Eine Frau steht auf einer FÀhre im Schatten, trÀgt eine Sonnenbrille und hÀlt einen Strohhut in der Hand.© Kerkez/iStock/Getty Images Plus
Vorbildlich: Schatten, Hut und Sonnenbrille schĂŒtzen vor UV-Strahlung.

UV-Strahlung

SONNENSCHUTZ: VON DER SONNE GEKÜSST – VOR DER SONNE GESCHÜTZT

Schmerzhafte Verbrennungen und Krebs stufen wir automatisch als gefĂ€hrlich ein. Warum klingt Sonnenbrand fĂŒr viele dann noch immer harmlos? Warum Sonnenschutz unverzichtbar ist – und 5 Tipps fĂŒr Ihre Kund*innen.

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Das Foto eines LKW-Fahrers ging viral: Die GesichtshÀlfte, die der Sonne auf den Fahrten schutzlos ausgeliefert war, wurde auch von dieser Sonneneinstrahlung gezeichnet, wÀhrend auf der anderen HÀlfte eine glatte Haut glÀnzte.

So wurde auch fĂŒr Laien sichtbar: UV-Strahlung schĂ€digt das Bindegewebe nachhaltig. Durch die Sonne verlieren die Elastinfasern der Haut ihre elastische Struktur, sodass die Haut faltiger aussieht. Aber Sonnenschutz bietet lange nicht nur einen Anti-Aging-Vorteil.

 

Wenn die Sonne die Haut verbrennt

SonnenbrĂ€nde sind Verbrennungen. Ist die Haut nach dem Kontakt mit der Sonne rot und schmerzhaft, nimmt sie schon Schaden – wir sprechen von einer Verbrennung ersten Grades. Aber es geht noch schlimmer: Blasenbildung, Ruhelosigkeit vor Schmerz und die Ablösung der Oberhaut sind die nĂ€chsten Grade.

Aus solchen VorfĂ€llen resultiert ein erhöhtes Hautkrebsrisiko, da UV-Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen, die Zellen schĂ€digen und das Erbmaterial verĂ€ndern. Dieser Umstand erhöht das Risiko fĂŒr die Entstehung von Krebszellen.

Außerdem irritiert die UV-Strahlung ungeschĂŒtzte Augen, oder vielmehr schĂ€digt sie Hornhaut und Bindehaut. EntzĂŒndungen, aber auch LinsentrĂŒbungen kommen vor, wenn Augen regelmĂ€ĂŸig ungeschĂŒtzt der Sonneneinstrahlung ausgeliefert sind.

Sonnenschutz

Sonnenschutz fĂŒr die Haut basiert auf Cremes oder Lotionen mit Lichtschutzfaktor (LSF) in der StĂ€rke von 6 bis 50+. Diese StĂ€rke sagt aus, wie lange man die Haut zusĂ€tzlich zu ihrer Eigenschutzzeit der Sonne und UV-Strahlung aussetzen kann. Bedeutet: Personen mit heller Haut haben eine Eigenschutzzeit von zehn Minuten. Tragen sie einen LSF 50 auf, wird dies multipliziert und es ergeben sich 500 Minuten.

Achtung: Empfehlen Sie hierbei bitte, nur die HĂ€lfte der Zeit ohne Nachcremen in der Sonne genießen, da Schwitzen, Wasser oder ungenĂŒgendes Auftragen den Wert fĂŒr die Haut verĂ€ndern.

In jungen Jahren ist das Hautkrebsrisiko erhöht, da sich die Zellen von Kindern hÀufiger teilen. Direkte Sonneneinstrahlung muss bis zum Ende des Kleinkindalters gemieden werden.

Produkte zum Schutz vor UV-Strahlung

Der Markt fĂŒr Sonnenschutz-Produkte hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Aber welche Galenik ist fĂŒr wen am besten geeignet?

  • Cremes haben einen recht hohen Fettgehalt und eignen sich daher gut fĂŒr Kleinkinder mit normaler Haut oder Erwachsene mit trockener Haut als Sonnenschutz. Mittlerweile wurde auch an dem klebrigen GefĂŒhl gearbeitet, damit dieses die Anwender*innen nicht mehr von ausreichendem Sonnenschutz abhĂ€lt.
  • Lotionen wiederum haben im Vergleich zu Cremes einen geringeren Fettgehalt, dafĂŒr aber einen höheren Wassergehalt, wodurch sie flĂŒssiger sind und schneller einziehen. Je nach PrĂ€ferenz ist dies fĂŒr Kund*innen, die sich ein leichteres GefĂŒhl auf der Haut wĂŒnschen, die Wahl, um sich vor UV-Strahlung zu schĂŒtzen.
  • Gele bieten einen guten Schutz vor UV-Strahlung fĂŒr Mischhaut oder Personen mit UnvertrĂ€glichkeiten, denn als Sonnenschutz enthalten sie weder Fette noch Emulgatoren. FĂŒr Personen mit empfindlicher Haut, die zu Irritationen neigt, sowie bei Mallorca-Akne ist diese Form zu empfehlen.
  • Sprays sind wegen der einfachen Handhabung beliebt. Der SprĂŒhnebel verteilt den Inhalt des Sonnenschutzes großflĂ€chig, wobei empfohlen wird, zwei Dosierungen nacheinander aufzusprĂŒhen, damit die Haut an jeder Stelle getroffen wird und vor Sonne und UV-Strahlung geschĂŒtzt ist.

Sonnenschutz im Winter
Das Sortiment an Tageskosmetik mit Lichtschutzfaktor ist gewachsen und Sonnenschutz wird auch zur kĂ€lteren Jahreszeit genutzt. Dermatologen empfehlen einen leichten Sonnenschutz auch außerhalb des Sommers, da die UV-Strahlung das ganze Jahr ĂŒber wirkt.

Die Frage nach den Filtern

Innerhalb des Sonnenschutzes fĂŒr die Haut gibt es zwei Arten von Filter: Der mineralische Filter, der UV-Strahlung reflektiert, und der chemische, der die Lichtenergie der Sonne in WĂ€rme umwandelt. FĂŒr besorgte Kund*innen sind mineralische Filter zu empfehlen, da ihnen eine geringere Negativwirkung unterstellt wird.

5 Tipps fĂŒr den Schutz vor der UV-Strahlung

Neben der richtigen Galenik fĂŒr die jeweilige Haut gibt es beim Sonnenschutz noch weitere Empfehlungen im Umgang mit Sonne und UV-Strahlung – fĂŒr den Sommeralltag oder heiße Urlaubsreisen.

Tipp 1: Richtig auftragen!

Sonnenschutz fĂŒr die Haut wirkt nur dann, wenn er richtig aufgetragen wird. Dazu gehört, dass man alle Stellen mit entsprechender Menge erwischt und den Sonnenschutz einziehen lĂ€sst. Zehn Minuten im Schatten sind fĂŒr die Einwirkzeit mindestens empfohlen, danach sollte natĂŒrlich nicht direkt heiß geduscht und geschrubbt werden. Außerdem wird der Sonnenschutz immer als letzte Creme aufgetragen, sollten die Personen noch weitere Kosmetika benutzen.

Tipp 2: Der Lichtschutzfaktor muss passen!

Ein Sonnenschutz mit dem LSF 20 fĂŒr einen Sommerurlaub im warmen Ausland ist ungenĂŒgend, besonders wenn die Zeit mit viel Sonne auf der Haut einhergeht. Beachvolleyball am Strand oder durch die Vegetation zu wandern bedeuten einerseits Feuchtigkeit und andererseits lĂ€ngere Zeit in der Sonne. Daher ist ein LSF von 50 empfohlen. Leichte Kleidung, die keine UV-Strahlung durchlĂ€sst, ergĂ€nzt den Schutz. Ein geringerer LSF bietet sich fĂŒr alljĂ€hrliche Tagescremes an.

Auch bei Skiurlauben muss das Gesicht eingecremt werden. FĂŒr Lippen gibt es extra Pflegestifte mit entsprechendem LSF.

Tipp 3: Siesta!

Die Mittagssonne ist am stĂ€rksten – hierzulande ist das im Sommer wichtig, in sĂŒdlicheren LĂ€ndern das ganze Jahr ĂŒber. AktivitĂ€ten im Freien sollten deshalb außerhalb der Mittagszeit geplant werden. Jetzt ist Schatten geboten! Auch BĂ€ume, Sonnenschirme oder ĂŒberdachte LokalitĂ€ten bieten der Haut Schutz vor der Sonne.

Tipp 4: Top ausgerĂŒstet!

HĂ€ufig denkt man nicht daran, aber UV-Strahlung schĂ€digt nicht nur die Haut, sondern auch die Augen: Linse, Horn- und Netzhaut leiden unter der Sonne. Doch genauso leicht lĂ€sst sich dies durch Sonnenbrillen mit einem UV-Schutz von 100 Prozent verhindern. SonnenhĂŒte halten zusĂ€tzlich Licht von den Augen fern.

Tipp 5: Nicht tÀuschen lassen!

In der entsprechenden Jahreszeit und definitiv in wÀrmeren LÀndern darf man sich von Wolken nicht tÀuschen lassen. Genauso, wenn man sich nur im Schatten aufhÀlt: Hier muss trotzdem eingecremt werden. 75 Prozent der UV-Strahlen der Sonne treffen trotz Wolken auf die Haut und können sie demnach auch verbrennen.

Gerade durch kĂŒhlere Luft auf hohen Wanderwegen schĂ€tzt man die UV-Strahlung durch das TemperaturgefĂŒhl falsch ein. Dabei nimmt die IntensitĂ€t der Sonne zu, je höher ĂŒber dem Meer man sich befindet. Auch am und auf dem Wasser erhöht sich der UV-Index durch die herrschende Reflexion.

Es gibt keine gesunde BrÀune

Zusammengefasst sollte man sich neben dem Sonnenschutz in Produkten fĂŒr die Haut durch verschiedene weitere Maßnahmen vor Sonne und UV-Strahlung schĂŒtzen. Die Langzeitfolgen regelmĂ€ĂŸiger Verbrennungen oder Irritationen fĂŒhren bekanntermaßen zu schwerwiegenden SchĂ€den, von denen nur die wenigsten reversibel sind.

Kund*innen, die sich dem Risiko dennoch aussetzen wĂŒrden, um braun zu werden, können Sie alternativ SelbstbrĂ€uner empfehlen. Die unterschiedlich anzuwendenden Produkte fĂ€rben die Haut kosmetisch, ohne dass BĂ€der in der Sonne das Hautkrebsrisiko erhöhen.

Quellen:
https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/schutz_node.html
https://www.sonnenbrand-tipps.de/folgen.php
https://www.infomedizin.de/service-tools/tools/sonnenschutz/
https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/sonnencreme/sonnencreme.html

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