rauch einatmen so lange gefährlich bleibt, wie der Feinstaub in der Luft liegt. Klagen sie über Husten, Kopfschmerzen oder Atemlosigkeit, raten Sie zu medizinischer Abklärung – vor allem bei Vorerkrankungen der Lunge oder des Herzens.
Quelle: dpa












