Mann sitzt in seinem Auto und misst mit einem Pen seinen Blutzuckerspiegel© Volodymyr Bushmelov / iStock / Getty Images Plus
Die neue Leitlinie der DDG empfiehlt Diabetikern vor dem Losfahren ihren Glukosewert zu prĂŒfen.

kontinuierliche Glucosemessung

DIABETES UND AUTOFAHREN: NEUE LEITLINIE ZEIGT, WAS HEUTE MÖGLICH IST

Diabetes und Autofahren schließen sich lĂ€ngst nicht mehr aus. Neue Technik wie die kontinuierliche Glucosemessung senkt das Risiko fĂŒr eine Unterzuckerung beim Autofahren deutlich – auch im beruflichen Kontext. Eine neue Leitlinie der DDG rĂ€umt mit alten Vorurteilen auf.

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Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes erhalten heute Medikamente, die keine Unterzuckerung beim Autofahren verursachen. Wie die DDG mitteilt, ist das Risiko vor allem durch neue Behandlungsmethoden gesunken. Insulinpflichtige Menschen profitieren zunehmend von Systemen zur kontinuierlichen Glucosemessung, die den Glucoseverlauf dauerhaft erfassen.

Diese Technik ermöglicht es, Schwankungen frĂŒhzeitig zu erkennen – Warnsignale machen kritische Werte schnell sichtbar.

„Diese Fortschritte haben die Stoffwechselkontrolle grundlegend verĂ€ndert“, erklĂ€rt der Mediziner Friedhelm Petry, Mitautor der aktualisierten Leitlinie. Eine Unterzuckerung beim Autofahren bleibt zwar grundsĂ€tzlich das grĂ¶ĂŸte Risiko im Straßenverkehr. Doch die Zahl solcher Ereignisse ist durch moderne Technik und regelmĂ€ĂŸige Schulungen deutlich gesunken – und damit ist Diabetes und Autofahren heute deutlich sicherer als noch vor einigen Jahren.

Gerade die kontinuierliche Glucosemessung stellt eine wichtige SĂ€ule dar, wenn es darum geht, das Risiko fĂŒr eine Unterzuckerung beim Autofahren zu minimieren.

Kontinuierliche Glucosemessung erhöht Sicherheit

Die DDG empfiehlt Diabetikern, vor Fahrtbeginn ihren Glucosewert zu kontrollieren und erst dann zu starten, wenn dieser ausreichend hoch ist. Personen mit Systemen zur kontinuierlichen Glucosemessung sollten die Warnfunktionen aktivieren. Bei kritischen Werten wird geraten, die Fahrt sofort zu unterbrechen und den Glucosewert zu stabilisieren. So lassen sich gefĂ€hrliche Situationen vermeiden – und Diabetes und Autofahren wird planbarer.

Gerade die kontinuierliche Glucosemessung stellt eine wichtige SĂ€ule dar, wenn es darum geht, das Risiko fĂŒr eine Unterzuckerung beim Autofahren zu minimieren. Durch die Technik lĂ€sst sich der Stoffwechsel deutlich besser ĂŒberwachen – und Autofahrten sind sicherer möglich.

Die DDG empfiehlt Diabetikern, vor Fahrtbeginn ihren Glucosewert zu kontrollieren und erst dann zu starten, wenn dieser ausreichend hoch ist.

Berufliche EinschrÀnkungen bei Diabetes oft veraltet

Auch berufliche EinschrĂ€nkungen bei Diabetes stehen im Fokus der aktualisierten Leitlinie. Vorgaben, die Menschen mit Diabetes von bestimmten Berufen wie Polizei, Feuerwehr oder dem Flug- und Schifffahrtsverkehr ausschließen, beruhen laut DDG hĂ€ufig auf alten EinschĂ€tzungen. „Viele berufsbezogene Vorgaben stammen aus einer Zeit, in der Glucosemessungen nur wenige Momentaufnahmen lieferten“, betont Leitlinien-Koordinator Wolfgang Wagener.

Eine pauschale Ablehnung beruflicher TĂ€tigkeiten aufgrund der Diagnose sei medizinisch heute nicht mehr gerechtfertigt – und sei daher diskriminierend. Moderne Hilfsmittel wie die kontinuierliche Glucosemessung tragen dazu bei, dass Betroffene ihren Alltag gut managen können. Die Kombination aus Technik und Wissen reduziert nicht nur das Risiko fĂŒr eine Unterzuckerung beim Autofahren, sondern auch Unsicherheiten in Bezug auf berufliche EinschrĂ€nkungen bei Diabetes. Damit ist Diabetes und Autofahren fĂŒr viele kein Widerspruch mehr – sondern ein gut handhabbares Thema.

Quelle: dpa

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