Apothekenservice
ASSISTIERTE TELEMEDIZIN GESTARTET: ĂRZTLICHE SPRECHSTUNDE IN DEN APOTHEKEN
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Gesundheitsprobleme mit Ărzt*innen besprechen, ohne den Weg in die Praxis auf sich nehmen zu mĂŒssen: Assistierte Telemedizin, also die Videosprechstunde in der Apotheke, macht es möglich.
Gerade fĂŒr alle, die lĂ€ndlich wohnen und mitunter weite Fahrtwege zu FachĂ€rzt*innen haben, kann die Telemedizin eine praktische Lösung sein. Aber nicht alle sind technisch fit genug, um sich in eine Videosprechstunde einzuwĂ€hlen. Gerade Ă€ltere Menschen haben womöglich kein passendes EndgerĂ€t zu Hause. Hier soll nun die assistierte Telemedizin in der Apotheke unterstĂŒtzen.
Videosprechstunde in der Apotheke: UnterstĂŒtzung bei der Technik
Unter anderem fĂŒr diese Menschen ist seit 1. Juli ein neues Angebot in den Apotheken gedacht, wie Jan-Niklas Francke, Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), sagt. Bei der sogenannten assistierten Telemedizin können Apotheken ihren Kund*innen helfen, eine Videosprechstunde in der Apotheke zu nutzen.
HeiĂt: Kundinnen setzen sich dafĂŒr in ein Zimmer, das vom Verkaufsraum der Apotheke abgetrennt ist, und erhalten von Ihnen UnterstĂŒtzung bei der Einrichtung der Technik. Sobald die Sprechstunde startet, fĂŒhren die Kund*innen diese allein durch, es sei denn, sie benötigen Hilfe, erklĂ€rt Francke vom DAV. Die Telemedizin in der Apotheke soll den Zugang zur Ă€rztlichen Versorgung erleichtern.
Telemedizin in der Apotheke: Kassen zahlen den Service
Sowohl gesetzliche als auch private Krankenkassen ĂŒbernehmen die Kosten fĂŒr assistierte Telemedizin. Möchten Ihre Kund*innen das Angebot nutzen, mĂŒssen sie ihr KrankenversicherungsverhĂ€ltnis nachweisen. Gesetzlich Versicherte sollten zum Beispiel ihre elektronische Gesundheitskarte mitbringen. So können sie auĂerdem direkt nach dem Videosprechstunden-Termin eventuell verordnete E-Rezepte bei Ihnen einlösen.
Assistierte Telemedizin auch fĂŒr dringende FĂ€lle
Die assistierte Telemedizin in Apotheken richtet sich auch an Menschen mit EinschrÀnkungen, etwa mit Seh- oder Hörbehinderungen.
Dringende FĂ€lle, wie Francke sie nennt, sollen ebenfalls von dem Angebot profitieren. âEs kommen ja Menschen mit vermeintlich leichten Beschwerden in die Apotheke. Fragt man dann weiter nach, merkt man manchmal, dass ein gesundheitliches Problem dahinterstecken könnte, das Ă€rztlich abgeklĂ€rt werden sollte.â Ist die nĂ€chste Praxis weit weg oder hat bereits geschlossen, soll die assistierte Telemedizin auch hier ins Spiel kommen. Francke erlĂ€utert: âIn solchen FĂ€llen wollen wir ermöglichen, unmittelbar einen Arzt zu erreichen, um abzuklĂ€ren, ob es ein Notfall ist.â
Assistierte Telemedizin soll sich schrittweise etablieren
Der DAV geht davon aus, dass sich das Angebot der assistierten Telemedizin ĂŒber âeinige Wochen bis wenige Monateâ aufbauen wird â auch weil die Apotheken dafĂŒr zunĂ€chst das GesprĂ€ch mit Ărzt*innen im Umkreis suchen mĂŒssen, um Details dieser Zusammenarbeit zu klĂ€ren. Franckes EinschĂ€tzung nach könnten zu Beginn einige hundert Apotheken am Start sein.
Quelle: dpa












