Nahaufnahme: zwei reife Bananen mit Flecken© Bucsa Nicolae / iStock / Getty Images Plus
Reife Haut: Ab dem Alter von 50 Jahren steigt das Risiko fĂŒr Altersflecken, da die Hauterneuerung verlangsamt ist und sich somit vermehrt Melaninnester bilden können.

Hautpflege

ALTERSFLECKEN: WAS WIRKLICH HILFT

Sie sind unbedenklich, aber nicht gerade schön: Auf Altersflecken könnte man gut und gerne verzichten. Was ruft sie hervor? Wie beugt man ihnen vor? Und vor allem: Wie verschwinden sie wieder?

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Was brĂ€unt, bringt im Alter auch die Flecken: Sonneneinstrahlung beschert die kleinen brĂ€unlichen Stellen auf der Haut. Besonders im Gesicht, auf HandrĂŒcken und DekolletĂ© tauchen Altersflecken auf – denn darauf scheint die Sonne am meisten. Betroffen sind vor allem Menschen mit heller Haut, die hĂ€ufig nach Mitteln gegen Altersflecken suchen.

Auch Rauchen begĂŒnstigt ein Entstehen, ebenso oxidativer Stress, hormonelle EinflĂŒsse oder genetische Veranlagung. Die einfachste Vorbeugung von Altersflecken ist daher ein verlĂ€sslicher Sonnenschutz. Apothekerin Stefanie Knarr rĂ€t zu Lichtschutzfaktor 30 fĂŒr Gesicht und HĂ€nde, und zwar das ganze Jahr ĂŒber als idealen Sonnenschutz.

Wie Pigmentflecken auf der Haut entstehen

Was genau passiert: Durch UV-Strahlung bildet der Körper den Farbstoff Melanin. Es schĂŒtzt die oberste Hautschicht vor SonnenschĂ€den und ist dafĂŒr verantwortlich, dass die Haut sich brĂ€unt. In Zeiten mit weniger Sonneneinstrahlung baut es sich wieder ab.

Mit zunehmendem Alter verlĂ€uft der Abbau langsamer: Reste lagern sich ein – als Pigmentflecken.

Wen die braunen Stellen nicht stören, der muss aber gar nichts unternehmen. Wenn die Pigmentflecken beseitigt sind, können neue auftauchen. Hier ist dann wieder der konsequente Sonnenschutz wichtig, um neuen Altersflecken effektiv vorzubeugen.

Altersflecken entfernen: So lassen sich störende Stellen behandeln

Sollen bereits bestehende Flecken wieder verschwinden und möchten Kund*innen ihre Altersflecken entfernen, warnt die Expertin vor vermeintlichen Hausmitteln wie Apfelessig oder ZitronensĂ€ure. Das helle höchstens kurzfristig auf. Ein Zuviel könne Hautreizungen und kleine Narben verursachen. Dagegen bieten dermatologische Praxen verschiedene Methoden an, um die Flecken dauerhaft zu beseitigen und Altersflecken entfernen zu können.

Beim Lasern zersprengt ein Lichtstrahl die Ablagerungen der Pigmentflecken in kleinste Teilchen, die der Körper abbauen kann. Ein FruchtsĂ€ure-Peeling trĂ€gt die oberste Hautschicht ab, bei einer Mikrodermabrasion wird diese unter örtliche BetĂ€ubung mit feinen Partikeln abgeschliffen, wenn Betroffene ihre Altersflecken entfernen lassen wollen.

Solche Behandlungen mĂŒssen in der Regel selbst bezahlt werden.

Sonnenschutz und Kosmetika als Option bei HautverÀnderungen

Ansonsten gibt es auch Dermokosmetika, die die Flecken abdecken und teilweise abmildern können. Cremes und Seren mit Niacinamid, Retinol, Vitamin C oder Thiamidol hellen auf. Das kann laut der Apothekerin allerdings ein paar Monate dauern, bis sich die Pigmentflecken sichtbar reduzieren. Ein guter Sonnenschutz bleibt dabei auch wĂ€hrend der Anwendung Pflicht.

Hautarzt oder HautĂ€rztin können darĂŒber hinaus bei großflĂ€chigem Auftreten von Pigmentflecken rezeptpflichtige Mittel mit bleichender Wirkung verschreiben, um das Altersflecken entfernen zu erleichtern. Die verschreibungspflichtige Fixkombination aus Hydrochinon, Vitamin-A-SĂ€ure und Hydrocortison ist außer Handel gegangen.

Als Alternative gibt es eine komplexe Individualrezeptur mit Tretinoin und Hydrochinon, außerdem prĂŒft das DAC/NRF gerade Rezepturen mit allen drei Wirkstoffen.

Doch auch hierbei ist Sonnenschutz essenziell gegen neue Altersflecken.

HautverÀnderungen immer Àrztlich abklÀren lassen

Altersflecken sind an sich harmlos. Aber nicht immer ist gleich klar, was hinter einer HautverĂ€nderung steckt. RegelmĂ€ĂŸige Hautkrebs-Screenings beim Arzt sind sinnvoll, auch der genaue eigene Blick tagtĂ€glich ist wichtig. Laut der Webseite des Krebsinformationsdienstes können frĂŒhe, kritische Anzeichen so aussehen:

Eine Hautstelle ist rötlich oder dunkel verfÀrbt, vielleicht auch schuppig, sie brennt, spannt oder juckt.

Die Expert*innen raten, dann zum Hautarzt oder der HautĂ€rztin zu gehen, wenn HautverĂ€nderungen oder Beschwerden ĂŒber zwei Wochen andauern. Dort lĂ€sst sich klĂ€ren, ob eine HautverĂ€nderung harmlos wie einfache Pigmentflecken ist oder behandelt werden muss.

Quelle: dpa

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