Schleimhautpflege
NACH DEM SPORT NICHT KRANK WERDEN: SO GEHTâS
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Dass Sport gesund ist, weià man. Auch, dass er das Immunsystem stÀrken kann, ist bewiesen. Allerdings sollte man ein paar Grundregeln beachten, wenn man nach dem Sport nicht krank werden will. Denn unmittelbar nach dem Training gibt es ein Zeitfenster, in dem Immunzellen herunterreguliert und die InfektanfÀlligkeit höher sein kann.
Sportler sind aber nicht hÀufiger krank als Normalpersonen, weià Sportmediziner Professor Dr. Bernd Wolfarth. Seine Tipps, wie man nach dem Sport nicht so schnell krank wird, sind simpel, aber effektiv. Und jeder kann sie leicht befolgen.
Warum man nach dem Sport krank wird
Nach dem Sport können wir schneller krank werden. Das liegt daran, dass unser Körper nach starker Belastung bestimmte Immunzellen, wie NatĂŒrliche Killerzellen und T-Lymphozyten, herunterreguliert. Das Zeitfenster, in dem das geschieht, kann zwischen 24 und 72 Stunden betragen. Dennoch sind Leistungssportler nicht öfter krank als Normalpersonen, zeigen Studien. Sport kann das Immunsystem langfristig nĂ€mlich stĂ€rken. Sport kann
ânachweislich die Infektzahlen reduzieren und beeinflusst insgesamt die InfektanfĂ€lligkeit positivâ.
Das betont Sportmediziner Wolfarth auf einem von der Firma Heel gesponserten Symposium beim Internistenkongress in Wiesbaden. Der Sportmediziner der Berliner CharitĂ© betreut unter anderem die deutsche Olympiamannschaft und weiĂ: Ob und wie oft man nach dem Sport krank wird, kann man beeinflussen.
Kann Erfolg im Sport das Immunsystem stÀrken?
Eine Beobachtungsstudie an norwegischen SkilanglĂ€ufern und -LĂ€uferinnen aus dem Spitzensport zeigt: Personen, die weniger erfolgreich sind, werden nach dem Sport öfter krank als die im Wettkampf FĂŒhrenden. Das könne daran liegen, dass schwĂ€chere Sportler im Gruppentraining öfter an ihre Grenzen gehen mĂŒssen als die stĂ€rkeren Mitglieder des Teams, meint Wolfarth.
Konstante Belastungen scheint das Immunsystem also besser zu verkraften als starke Belastungsspitzen. Aber es kommt auch auf andere Dinge an.
Immunsystem stÀrken:
Sport ist Stress: Herausforderung fĂŒr das Immunsystem
Neben individuellen Unterschieden gibt es auch Athleten-unabhĂ€ngige Faktoren, die beeinflussen, wie oft man nach dem Sport krank ist. Das gilt fĂŒr Leistungssportler genauso wie fĂŒr Normalpersonen, meint Wolfarth. Flugreisen und WettkĂ€mpfe sorgten in der Studie auch bei LeistungstrĂ€gern dafĂŒr, dass sie nach dem Sport eher krank wurden.
Der Grund dafĂŒr: Beides verursacht Stress. Dieser ist neben schlechtem Schlaf, Menschenansammlungen, Hitze und kalter, trockener oder verschmutzter Luft ein bekanntes Immunsuppressivum. Davor sind auch Profisportler nicht gefeit.
Nach dem Sport nicht so leicht krank werden durch Schleimhautpflege
Damit Sport das Immunsystem eher stĂ€rken kann, ohne die InfektanfĂ€lligkeit zu erhöhen, hat Wolfarth ein paar einfache Tipps. Am wichtigsten findet er eine gute Schleimhautpflege. DafĂŒr sollte unbedingt die tĂ€gliche FlĂŒssigkeitsaufnahme stimmen. Bei Allergien empfiehlt er ein Cortison-Nasenspray und bei verstopfter Nase die Anwendung eines abschwellenden Nasensprays.
Dabei vertritt er: Euphorbium, ein pflanzliches Produkt der sponsernden Firma Heel, sei in Studien den abschwellend wirkenden α-Sympathomimetika wie Xylometazolin nicht unterlegen. Zudem könne es auch lÀnger als sieben Tage eingesetzt werden und wirke leicht antiviral.
Infekte vermeiden wie zu Pandemiezeiten
Die Tipps, die wĂ€hrend der Pandemie zur Infektabwehr stets prĂ€sent waren, findet Wolfarth auĂerdem nach wie vor wichtig. Sport kann das Immunsystem nur stĂ€rken, wenn man grundlegende Regeln einhĂ€lt. Dazu gehören:
- Eine penible Handhygiene
- Das Einhalten gewisser AbstÀnde zu anderen Menschen
- Das Tragen einer FFP2-Maske in InnenrÀumen, wo man diesen nicht gewÀhrleisten kann
Wann mit dem Sport wieder anfangen, nachdem man krank war?
Noch einen wichtigen Hinweis gibt der Sportmediziner allen mit, die nach einer Erkrankung wieder loslegen wollen: Um nach dem Sport nicht gleich wieder krank zu werden, sollten drei Tage keine Symptome mehr bestehen. Erst dann kann man den Körper wieder voll belasten, ohne ein Risiko einzugehen.
Damit das schneller geht, empfiehlt er abschwellendes Nasenspray, Myrtol oder Cineol zur Schleimlösung und bei Bedarf entzĂŒndungshemmende Schmerzmittel. Dazu kommen Vitamin C und Zink sowie Inhalationen oder Akupunktur.
FĂŒr Hobbysportler wie fĂŒr Profis
Wir wissen also jetzt: Sport kann das Immunsystem stĂ€rken. Um nach dem Sport nicht gleich krank auf der Nase zu liegen, sind die MaĂnahmen fĂŒr Normalpersonen dieselben wie bei Leistungssportlern.
Darauf trinken Sie am besten gleich ein zusÀtzliches Glas Wasser.
Quellen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wie-sportler-infekte-vermeiden-koennen-156116/
Steinacker JM, Schellenberg J, Bloch W, Deibert P, Friedmann-Bette B, Grim C, Halle M, HirschmĂŒller A, Hollander K, Kerling A, Kopp C, Mayer F, Meyer T, Niebauer J, Predel HG, Reinsberger C, Röcker K, Scharhag J, Scherr J, Schmidt-TrucksĂ€ss A, Schneider C, Schobersberger W, Weisser B, Wolfarth , NieĂ AM: âEmpfehlungen zum âReturn-to-Sportâ nach COVID-19: Expertenkonsensusâ, Deutsche Zeitschrift fĂŒr Sportmedizin, Mai 2022. https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2022/Issue_4/DtschZSportmed_Positionstand_DE_Schellenberg_Recommendations_Return-to-Sport_after_COVID-19_2022-04.pdf












