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WAS TUN BEI K.O.-TROPFEN-VERDACHT?
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Plötzlich wird alles schwarz â und man erinnert sich kaum noch daran, was passiert ist. FĂŒr viele beginnt dieser Alptraum aus Filmriss, Kontrollverlust und Scham mit einem harmlosen GetrĂ€nk.
K.O.-Tropfen sind perfide, kaum wahrnehmbar und wirken schnell. Doch wie erkennt man ĂŒberhaupt, dass man Opfer geworden ist? Welche Symptome sind typisch â und was ist im Ernstfall zu tun?
Im Interview erklĂ€rt Tina Elsner, Leiterin der Polizeilichen KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes, worauf man achten sollte, wie gefĂ€hrlich Mischkonsum ist und welche Schritte im Verdachtsfall entscheidend sind. Wer Bescheid weiĂ, kann sich und andere besser schĂŒtzen.
Woran merke ich, dass mir jemand Gift oder Drogen in meine Nahrung oder das GetrÀnk gemischt hat?
Tina Elsner: Die Wirkung hĂ€ngt immer davon ab, welcher Stoff untergemischt wurde. HĂ€ufig handelt es sich um umgangssprachlich als K.O.-Tropfen bezeichnete Drogen, bei denen Opfer in der Regel schon 10 bis 20 Minuten nach der unbewussten Einnahme Ăbelkeit, Schwindel und plötzliche SchlĂ€frigkeit empfinden.
Die flĂŒssige Droge verlangsamt die AktivitĂ€ten des Gehirns und des zentralen Nervensystems, wodurch man hilf-, willen- oder gar bewusstlos wird. Die genaue Wirkung hĂ€ngt aber auch von der Dosierung und der körperlichen Verfassung des Opfers ab.
Eine Kombination von K.O.-Tropfen mit Alkohol oder anderen Drogen ist besonders gefÀhrlich. HÀufig kann sich das Opfer danach gar nicht oder nur noch verschwommen daran erinnern, was passiert ist. Durch diesen Mischkonsum erhöht sich zudem das Risiko, einen gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Bei einer zu hohen Dosis kann es bis zum Ersticken durch AtemlÀhmung kommen.
Wie gehe ich vor, wenn ich den Verdacht habe, dass mir K.O.-Tropfen verabreicht worden sind?
Elsner: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihnen eine Form von K.O.-Tropfen verabreicht wurde, etwa weil Sie motorische oder psychische AuffĂ€lligkeiten verspĂŒren, die Sie sich nicht erklĂ€ren können, sollten Sie nicht alleine bleiben. Suchen Sie sich schnell Hilfe und kontaktieren Sie oder Ihre Freundinnen am besten zĂŒgig anwesende SanitĂ€terinnen, suchen Sie eine Ărztin auf oder die nĂ€chste Notaufnahme eines Krankenhauses. K.-o.- Tropfen können nur wenige Stunden nach dem Konsum in Urin oder Blut nachgewiesen werden.
Erst danach sollten Sie sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Das ist notwendig, um andere vor dieser Gefahr zu schĂŒtzen. Zudem können verschiedene StraftatbestĂ€nde wie gefĂ€hrliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, versuchte oder vollendete Vergewaltigung sowie VerstöĂe gegen das BetĂ€ubungsmittel- oder Arzneimittelgesetz erfĂŒllt sein. Wenn möglich, sollten Sie vorab Beweise sichern, zum Beispiel, indem Sie das verdĂ€chtige GetrĂ€nk aufbewahren.
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Gibt es etwas, das ich in so einem Fall tunlichst unterlassen sollte?
Elsner: Bleiben Sie nicht alleine. Versuchen Sie, in der NĂ€he von Freunden oder vertrauenswĂŒrdigen Personen zu bleiben. Werden Sie nicht panisch. Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie, klar zu denken, um die Situation besser einschĂ€tzen zu können. Trinken Sie nicht weiter von dem verdĂ€chtigen GetrĂ€nk.
Und: Gehen Sie nicht sofort nach Hause. Es ist sicherer, an einem öffentlichen Ort zu bleiben und sich zum Beispiel an eine Sicherheitsmitarbeiterin oder einen Sicherheitsmitarbeiter zu wenden.
Quelle: dpa












