Arm eines Mannes, der ein rotes Herz in der Hand hält, bekommt Blut abgenommen.© gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus
Derzeit gehen nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes zu wenig Menschen zur Blutspenden. Ein Grund könnte sein, dass viele aktuell mit einer Grippe flach liegen.

Wartezeit einhalten

BLUTSPENDEN NACH KRANKHEIT: WANN WIEDER GESPENDET WERDEN DARF

Viele Menschen sind derzeit krank – doch wann ist Blutspenden nach Krankheit wieder erlaubt? Ob Grippe, Impfung oder Zahnbehandlung: Wer spenden will, muss teils lange warten. Dieser Überblick zeigt, wann es wieder möglich ist.

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In Deutschland spenden derzeit nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu wenig Menschen Blut. Ein Grund neben Feiertagen und Winterwetter: Viele Menschen hat es erwischt – sie liegen etwa mit Grippe flach. Wer an einer akuten Atemwegsinfektion leidet, kann vorübergehend kein Blut spenden, so der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Und auch danach ist eine Wartezeit Blutspende einzuhalten.

Solche Wartezeiten gelten übrigens auch in anderen Fällen. Sie dienen der Sicherheit der Spenderinnen und Spender sowie der Menschen, denen das Blut zugutekommen soll. Ein Überblick, wann Blutspenden nach Krankheit oder medizinischen Eingriffen wieder erlaubt ist.

Wartezeit Blutspende nach Infekten

Es kommt darauf an, wie stark es einen erwischt hat:

  • Wer einen leichten Infekt wie eine Erkältung hatte, muss nach dem Abklingen der Symptome eine Woche lang abwarten, ehe Blutspenden nach Krankheit wieder möglich ist. Darauf macht das Portal „blutspenden.de“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) aufmerksam.
  • Bei einem Infekt mit Fieber hingegen, etwa einer Grippe, ist Blutspenden nach Krankheit erst nach vier Wochen wieder erlaubt. Auch hier läuft die Uhr ab dem Zeitpunkt, an dem alle Symptome abgeklungen sind.

Übrigens: Auch wer Antibiotika einnimmt, darf kein Blut spenden. Nach der letzten Dosis gilt ebenfalls eine Wartezeit Blutspende von vier Wochen.

Blutspende nach Impfung – das ist zu beachten

Erst zum Impftermin, dann direkt zur Spende: Das funktioniert nicht. Wie lange man warten muss, hängt von der Art der Impfung ab, wie das Portal „blutspenden.de“ erklärt:

  • Bei Totimpfstoffen ist eine Blutspende nach Impfung in der Regel am nächsten Tag wieder möglich – vorausgesetzt, es entwickeln sich keine Krankheitssymptome. Dazu zählen zum Beispiel Impfungen gegen Grippe, Corona, HPV, Diphtherie, Tetanus, FSME oder Hepatitis A.
  • Bei Lebendimpfstoffen gilt eine Wartezeit Blutspende von vier Wochen. Beispiele sind Impfungen gegen Gelbfieber, Röteln, Masern oder Mumps.

Übrigens: Wer nach einem Tierbiss prophylaktisch gegen Tollwut geimpft wurde, darf laut DRK erst nach zwölf Monaten wieder zur Blutspende nach Impfung antreten.

Bei Totimpfstoffen ist eine Blutspende nach Impfung in der Regel am nächsten Tag wieder möglich – vorausgesetzt, es entwickeln sich keine Krankheitssymptome.

Blutspende nach Zahnbehandlung – wie lange warten?

Zahn gezogen oder Wurzelbehandlung durchgeführt? Solche Eingriffe haben Einfluss auf die Blutspendefähigkeit. Nach größeren Behandlungen wie dem Zahnziehen oder einer Wurzelkanalbehandlung ist eine Blutspende nach Zahnbehandlung erst nach vier Wochen möglich.

Anders sieht es bei Kontrolluntersuchungen oder professionellen Zahnreinigungen aus: Hier ist laut „Blutspende-Magazin“ des DRK bereits am nächsten Tag wieder eine Blutspende nach Zahnbehandlung erlaubt.

Vor Ort wird geprüft, ob eine Blutspende möglich ist

Gut zu wissen: Jeder Blutspendetermin beginnt mit einer medizinischen Prüfung, ob man als Spenderin oder Spender infrage kommt. Wer vorab eine erste Einschätzung haben möchte, kann sich durch einen Online-Check des DRK-Blutspendedienstes West klicken.

Die generellen Voraussetzungen für die Blutspende nach Krankheit bleiben dabei immer gleich: Man muss mindestens 18 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen.

Quelle: dpa

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