TK-Auswertung
ARZNEIMITTELVERORDNUNGEN AUF NEUEM HĂCHSTSTAND
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Die Arzneimittelverordnungen fĂŒr ErwerbstĂ€tige in Deutschland haben einen neuen Höchststand erreicht. Das zeigt eine Auswertung der gröĂten deutschen Krankenkasse, der Techniker Krankenkasse (TK), die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die bei der TK versicherten 6,2 Millionen Erwerbspersonen lösten Rezepte fĂŒr mehr als 34 Millionen PrĂ€parate ein. So viele Arzneimittelverordnungen gab es demnach noch nie.
Hinter dieser Zahl stehen sehr unterschiedliche Indikationen. Die Auswertung zeigt, welche Wirkstoffgruppen die Arzneimittelverordnungen dominieren und wie deutlich sich MĂ€nner und Frauen dabei unterscheiden. FĂŒr Ihre Beratung in der Apotheke lohnt sich ein Blick auf diese Rangliste: Sie zeigt, welche Rezepte Ihnen im Alltag am hĂ€ufigsten begegnen. Auch zwischen den BundeslĂ€ndern gehen die Arzneimittelverordnungen spĂŒrbar auseinander.
Arzneimittelverordnungen: Herzmittel an der Spitze
Am hÀufigsten wurden Herz-Kreislauf-Medikamente verordnet, wie zum Beispiel Blutdrucksenker. Laut TK steigen die verordneten Dosen in dieser Gruppe seit 25 Jahren kontinuierlich an. Bei den Arzneimittelverordnungen rund um Herz und Kreislauf zeigt sich zudem ein klarer Geschlechterunterschied: MÀnner bekommen fast doppelt so viele Herzmedikamente verschrieben wie Frauen.
Der Trend hĂ€lt damit schon ein Vierteljahrhundert an. Entsprechend hĂ€ufig begegnen Ihnen diese Arzneimittelverordnungen im Beratungsalltag â vor allem bei Kunden.
Arzneimittelverordnungen gegen Sodbrennen und Co.
Auf den weiteren RĂ€ngen der Arzneimittelverordnungen folgen PrĂ€parate gegen Magen-/Darmbeschwerden und Sodbrennen. Danach kommen Mittel fĂŒr das Nervensystem, wie zum Beispiel Antidepressiva. Das zeigen die Daten der in Hamburg ansĂ€ssigen Krankenkasse.
Damit prĂ€gen drei groĂe Wirkstoffgruppen das Bild der Arzneimittelverordnungen: Herz-Kreislauf, Magen-Darm und Nervensystem. In der Apotheke treffen Sie diese Kombination hĂ€ufig auch bei ein und denselben Kund*innen an.
Mehr zum Apothekenalltag:
Arzneimittelverordnungen: 292 Tagesdosen pro Kopf
Insgesamt wurden mehr als zwei Milliarden Tagesdosen abgerechnet, also im Durchschnitt pro Tag gegen bestimmte Krankheiten verordnete Dosen. Das waren im Schnitt 292 Tagesdosen pro Erwerbsperson.
GegenĂŒber dem Vorjahr ist der Umfang der Arzneimittelverordnungen laut der Erhebung um rund 2,6 Prozent gestiegen.
Arzneimittelverordnungen im Bundesland-Vergleich
Die meisten Medikamente wurden in Sachsen-Anhalt mit 329 Tagesdosen und im Saarland mit 328 Tagesdosen verordnet. TK-ErwerbstĂ€tige in Baden-WĂŒrttemberg bekamen mit 257 die wenigsten Tagesdosen. FĂŒr die Auswertung hat die TK die Arzneimittelverordnungen ihrer aktuell rund 6,2 Millionen sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitglieder betrachtet â also der sogenannten Erwerbspersonen.
Diese Einordnung hilft Ihnen, die Zahlen richtig zu bewerten: Die Arzneimittelverordnungen der Auswertung bilden ausschlieĂlich Erwerbspersonen ab.
Quelle: dpa












