Bleistift und Radiergummi mit Gummiresten auf einem Schreibblock © IPGGutenbergUKLtd / iStock / Getty Images Plus
Wörter wie ausradiert aus dem GedÀchtnis: Wie die VerstÀndigung zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dennoch klappen kann.

VerstÀndigung

DEMENZ: MIT DIESEN TIPPS KLAPPEN GESPRÄCHE BESSER

Wer an Demenz erkrankt ist, dem fÀllt es im Verlauf der Krankheit immer schwerer, sich zu verstÀndigen. So können Angehörige helfen.

Seite 1/1 2 Minuten

Seite 1/1 2 Minuten

Der Kampf mit dem großen Vergessen: Dreimal innerhalb von zehn Minuten die Frage „Was gibt es heute zu essen?“ Angehörige empfinden GesprĂ€che mit demenzkrankten Menschen mitunter als sehr mĂŒhsam. Dabei ist es wichtig, in Kontakt zu bleiben – nimmt das Schweigen Überhand, kann das die erkrankte Person in die soziale Isolation fĂŒhren.

Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) gibt wertvolle Tipps, wie die VerstĂ€ndigung zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen besser klappt. 

Tipp 1: Kommunizieren Sie auf Augenhöhe

Wer mitten im Satz unterbrochen oder von oben herab korrigiert wird, fĂŒhlt sich nicht ernst genommen. Das gilt auch und genau so fĂŒr Menschen, die an Demenz erkrankt sind. 

Angehörige sollten sie daher als gleichwertige GesprĂ€chspartner anerkennen. Signalisieren können sie das durch einen ruhigen Tonfall, Blickkontakt und dadurch, dass sie ihr GegenĂŒber ausreden lassen – auch wenn das lĂ€nger dauert. 

Tipp 2: Formulieren Sie einfach

Menschen mit Demenz können langen, verschachtelten SĂ€tzen nur schwer folgen. Wer nach dem Grundsatz „Eine Information pro Satz“ vorgeht, kommuniziert klarer – und macht es seinem GegenĂŒber damit leichter. 

Auch Fragen sollten möglichst einfach gestellt sein. Das klappt, indem man Antwortmöglichkeiten mitliefert, Ă  la „Möchtest du Orangensaft oder Apfelsaft trinken?“. Eine Alternative sind Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. 

Wichtige Informationen wiederholen Angehörige am besten mehrmals. Dabei sollten sie stets den gleichen Wortlaut verwenden, den Satz also nicht umformulieren. So wird das Gesagte besser verstanden. 

Tipp 3: Nutzen Sie auch Ihren Körper 

VerstĂ€ndigung geht nicht nur ĂŒber Worte, sondern auch ĂŒber Mimik und passende Gesten. So können Angehörige beispielsweise die Frage „Möchtest du einen Kaffee?“ mit einer Trinkgeste ergĂ€nzen, rĂ€t die AFI. 

Im Verlauf der Erkrankung geht die Sprache immer mehr verloren.

Angehörige können sich dann klarmachen: Es gibt auch andere Wege, um mit der erkrankten Person in Verbindung zu bleiben. Gemeinsam die Lieblingsmusik hören, alte Fotos anschauen, in der Sonne sitzen, eine Umarmung: So können auch ohne Worte Momente der NÀhe und Verbindung entstehen.

Quelle: dpa

×