Eine junge Frau mit braunen Haaren liegt im Halbdunkel im Bett und starrt an die Decke.© Andrii Lysenko / iStock / Getty Images Plus
Ein unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen und ein Gefühl der Erschöpfung am Morgen lassen sich durch geeignete Maßnahmen reduzieren.

Unruhe

WAS BEI ADHS UND SCHLAFPROBLEMEN WIRKLICH HILFT – STRATEGIEN FÜR ERHOLSAMEN SCHLAF

Menschen mit ADHS und Schlafproblemen kämpfen oft mit unruhigen Nächten und morgendlicher Erschöpfung. Warum die innere Uhr bei ADHS anders tickt – und wie Schlafhygiene bei ADHS und einfache Maßnahmen wirklich helfen können.

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Viele Menschen mit ADHS und Schlafproblemen erleben regelmäßig unruhige Nächte. Die geistige und körperliche Unruhe von ADHS stört den Schlafrhythmus, schreibt der US-Psychiater William Dodson im Fachportal Additude – und die daraus resultierende Erschöpfung kann andere Symptomatiken wiederum negativ beeinflussen.

Doch woher kommen die Schwierigkeiten – und was hilft wirklich gegen ADHS und Schlafprobleme?

ADHS und Schlafprobleme: Ein gestörter Rhythmus

Das Gehirn von Menschen mit ADHS und Schlafproblemen ist oft besonders aktiv – auch dann, wenn es eigentlich Ruhe bräuchte.

Etwa drei Viertel aller Erwachsenen mit ADHS berichten, dass sie nicht in der Lage sind, „den Kopf abzuschalten, um abends einschlafen zu können“, erklärt Dodson, der sich seit 25 Jahren auf ADHS Symptome Erwachsene spezialisiert hat.

Schlafhygiene bei ADHS verbessern

Gerade eine konsequente Schlafhygiene bei ADHS kann helfen, den gestörten Rhythmus zu verbessern. Wer seine Abendroutinen optimiert, kann die Symptome lindern. Ein unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen und ein Gefühl der Erschöpfung am Morgen lassen sich durch geeignete Maßnahmen reduzieren.

Viele Menschen mit ADHS und Schlafproblemen erleben in den frühen Morgenstunden einen tiefen Schlaf – verbunden mit starkem Aufwachwiderstand. Sie fühlen sich wie im „Schlaf des Todes“, aus dem sie sich kaum wecken lassen.

Dodson nennt zwei Ansätze: Schlafstörungen seien entweder direkte Ausprägungen von ADHS selbst – oder das Resultat einer verschobenen inneren Uhr. Das Zeitgefühl von Betroffenen unterscheide sich von dem neurotypischer Menschen. Die Folge: Einschlafprobleme bei ADHS treten regelmäßig auf.

Einschlafprobleme bei ADHS: Was tun?

Einschlafprobleme bei ADHS können andere Symptome wie Konzentrationsstörungen, Impulsivität und mangelnde Geduld verstärken. Eine gezielte Strategie gegen ADHS und Schlafprobleme ist daher essenziell.
Dodson empfiehlt vor allem, die Schlafhygiene bei ADHS zu verbessern:

  • Das Bett ausschließlich zum Schlafen oder für Intimität nutzen – nicht zum Grübeln.
  • Eine feste Schlafenszeit einhalten.
  • Auf Nickerchen tagsüber verzichten.

Einschlafprobleme bei ADHS verstärken sich oft durch nächtliches Grübeln oder Bildschirmnutzung. Auch ein überaktives Gehirn kann durch äußere Reize zusätzlich angeregt werden.

ADHS Symptome bei Erwachsenen gezielt angehen

Zwei Punkte betont Dodson besonders:

  1. Abends konsequent ins Bett gehen – auch wenn die Energie gerade besonders hoch ist.
  2. Kein Koffein spät am Abend – das wirkt anregend und harntreibend, was bei ADHS und Schlafproblemen besonders negativ wirkt.

Zudem können regelmäßige Bewegung und Tageslicht helfen, die innere Uhr zu stabilisieren. Das ist ein wichtiger Faktor, um Einschlafprobleme bei ADHS zu reduzieren und langfristig die Schlafhygiene bei ADHS zu verbessern.
Wer die typischen ADHS Symptome bei Erwachsenen kennt und gezielt gegensteuert, kann erholsamer schlafen und fitter in den Tag starten.

Quelle: dpa

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